Bayern: Olise sieht Gelb-Rot – Eberl nennt Aktion „dumm“

Redaktion Fussballpuls
5 Minuten Lesezeit

Der FC Bayern hat in der Champions League bei Viking Stavanger nur 3:3 gespielt, und Michael Olise ist mit seinem Platzverweis ein Teil der Schlagzeilen. Der Offensivspieler sah innerhalb weniger Sekunden zweimal Gelb und damit Gelb-Rot. Er fehlt deshalb im nächsten Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal in München. Sportvorstand Max Eberl nannte den Platzverweis „dumm“.

Bayern dreht ein 0:2 und verpasst den Sieg

Für die Münchner begann der Abend denkbar schlecht. Nach nur 72 Sekunden lagen sie in Stavanger zurück, und zur Pause stand es 0:2 aus Sicht der Gäste. Nach dem Seitenwechsel folgte die Wende: Harry Kane erzielte zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor, sodass Bayern mit 3:2 in Führung ging.

Der Auswärtssieg schien greifbar, doch in der Schlussminute glich Herman Haugen für Viking aus. Aus dem möglichen Comeback-Erfolg wurde ein Unentschieden, das sich für den Rekordmeister eher wie ein verlorener Punkt anfühlen dürfte.

Die Szene: Meckern und ein Ballwurf

Nach dem Bericht der Abendzeitung München sah Olise in kurzer Zeit zweimal die Gelbe Karte. Die beiden Verwarnungen lagen nur wenige Sekunden auseinander. Eine gab es wegen Meckerns, die andere wegen eines Ballwurfs auf einen Gegenspieler. Zusammen bedeuteten sie Gelb-Rot.

Wann genau im Spiel das geschah, nennt der Bericht nicht. Fest steht lediglich, dass Bayern nach dem Platzverweis nur noch zu zehnt war. Einen Zusammenhang zwischen dem Platzverweis und dem späten Ausgleich der Norweger belegt das vorliegende Material nicht, deshalb bleibt er hier offen.

Gelb-Rot hat in der Regel eine Sperre für das nächste Pflichtspiel zur Folge. Für Olise ist das die Partie gegen Arsenal. Gerade weil beide Verwarnungen so dicht beieinander lagen, wirkt die Aktion wie ein Moment, der sich vermeiden ließe: kein hartes Foul, kein taktisches Vergehen, sondern Reaktionen, die der Schiedsrichter nacheinander ahndete.

Eberl akzeptiert die Rote Karte

Max Eberl stellte sich nicht gegen die Entscheidung des Schiedsrichters. Er akzeptierte den Platzverweis und nannte die Aktion „dumm“. Eine Rechtfertigung für den Spieler lieferte der Sportvorstand damit nicht, vielmehr ordnete er die Szene als vermeidbar ein.

Zur Frage einer möglichen Geldstrafe berichtet die Abendzeitung, dass eine solche Sanktion nicht ausgeschlossen ist. Ob der Klub Olise tatsächlich intern bestraft und in welcher Höhe, ist bislang nicht bekannt. Eine Entscheidung dazu wurde laut dem vorliegenden Bericht nicht mitgeteilt.

Auf der Gegenseite feierte Vikings Zlatko Tripic den Platzverweis. Auch das gehört zum Bild des Abends in Stavanger.

Was der Ausfall für das Arsenal-Spiel bedeutet

Mit Gelb-Rot fehlt Olise gegen Arsenal in München. Er gilt als einer der wichtigsten Offensivspieler im Kader von Trainer Vincent Kompany, sodass sein Ausfall im Angriff spürbar sein dürfte. Gerade in einem Duell mit einem englischen Topklub zählt jeder Spieler, der Tempo und Kreativität einbringt.

Wer Olise vertritt, ist noch offen. Kompany muss die Offensive für das Heimspiel neu sortieren und dabei entscheiden, ob er personell tauscht oder die Abläufe anpasst. Aussagen des Trainers dazu liegen bislang nicht vor.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Laut Berichten verhandelt Olise parallel über einen neuen Vertrag in München. Der Platzverweis fällt also in eine Phase, in der Klub und Spieler über die gemeinsame Zukunft sprechen. Ein Einfluss auf die Gespräche ist bisher nicht belegt, und es gibt keinen Hinweis darauf, dass der Vorfall sie verändert.

  • Ergebnis: Viking Stavanger – FC Bayern 3:3
  • Platzverweis: Olise, Gelb-Rot nach zwei Verwarnungen innerhalb weniger Sekunden
  • Sperre: Spiel gegen Arsenal in München
  • Offen: mögliche Geldstrafe und Vertretung für Olise

Einordnung

Sportlich zeigt der Abend zwei Gesichter. Die Aufholjagd nach dem 0:2 durch Kane belegt die Qualität der Mannschaft. Der frühe Rückstand und der Ausgleich in der Schlussminute zeigen zugleich, dass über die gesamte Spielzeit Konzentration nötig ist. Der Platzverweis kommt als vermeidbarer Faktor hinzu.

Entscheidend wird nun, wie Bayern den Ausfall im Heimspiel gegen Arsenal auffängt. Über die Frage einer Geldstrafe dürfte der Klub intern befinden; die sportliche Folge der Sperre ist dagegen bereits sicher.

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Quelle: abendzeitung-muenchen.de

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