Nicolò Tresoldi soll sich erst nach der U21-EM im Sommer 2027 festlegen, für welche Nationalmannschaft er künftig spielen will. Das berichten 90min und ran.joyn.de. Der Stürmer des FC Brügge stehe zwischen Deutschland und Italien. Sein Herz soll laut den Berichten „50:50“ geteilt sein. Bis zur Entscheidung soll er weiter für die deutsche U21 auflaufen.
Klopp soll das Gespräch gesucht haben
Laut den Berichten soll Jürgen Klopp das Gespräch mit dem Stürmer gesucht haben. Dabei soll er Tresoldi signalisiert haben, dass die Tür beim DFB immer offen stehe. Das wäre kein hektisches Werben, sondern ein ruhiges Angebot: Der Spieler könne sich Zeit nehmen.
Tresoldi soll das Gespräch nach Darstellung der Medien als „Vater-Sohn-Gespräch“ beschrieben haben, nicht als klassisches Gespräch zwischen Trainer und Spieler. Wie Klopp das Treffen angelegt hat, geht aus den Berichten nicht hervor. Sie schildern vor allem die Sicht des Spielers.
Zwischen zwei Verbänden
Dass die Wahl schwerfallen soll, passt zu Tresoldis Lage. Nach den Berichten spielt er derzeit für die deutsche U21, ein Wechsel zu Italien gilt aber weiterhin als echte Option. Das „50:50“ beschreibt demnach, wie offen die Frage aus seiner Sicht ist.
Was der italienische Verband unternimmt, um den Stürmer für sich zu gewinnen, ist öffentlich nicht bekannt. Konkrete Gespräche sind in den Berichten nicht belegt.
Warum die Wartezeit sinnvoll sein kann
Die Entscheidung zwischen zwei Nationalteams ist weitreichend. Für junge Spieler geht es um sportliche Perspektive, Konkurrenz auf der Position und das persönliche Umfeld. Wer sich später festlegt, kann diese Punkte besser einschätzen.
Tresoldi sammelt in der Zwischenzeit weiter Einsätze in der deutschen U21 und muss sich öffentlich nicht festlegen. Das ist eine Einordnung auf Basis der Berichte, keine Aussage des Spielers.
Medien sehen eine Debatte
90min ordnet den Fall in eine Reihe von Spielern ein, die sich gegen den DFB entschieden haben, und stellt die Frage, ob dem Verband das nächste Talent verloren geht. Es ist die Frage, die bei solchen Fällen immer wieder aufkommt: Warum wählen Spieler, die in Deutschland ausgebildet wurden, am Ende ein anderes Nationaltrikot? Ob Tresoldi in diese Reihe gehören wird, ist offen.
Wie geht es weiter?
- Kurzfristig: Laut Berichten ändert sich nichts. Tresoldi bleibt für die deutsche U21 im Einsatz.
- Bis zum Sommer 2027: Er soll sich nicht festlegen wollen.
- Nach der U21-EM 2027: Frühestens dann soll die Entscheidung zwischen Deutschland und Italien fallen.
Eine Entscheidung gibt es also bisher nicht. Berichtet wird bislang nur, wie Tresoldi die Lage sieht und dass Klopp den Kontakt gesucht haben soll.
Einordnung
Für den DFB bedeutet die Lage vor allem, im Gespräch zu bleiben. Wie sich Tresoldis Situation in Brügge und in der U21 bis 2027 entwickelt, dürfte seine Wahl beeinflussen. Eine Prognose, wohin er sich am Ende entscheidet, lassen die bisherigen Berichte nicht zu. Wir verfolgen den Fall weiter.
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Quelle: 90min.de





