BVB: Soll ein Top-Klub Nmecha schon im Winter holen wollen?

Redaktion Fussballpuls
6 Minuten Lesezeit

Borussia Dortmund muss sich laut einem Medienbericht mit neuen Abschiedsgerüchten um Felix Nmecha beschäftigen. Das Portal BVBWLD berichtete am 17. Oktober, ein Top-Klub wolle den Mittelfeldspieler schon in der Winterpause verpflichten. Der Name des Interessenten soll darin nicht genannt werden. Bestätigt ist nichts, und der BVB hat sich nach den vorliegenden Informationen nicht offiziell geäußert. Es handelt sich also um ein Gerücht.

Was über das angebliche Winter-Interesse berichtet wird

BVBWLD zufolge soll ein Spitzenklub bereits im Januar zuschlagen wollen. Welcher Verein das sein soll, geht laut dem Bericht nicht hervor. In den vergangenen Wochen wurden in Medienberichten unter anderem Manchester City, Manchester United, der FC Liverpool, der FC Bayern und Newcastle United mit Nmecha in Verbindung gebracht. Ob und welcher dieser Klubs tatsächlich hinter dem angeblichen Winter-Vorstoß stehen soll, ist nicht belegt.

Wie konkret das Interesse sein soll, lässt sich von außen nicht prüfen. Dass gleich mehrere große Namen kursieren, würde eher auf viel Spekulation als auf ein fertiges Angebot hindeuten. Auch stützt sich die Meldung laut Material auf eine einzelne Quelle, was die Aussagekraft begrenzt.

Die mutmaßliche Ausstiegsklausel: angeblich 80 Millionen bis Juni 2027

Im Zentrum der Diskussion soll eine Ausstiegsklausel stehen. Sie soll laut Berichten bei 80 Millionen Euro liegen und nur bis zum 30. Juni 2027 gelten. Danach könnte der BVB über die Ablöse angeblich wieder frei verhandeln. Der Dienst Fussballtransfers soll für diesen Fall eine Forderung von rund 100 Millionen Euro nennen. Für 2028 soll außerdem eine niedrigere Klausel von etwa 70 Millionen Euro vorgesehen sein.

Unklar bleibt, ob die Klausel überhaupt schon im Winter gezogen werden könnte. Nach den vorliegenden Berichten soll sie erst im Sommer 2027 greifen. Der BVB hat die Vertragsdetails nicht bestätigt, alle Summen sind daher mit Vorsicht zu behandeln. Bereits zuvor hatte laut Medienberichten die Sport Bild über ein mögliches Ablaufdatum der Klausel berichtet. Auch diese Angaben sind offiziell nicht bestätigt. Neu an der aktuellen Meldung wäre damit vor allem der angebliche Zeitpunkt: Der Vorstoß soll nicht erst im Sommer, sondern schon im Winter erfolgen.

  • Wechsel 2023: laut Berichten für rund 30 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg
  • Vertrag: soll laut Berichten bis 2030 laufen
  • Klausel bis 30.06.2027: angeblich 80 Millionen Euro
  • Danach: angeblich freie Verhandlung, Forderung laut Fussballtransfers rund 100 Millionen Euro
  • 2028: angeblich etwa 70 Millionen Euro

Die Haltung des BVB: bislang keine offizielle Aussage

Eine offizielle Stellungnahme zu den Winter-Gerüchten gibt es nicht. Von Sportdirektor Lars Ricken oder Trainer Niko Kovac liegt zu dem konkreten Bericht keine Aussage vor. Medien berichten, die Dortmunder planten klar mit Nmecha. Sollte der Vertrag tatsächlich bis 2030 laufen, wäre das aus Vereinssicht eine komfortable Ausgangslage. Belegt ist das jedoch nicht, denn die Vertragsdetails sind nicht offiziell bestätigt.

Warum ein Winter-Abgang für den BVB heikel wäre

Nmecha soll 2023 für rund 30 Millionen Euro aus Wolfsburg gekommen sein. Inzwischen sollen laut Berichten Summen jenseits von 80 Millionen Euro diskutiert werden. Falls das stimmt, würde es zeigen, wie stark sein Marktwert gestiegen sein soll. Gleichzeitig wäre die Winterpause für einen Klub mit sportlichen Ambitionen ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um eine Stammkraft abzugeben. Ersatz wäre mitten in der Saison teuer und selten gleichwertig.

Sollte im Januar keine feste Klausel gelten, könnte Dortmund jedes Angebot ablehnen. Der Verein säße dann voraussichtlich am längeren Hebel. Ob das so ist, hängt jedoch von den nicht bestätigten Vertragsdetails ab.

Auf der anderen Seite können dauerhafte Abschiedsspekulationen Unruhe in einen Kader tragen. Je öfter über einen möglichen Wechsel berichtet wird, desto häufiger könnte sich auch der Spieler dazu verhalten müssen. Zugleich würde es zeigen, dass Nmecha auf dem Markt geschätzt wird, wenn so viele große Klubs mit ihm in Verbindung gebracht werden.

Was jetzt entscheidend sein dürfte

Entscheidend wird sein, ob ein Klub im Winter tatsächlich ein Angebot abgibt und wie der BVB darauf reagiert. Bis dahin bleibt es bei Gerüchten. Interessant wäre zudem die Frage, ob die Dortmunder versuchen würden, mit einer Vertragsanpassung oder einer Verlängerung für Klarheit zu sorgen, bevor die angebliche Klausel im Sommer 2027 ins Spiel käme. Bestätigt ist dazu bisher nichts.

Einordnung

Die Meldung ist ein Gerücht, das laut Material auf einem einzelnen Portal beruht. Weder der interessierte Klub noch ein konkretes Angebot sind belegt, und selbst die Klausel samt Fristen ist offiziell nicht bestätigt. Sportlich spräche viel dafür, dass der BVB Nmecha im Winter nicht abgeben würde, denn ein Verkauf mitten in der Saison würde wehtun. Realistischer erscheint, dass der Sommer 2027 zum eigentlichen Prüfstein werden könnte, falls die genannten 80 Millionen Euro tatsächlich im Raum stehen. Dann müsste der BVB zwischen sportlichem Wert und möglichem Rekorderlös abwägen. Bis dahin dürfte das Thema die Fans weiter begleiten.

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Quelle: bvbwld.de

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