In der Welt des Fußballs hängt die Zukunft eines Sportvorstands oft am seidenen Faden der Transfererfolge. So erging es Max Eberl beim FC Bayern München. Beide Seiten stehen aktuell am Scheideweg: Eberls Job hängt in der Schwebe, doch jüngste Fädenspiele auf dem Transfermarkt könnten dem umstrittenen Sportvorstand neue Pluspunkte verschaffen. Aber es gibt eine greifbare Einschränkung.
Eberls umstrittene Amtszeit beim FCB
Max Eberl trat seinen Posten beim FC Bayern im März 2024 an und musste sich seitdem kontinuierlich Kritik aus verschiedenen Lagern stellen. Schlagzeilen machte dabei vor allem Eberls Transferpolitik. Bisherige Vorwürfe lauten: Eberl handle zu hastig, kaufe zu teuer und agiere allzu oft im Alleingang. Doch der Sommer 2024 könnte hier eine deutliche Kehrtwende anzeigen.
Ein neuer Ansatz in der Transferpolitik
Wie die ‚Sport Bild‘ berichtet, sammelt Eberl aktuell erfolgreich Pluspunkte bei den Bayern-Bossen. Maßgeblich dafür sind die jüngsten Verpflichtungen von Ismael Saibari (25/PSV Eindhoven) und Nathaniel Brown (23/Eintracht Frankfurt). Beide wurden für jeweils 50 Millionen Euro plus Boni verpflichtet und haben bis 2031 in München unterschrieben. Doch das eigentlich Entscheidende für die Vereinsführung ist nicht der erfolgreiche Abschluss dieser Transfers, sondern Eberls neu gewählte Herangehensweise an diese Deals.
Bei beiden Transfers bezog Eberl laut Bericht den Aufsichtsrat von Anfang an mit ein und nutzte „die Erfahrung und Expertise der Bayern-Granden Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß“. Auch Bayern-Coach Vincent Kompany war involviert und initiierte sogar den Transfer von Saibari. Nathaniel Brown, dem intern eine Philipp-Lahm-ähnliche Karriere zugetraut wird, stand schon lange auf der Liste des Vereins.
Die Zukunft ist ungewiss
Einige Herausforderungen werfen jedoch dunkle Schatten auf Eberls jüngste Erfolge. Mit Alphonso Davies befindet sich ein teurer Konkurrent bereits im Kader der Bayern. Doch hier bewies Eberl Geschick und holte sowohl den Aufsichtsrat als auch Kompany mit seiner Herangehensweise ins Boot.
Die Frage nach Eberls Zukunft wird voraussichtlich im August in einer geplanten Aufsichtsratssitzung thematisiert werden. Bis dahin muss der 52-Jährige jedoch mehr liefern. Bisher fehlen Einnahmen durch geplante Spielerverkäufe. Die Spieler João Palhinha (30), Bryan Zaragoza (24), Sacha Boey (25), Hiroki Ito (27) und Min-jae Kim (29) sollen den Verein verlassen, doch derzeit gibt es keine Interessenten, die bereit sind, die Ablösesummen zu zahlen.
Eberl muss beweisen, dass er verkaufen kann
Eberl steht nun vor der Herausforderung, die genannten Spieler zu vermarkten und dadurch Einnahmen für den Verein zu generieren. Ob er das kann, wird vermutlich einen erheblichen Einfluss auf seine Zukunft beim FC Bayern haben. Bis zum August bleibt also noch viel Arbeit und Spannung für den Sportvorstand.

