Das DFB-Team ist in Griechenland nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Ein Treffer von Jonathan Burkardt wurde im ersten Durchgang nach Videobeweis aberkannt. Es war das dritte Pflichtspiel unter Bundestrainer Jürgen Klopp. Die Bilanz lautet nun ein Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Entsprechend gemischt fallen die Reaktionen in den Medien aus.
Burkardts Tor zählt nicht
Der entscheidende Moment der Partie fiel in die erste Halbzeit. Jonathan Burkardt traf, doch der VAR griff ein und nahm den Treffer zurück. Damit blieb es beim torlosen Spielstand, und dabei blieb es auch bis zum Schlusspfiff. Ein Siegtreffer gelang dem DFB-Team nicht mehr.
Für die griechische Seite fiel die Bewertung deutlich freundlicher aus. Griechische Medien feierten das Remis laut 90min.de als „heldenhaften Punkt“. Für Deutschland dagegen ist das Ergebnis nur ein kleiner Ertrag, weil der Druck im Gruppenrennen weiter steigt.
Klopps Bilanz nach drei Spielen
Jürgen Klopp hat die Nationalmannschaft erst vor Kurzem übernommen. Auf Enttäuschungen in den ersten Spielen folgte beim 2:0 gegen Serbien der erste Sieg. Dabei trafen Tom Bischof und Florian Wirtz. Mit dem 0:0 in Griechenland steht die Bilanz nun bei einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage.
Das entspricht vier Punkten aus neun möglichen, wie unter Berufung auf L’Équipe berichtet wird. In der Gruppe liegt Deutschland nach den vorliegenden Berichten auf Rang drei. Das ist kein Absturz, aber auch weit entfernt von dem, was sich viele von einem Trainerwechsel erhofft hatten.
- Bilanz unter Klopp: ein Sieg, ein Remis, eine Niederlage
- Punkte: vier aus neun möglichen
- Torschützen beim 2:0 gegen Serbien: Bischof und Wirtz
- Aberkannt: Burkardts Treffer beim 0:0 in Griechenland
Klopp zeigt sich zufrieden
Der Bundestrainer ordnete das Remis gelassen ein. Klopp sagte, er sei „sehr zufrieden“, weil er wisse, woher das Team komme. Zudem habe er nach nur einer Woche gemeinsamer Arbeit keine so gute erste Halbzeit erwartet. Damit stellt er die Entwicklung der Mannschaft erkennbar über das reine Ergebnis.
Diese Sicht teilt nicht jeder. Wer auf die Tabelle schaut, sieht eine Mannschaft, die trotz guter Ansätze nicht liefert. Klopp selbst verweist dagegen auf den kurzen Zeitraum, den er mit dem Team arbeiten konnte. Beide Lesarten haben ihre Berechtigung, und genau deshalb fällt die öffentliche Debatte so geteilt aus.
Was die Presse schreibt
Die Medien bewerten den Auftritt überwiegend nüchtern bis kritisch. Bild spricht von einem „Stotter-Start“ für Klopp. Spox urteilt, das Team sei „an sich selbst gescheitert“. Sky richtet den Blick auf die Sorge um das Viertelfinale. Die Zusammenstellung der Pressestimmen stammt von 90min.de.
Auffällig ist, dass sich die Kritik weniger auf einzelne Spieler bezieht als auf das Gesamtbild. Von einem Neustart, der sofort Ergebnisse bringt, ist in den Schlagzeilen wenig zu lesen. Stattdessen dominiert die Frage, wie schnell sich die Mannschaft stabilisieren kann.
Das Thema Chancenverwertung
Klopp steht nach Berichten unter Druck, die Chancenverwertung zu verbessern. Dass Burkardts Tor nicht zählte, hat dieses Thema zusätzlich verschärft. Ein anerkannter Treffer hätte das Spiel womöglich in eine andere Richtung gelenkt. Das lässt sich aber nicht belegen, und an der Gesamtbilanz ändert es ohnehin nichts.
Wie es weitergeht
Die verbleibenden Nations-League-Spiele entscheiden, ob Deutschland die K.o.-Runde erreicht. Rang drei in der Gruppe reicht dafür nicht aus, der Spielraum für weitere Punktverluste ist also klein. Klopp braucht Ergebnisse, um die Skepsis in der Öffentlichkeit zu dämpfen, auch wenn er selbst auf die Entwicklung der Mannschaft verweist.
Einordnung
Ein 0:0 mit aberkanntem Tor ist kein Rückschlag, der das Projekt Klopp grundsätzlich infrage stellt. Es ist aber auch kein Beleg für den erhofften Aufschwung. Wenn aus den guten Phasen verlässliche Ergebnisse werden, verstummt die Kritik schnell. Gelingt das nicht, wird aus dem „Stotter-Start“ mehr als nur ein Etikett.
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Quelle: 90min.de





