Borussia Dortmund macht ernst im Werben um Said El Mala: Wie der Sender ‚Sky‘ berichtet, hat der BVB in der vergangenen Woche ein offizielles Angebot beim 1. FC Köln eingereicht. Die Schwarz-Gelben wollen den freigewordenen Kaderplatz nach dem Verkauf von Karim Adeyemi an den FC Barcelona mit dem 19-jährigen Offensivtalent besetzen. Doch die Kölner Antwort ließ nicht lange auf sich warten – und fiel deutlich aus.
Das offizielle Angebot des BVB
Konkret soll Borussia Dortmund den Kölnern eine Offerte über 26 Millionen Euro Fixsumme vorgelegt haben, ergänzt um mögliche Bonuszahlungen in Höhe von 16 Millionen Euro. Davon wären laut Berichten acht Millionen Euro leicht erreichbar gewesen, etwa durch sportliche Kennzahlen wie Einsätze oder Titel. Damit hätte das Gesamtpaket theoretisch bei bis zu 42 Millionen Euro liegen können – ein Betrag, der zeigt, wie ernst es der sportlichen Leitung um Sebastian Kehl mit einer Verpflichtung ist.
Die Reaktion des 1. FC Köln fiel jedoch eindeutig aus: Zu den vorgelegten Konditionen stehe Said El Mala nicht zum Verkauf. Die Domstädter machten unmissverständlich klar, dass sie an ihrer Forderung von 50 Millionen Euro festhalten. Ein Preis, der die Wertschätzung für den jungen Flügelspieler unterstreicht, aber gleichzeitig die Verhandlungen erheblich erschwert.
El Mala – Kölns Shootingstar ohne Ausstiegsklausel
Said El Mala hat sich in der vergangenen Saison beim 1. FC Köln zu einem der spannendsten Nachwuchstalente der Bundesliga entwickelt. Mit seiner Dribbelstärke, seinem Tempo und seiner Torgefahr auf den Außenbahnen sorgte der 19-Jährige regelmäßig für Furore und machte sich schnell einen Namen über die Kölner Stadtgrenzen hinaus. Der Verein reagierte auf sein rasantes Entwicklungstempo bereits mit einer langfristigen Vertragsverlängerung bis 2030 – allerdings ohne Ausstiegsklausel, was dem FC eine starke Verhandlungsposition sichert.
Genau diese fehlende Klausel ist es, die Borussia Dortmund nun vor eine Herausforderung stellt. Ohne einen fest definierten Ablösewert liegt es allein am 1. FC Köln, zu welchen Konditionen ein Verkauf überhaupt in Betracht gezogen wird. Die Kölner wissen um den Wert ihres Aushängeschilds und lassen sich offensichtlich nicht unter Zeitdruck setzen, auch wenn ein finanzstarker Bundesligakonkurrent anklopft.
Für den BVB wäre El Mala ein idealer Kandidat, um die Offensive nach dem Abgang von Adeyemi neu zu beleben. Der Youngster bringt genau jenes Profil mit, das Trainer Niko Kovač für sein System auf den Flügelpositionen sucht: Schnelligkeit, Eins-gegen-eins-Stärke und eine gute Torquote für sein Alter.
Kölns klare Haltung und die Folgen für den Kaderplan
Die klare Absage aus Köln zeigt, dass der Klub keineswegs in Verkaufsnot ist. Nach dem soliden Bundesliga-Aufstieg möchte der 1. FC Köln offensichtlich seine Leistungsträger halten, um sich langfristig in der Liga zu etablieren. Ein Verkauf von El Mala unterhalb der geforderten Ablösesumme würde diesen Plan konterkarieren und wäre sportlich wie wirtschaftlich schwer zu rechtfertigen.
Gleichzeitig zeigt sich der Effzeh vorausschauend: Mit der Verpflichtung von Mikey Moore von Tottenham Hotspur haben die Kölner bereits einen möglichen Ersatzkandidaten identifiziert, sollte El Mala den Verein doch noch verlassen. Zusätzlich wurde mit Reigan Heskey ein weiteres junges Offensivtalent unter Vertrag genommen. Diese Personalpolitik lässt erkennen, dass der 1. FC Köln auf alle Szenarien vorbereitet sein möchte – ohne jedoch aktiv auf einen Verkauf hinzuarbeiten.
Für Borussia Dortmund bedeutet die Kölner Haltung, dass ein Transfer deutlich teurer werden könnte als ursprünglich kalkuliert. Sollte der BVB tatsächlich in die Nähe der geforderten 50 Millionen Euro kommen, wäre dies eine der höheren Ablösesummen der jüngeren Vereinsgeschichte für einen Spieler dieses Alters.
Ausblick: Wie geht es weiter?
Ob Borussia Dortmund finanziell nachlegt, bleibt vorerst offen. Insidern zufolge soll sich die Familie von Said El Mala einen Wechsel an die Strobelallee jedoch gut vorstellen können, was die Ausgangslage für den BVB durchaus positiv beeinflussen dürfte. Persönliche Präferenzen des Spielers und seines Umfelds spielen in solchen Verhandlungen oft eine entscheidende Rolle, auch wenn der Klub am Ende die Ablöseforderung durchsetzen muss.
In den kommenden Wochen dürfte sich zeigen, ob beide Vereine eine Annäherung finden oder ob der 1. FC Köln konsequent bei seiner Haltung bleibt. Sollte Dortmund ein deutlich verbessertes Angebot nachreichen, könnte sich die Situation schnell entspannen. Bleibt der BVB hingegen bei seiner bisherigen Offerte, dürfte ein Wechsel in diesem Sommer eher unwahrscheinlich sein.
Fest steht: Der Poker um Said El Mala ist eines der spannendsten Transferthemen der laufenden Bundesliga-Sommerperiode und dürfte sowohl in Köln als auch in Dortmund noch für Gesprächsstoff sorgen.

