RB Leipzig hat in der Ligaphase der UEFA Champions League PSV Eindhoven mit 1:0 geschlagen. Brajan Gruda erzielte in der 75. Minute das entscheidende Tor. Zuvor hatte Ivan Perišić in der 19. Minute einen Elfmeter für die Gäste verschossen.
Die Zahlen zeichnen ein genaueres Bild als das Ergebnis allein. PSV hatte mehr Ballbesitz und mehr Ecken, Leipzig gab deutlich mehr Schüsse ab und lag beim Expected-Goals-Wert vorn. Dieser Artikel ordnet das Spiel anhand der Daten ein.

Verschossener Elfmeter, spätes Tor: der Spielverlauf
Früh wurde es für PSV zum Thema. In der 16. Minute bestätigte der VAR nach einer Szene um Ruben van Bommel einen Elfmeter für die Gäste. Drei Minuten später trat Ivan Perišić an und verschoss. Die Führung, die sich PSV damit hätte holen können, blieb aus, und das Spiel blieb offen.
Danach passierte lange wenig auf der Anzeigetafel. In der 43. Minute sah PSV-Verteidiger Sergiño Dest die Gelbe Karte. In der 61. Minute reagierte Leipzig und brachte Tidiam Gomis für Rômulo.
Die Entscheidung fiel in der 75. Minute: Brajan Gruda traf zum 1:0. Direkt danach, in der 76. Minute, verließ er den Platz und machte für Rocco Reitz Platz. In der Schlussphase wurde es hektischer. PSV wechselte in der 77. Minute doppelt: Ryan Flamingo kam für Lutsharel Geertruida, Yarek Gasiorowski für Filip Kostić. In der 81. Minute griff der VAR bei David Raum ein, die ursprüngliche Entscheidung wurde geändert. Im selben Moment sah Leipzigs Antonio Nusa Gelb.
Es folgten weitere Wechsel: In der 84. Minute ersetzten Ayoni Santos und Mikkel Bro Hansen van Bommel und Sven Mijnans. In der 85. Minute sah Armando Obispo Gelb. In der 86. Minute brachte Leipzig Nicolas Seiwald für Ridle Baku und Lukas Klostermann für Ezechiel Banzuzi. Die Führung hielt bis zum Abpfiff.

Statistik: PSV mit dem Ball, Leipzig mit den Chancen
Beim Ballbesitz lag PSV mit 57 zu 43 Prozent vorn. Auch bei den Pässen waren die Gäste aktiver: 421 Pässe standen 330 der Leipziger gegenüber. Die Passquote war mit jeweils 84 Prozent identisch. PSV hatte also mehr vom Ball, spielte ihn aber nicht präziser.
Bei den Abschlüssen kehrt sich das Bild um:
- Schüsse: Leipzig 19, PSV 9
- Aufs Tor: Leipzig 6, PSV 5
- Daneben: Leipzig 8, PSV 3
- Geblockt: Leipzig 5, PSV 1
- Expected Goals: Leipzig 2,19, PSV 1,4
Leipzig kam also deutlich häufiger zum Abschluss und erarbeitete sich nach dem xG-Wert die besseren Gelegenheiten. Dass es am Ende nur ein Tor war, passt zu den Torhütern: Leipzigs Vandevoordt hatte fünf Paraden, sein Gegenüber Kovář sechs. Beide Keeper waren also regelmäßig gefordert.
PSV erspielte sich neun Ecken, Leipzig fünf. Das Foulspiel war mit je zwölf Fouls ausgeglichen. Auffällig ist das Abseits: Fünfmal stand PSV im Abseits, Leipzig kein einziges Mal. Bei den Karten sah PSV zwei Gelbe, Leipzig eine. Rote Karten gab es nicht.

Gruda ist der Spieler des Spiels
Brajan Gruda ist laut Daten der Spieler des Spiels. Er erzielte das Siegtor und kam in seinen 76 Minuten auf drei Schüsse, zwei davon aufs Tor. Von seinen 24 Pässen kamen 21 an. In den Zweikämpfen gewann er sechs von zwölf, dazu kommen fünf Dribblings. Nur ein Foul beging er.
Ebenfalls auffällig war Ridle Baku. Der Verteidiger stand 86 Minuten auf dem Platz und gab zwei Schüsse ab, beide aufs Tor. Von 28 Pässen erreichten 23 den Mitspieler, vier von neun Zweikämpfen gewann er. Zwei Fouls stehen bei ihm ebenfalls in der Statistik.

Was der Sieg für Leipzig und PSV bedeutet
Für Leipzig ist es ein wichtiger Erfolg im zweiten Spiel der Ligaphase. Die Mannschaft gewann trotz weniger Ballbesitz, weil sie die Abschlüsse auf ihrer Seite hatte und in der 75. Minute traf, als PSV im Spiel noch Chancen hatte.
PSV nimmt aus dem Spiel dagegen nichts mit, obwohl die Mannschaft mehr Ball, mehr Pässe und mehr Ecken hatte. Der verschossene Elfmeter und die geringe Zahl an Abschlüssen zeigen, wo die Aufgabe liegt: Chancen müssen konsequenter genutzt werden. Leipzig wiederum muss zeigen, dass die Defensive auch dann stabil bleibt, wenn der Gegner das Spiel dominiert.

Einordnung: Effizienz schlägt Ballbesitz
Das 1:0 war kein Zufall, aber auch kein Spiel mit klarem Muster. Leipzig war mit 19 Schüssen und einem xG-Wert von 2,19 das gefährlichere Team, brauchte aber bis zur 75. Minute für den Treffer. PSV kontrollierte mit 57 Prozent Ballbesitz und 421 Pässen das Tempo, kam aber nur zu neun Schüssen.
Die Schlüsselszene bleibt der Elfmeter in der 19. Minute. Ein Treffer von Perišić hätte die Statik des Spiels verändert. So reichte Leipzig ein Tor von Gruda, der mit zwei Schüssen aufs Tor und sechs gewonnenen Zweikämpfen die beste Einzelleistung im Datensatz zeigte.
Die ganze Analyse im Video
Das Video zeigt die Spielanalyse zu RB Leipzig gegen PSV Eindhoven in Datengrafiken, ohne Spielbilder. Im Mittelpunkt stehen Tore, Statistik und Spieler des Spiels.
Direkt auf YouTube ansehen: RB Leipzig PSV Eindhoven 1:0 – Gruda trifft nach verschossenem Elfmeter. Grundlage für Text, Grafiken und Video sind die Spieldaten von API-Football, Highlightly und OpenLigaDB.





