Der VfB Stuttgart hat sein Auswärtsspiel bei Slovan Bratislava in der Ligaphase der Champions League mit 3:0 gewonnen. Es trafen Deniz Undav in der 29. Minute, Slovans Sandro Cruz per Eigentor in der 64. Minute und der eingewechselte Ermedin Demirović in der 90. Minute.
Die Gäste hatten mehr Ballbesitz und die klareren Chancen. Slovan kam auf 15 Schüsse, brachte aber nur einen davon aufs Tor. Wie ungleich die Abschlüsse verteilt waren, zeigt vor allem der Blick auf die Schüsse aufs Tor und die Expected Goals.

Undav trifft, Eigentor und Joker-Tor entscheiden
Der Anstoß war um 21:00 Uhr. Früh gab es Gelb für Stuttgart: Ramon Hendriks sah die Karte in der 12. Minute, Bilal El Khannouss in der 26. Minute. Drei Minuten später ging der VfB in Führung. In der 29. Minute traf Deniz Undav, die Vorlage kam von Angelo Stiller. Danach blieb es lange beim 0:1.
In der 64. Minute fiel das 0:2. Sandro Cruz, Startelfspieler bei Slovan, lenkte den Ball ins eigene Tor. Stuttgart wechselte in der 71. Minute doppelt: Leo Sauer kam für Chris Führich, Jamie Leweling für Dženan Pejčinović. Slovan antwortete in der 75. Minute mit zwei Wechseln. Artur Gajdos ersetzte Cristian Martínez, Kevin Wimmer kam für Cruz. In der 81. Minute folgten drei weitere Wechsel. Roman Cerepkai, Alasana Yirajang und Nino Marcelli kamen für Tigran Barseghyan, Andraž Šporar und Suleiman Camara. An der Abschlussschwäche änderte das wenig.
Auch Stuttgart tauschte weiter. In der 77. Minute sah Josha Vagnoman Gelb, in der 80. Minute ersetzte Atakan Karazor den Vorlagengeber Stiller. In der 81. Minute kam Demirović für El Khannouss, in der 86. Minute Lorenz Assignon für Vagnoman. Beide Joker sorgten am Ende für den Unterschied: In der 90. Minute traf Ermedin Demirović zum 3:0, Assignon legte auf. Auf Slovan-Seite sah Peter Pokorný in der 85. Minute die Gelbe Karte.

Statistik: Stuttgart schießt genauer
Bei der reinen Schusszahl lagen die Teams eng beieinander. Stuttgart kam auf 16 Abschlüsse, Slovan auf 15. Die Verteilung ist allerdings völlig verschieden:
- Stuttgart: 8 Schüsse aufs Tor, 6 daneben, 2 geblockt
- Slovan: 1 Schuss aufs Tor, 8 daneben, 6 geblockt
Der Gastgeber schoss also oft, aber selten gefährlich. Das spiegelt sich in den Expected Goals: 1,81 für Stuttgart, 0,73 für Slovan. Slovans Torhüter kam auf 6 Paraden, bei Stuttgart waren es nur 1.
Den Ball hatten die Gäste deutlich häufiger. Stuttgart hatte 64 Prozent Ballbesitz und spielte 629 Pässe bei einer Quote von 89 Prozent. Slovan kam auf 358 Pässe mit einer Quote von 81 Prozent. Auch bei den Ecken lag der VfB mit 8:1 klar vorn. Stuttgart beging 15 Fouls, Slovan 11. Gelb sahen drei Stuttgarter und ein Slovan-Spieler, Rote Karten gab es nicht.

Undav im Fokus, dazu Stiller und die Joker
Im Mittelpunkt der Spielerdaten steht Deniz Undav. Er traf zum 1:0, spielte 90 Minuten und schoss viermal, dreimal davon aufs Tor. Er bestritt acht Zweikämpfe, von denen er drei gewann, und kam auf 29 Pässe, 21 davon erreichten den Mitspieler.
Angelo Stiller bereitete das erste Tor vor. In 80 Minuten spielte er 96 Pässe, 86 davon kamen an. Von seinen fünf Zweikämpfen gewann er zwei.
Die beiden Joker prägten den Schlussabschnitt. Demirović stand neun Minuten auf dem Platz, gab einen Schuss ab und traf damit. Assignon brauchte in vier Minuten nur zwei Pässe, beide kamen an, einer davon war die Vorlage zum 3:0.

Was der Auswärtssieg bedeutet
Für den VfB Stuttgart ist das ein klarer Auswärtssieg in der Ligaphase. Er bringt drei Punkte und ein Torverhältnis von 3:0 in dieser Partie.
Für Slovan Bratislava zeigt das Spiel vor allem ein Problem im Abschluss. Die Offensive muss präziser werden, denn nur einer von 15 Schüssen kam aufs Tor.

Einordnung: Chancenqualität statt Schusszahl
Das 0:3 ist auch in dieser Höhe nachvollziehbar. Stuttgart hatte mehr Ballbesitz, mehr Pässe, mehr Ecken und mit 8 Schüssen aufs Tor die deutlich besseren Abschlüsse. Der xG-Wert von 1,81 zu 0,73 passt dazu, auch wenn das Eigentor und der späte Treffer das Ergebnis über die Chancenverteilung hinaus vergrößerten.
Slovan zeigte mit 15 Schüssen Initiative, fand aber kaum den Weg aufs Tor. Stuttgart machte aus seiner Überlegenheit drei Tore, getragen von Undav, Stiller und den beiden Jokern.
Die ganze Analyse im Video
Das Video zeigt die Spielanalyse mit Datengrafiken zu Toren, Statistik und Spielern, ohne Spielbilder.
Direkt auf YouTube ansehen: Slovan Bratislava VfB Stuttgart 0:3 – Eigentor und Joker-Tor in Minute 90. Grundlage für Text, Grafiken und Video sind die Spieldaten von API-Football, Highlightly und OpenLigaDB.
- RB Leipzig – PSV Eindhoven 1:0: Gruda entscheidet das Spiel
- Galatasaray – FC Barcelona 1:4 – Analyse und Statistik





