Nach dem 0:1 bei FK Bodø/Glimt und dem 2:2 gegen Werder Bremen ist Borussia Dortmund zwei Spiele ohne Sieg. Im Mittelpunkt steht dabei weniger der Gegner als die Frage, wie stark Trainer Niko Kovac seine Startelf verändern sollte. Laut ariva.de hatte er in Norwegen fünfmal gewechselt und vor allem junge Spieler aufgeboten.
Was zur Rotation bekannt ist
Die Faktenlage ist überschaubar, aber klar. Der BVB hat in Bodø seine erste Saisonniederlage kassiert. Kovac hatte seine Startelf an fünf Positionen verändert. Erst nach einem Vierfachwechsel gegen Ende der ersten Stunde kam Dortmund besser ins Spiel. Eingewechselt wurden unter anderem Serhou Guirassy und Julian Ryerson.
Der Trainer ordnete den Abend anschließend selbst ein. Bei DAZN sagte er: „Ich habe die Mannschaft aufgestellt, lief nicht so gut.“ Nach seiner Darstellung fehlte es der Mannschaft an Leidenschaft und Intensität. Damit ist die Rotation nicht nur ein Thema von außen, sondern wurde vom Trainer selbst in die Debatte gebracht.
Warum Rotation grundsätzlich sinnvoll ist
Für Wechsel in der Startelf gibt es gute Gründe. Wer mehrere Wettbewerbe bestreitet, muss Belastung verteilen. Dazu kommt, dass Nachwuchsspieler nur dann Erfahrung sammeln, wenn sie auch tatsächlich spielen. Und ein Kader, dessen Qualität in der Breite genutzt wird, bleibt für alle Beteiligten attraktiv.
Kovac verwies laut ariva.de selbst darauf, dass jeder im Kader die Qualität und die Chance zu spielen habe. Diese Linie ist nachvollziehbar, denn ein Trainer, der Vertrauen verteilt, will Konkurrenzkampf und Verlässlichkeit zugleich.
Wo die Risiken liegen
Das Risiko zeigt sich allerdings genau in solchen Abenden wie in Norwegen. Eine Elf, die so verändert ist, hat weniger eingespielte Abläufe. Gerade in der Anfangsphase eines Auswärtsspiels kann das dazu führen, dass Intensität und Zugriff fehlen. Das beschrieb Kovac nach der Partie als Schwachpunkt.
Hinzu kommt der Eindruck, den der Spielverlauf hinterlässt: Die Wende kam erst mit den Einwechslungen. Das legt nahe, dass die Mischung auf dem Platz nach der Umstellung besser funktionierte als zuvor. Ob das auch an der Zusammensetzung der ursprünglichen Elf lag, bleibt eine Bewertung. Belegen lässt sich nur der zeitliche Zusammenhang.
Medien bewerten die Rotation laut ariva.de überwiegend kritisch. Dass die Kritik vor allem auf die Aufstellung zielt und nicht auf einzelne Spieler, ist auch Folge der Aussagen des Trainers, der die Verantwortung auf sich genommen hat.
Die Serie in der Einordnung
Zwei Spiele ohne Sieg sind noch keine Krise. Das 2:2 gegen Bremen und die Niederlage in Bodø ergeben jedoch eine Serie, an der sich die Erwartungen messen lassen. Nach einer starken Phase zu Saisonbeginn reicht ein einzelner Rückschlag, um Fragen zu stellen. Zwei Rückschläge in Folge verstärken sie.
Wichtig ist, was daraus folgt. Ein Rückschlag nach einer rotierten Elf beweist nicht, dass Rotation grundsätzlich falsch ist. Er zeigt vor allem, wie sensibel das Gleichgewicht zwischen Entlastung und Stabilität ist. Je größer die Zahl der Wechsel, desto höher die Anforderung an Abstimmung und Einstellung.
Was sich bei der Startelf ändern könnte
- Weniger Wechsel: Kovac könnte im nächsten Pflichtspiel auf eine stabilere Grundformation setzen und nur gezielt verändern.
- Mehr Routine: Spieler wie Guirassy und Ryerson, die in Bodø die Wende einleiten sollten, stehen nach der Partie stärker im Blickfeld.
- Klare Rollen: Junge Spieler könnten gezielt in Spielen eingesetzt werden, in denen die Rahmenbedingungen mehr Fehlertoleranz zulassen.
Welche dieser Möglichkeiten Kovac tatsächlich wählt, ist offen. Fest steht nur, dass er im nächsten Pflichtspiel eine Antwort liefern muss, ob er die Rotation zurückfährt und wie der BVB nach zwei Spielen ohne Sieg reagiert.
Fazit
Die Niederlage in Bodø ist für Dortmund ein Dämpfer, aber kein Beinbruch. Die Aufarbeitung hat der Trainer selbst begonnen. Entscheidend ist nun, ob daraus eine veränderte Startelf und eine bessere Intensität folgen. Die Rotation bleibt dabei ein Werkzeug, dessen Dosierung sich in den kommenden Wochen beweisen muss. Der BVB hat Zeit, die Antwort auf dem Platz zu geben, aber nicht unbegrenzt.
- BVB-Coach Kovac gesteht Fehler nach 0:1 gegen Bodö/Glimt ein
- BVB: Niko Kovac verlängert bis 2029 in Dortmund
- BVB: Kovac sieht nach 2:2 gegen Bremen zwei Einladungen
Quelle: ariva.de





