BVB-Coach Kovac gesteht Fehler nach 0:1 gegen Bodö/Glimt ein

Redaktion Fussballpuls
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Niko Kovac stellt sich nach der Niederlage von Borussia Dortmund in der Champions League vor seine Mannschaft und nimmt die Schuld auf sich. Beim 0:1 gegen FK Bodö/Glimt am Mittwochabend lag der BVB-Trainer nach eigener Einschätzung mit seiner Startelf falsch. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sprach er offen über seine Entscheidungen und darüber, was für ihn schiefgelaufen ist.

Kovac übernimmt die Verantwortung für die Aufstellung

Kovac machte deutlich, wen er für den schwachen Auftritt verantwortlich macht. „Ich habe die Mannschaft aufgestellt beziehungsweise ausgewählt und es lief nicht so gut. Bis zur 60. Minute haben wir nicht stattgefunden“, sagte der Coach auf der Pressekonferenz. Nach seiner Darstellung fand der BVB also über eine Stunde lang keinen Zugriff auf die Partie.

Der Trainer sprach nicht von Pech oder einem unglücklichen Spielverlauf. Er benannte seine eigene Auswahl als Grund für die Niederlage. Damit richtet sich der Blick auf die Entscheidungen an der Seitenlinie und nicht auf einzelne Spieler.

Der späte Vierfachwechsel

Die Wende sollte ein Vierfachwechsel bringen. Nach den Einwechslungen übernahm der BVB laut Kovac die Kontrolle über das Spiel. Für ein besseres Ergebnis reichte das nicht mehr: Die Umstellung kam aus Sicht des Trainers zu spät.

Kovac beschreibt damit zwei Phasen. In der ersten Stunde fand Dortmund nach seinen Worten nicht statt, in der Schlussphase bestimmte die Mannschaft die Partie stärker. Den Unterschied sieht er in der Besetzung auf dem Platz. Dass er den Zeitpunkt der Wechsel selbst als zu spät einstuft, ist Teil seiner Selbstkritik.

Fünf Wechsel in der Startelf

Vor der Partie hatte Kovac seine Anfangsformation auf fünf Positionen verändert. Der Vorwurf, der zweite Anzug des BVB sitze nicht, steht seitdem im Raum. Der Trainer wollte diese Kritik nicht gelten lassen und stellte sich hinter seinen Kader.

„Wir haben einen großen Kader und jeder einzelne, der im Kader ist, hat auch die Berechtigung hier zu sein. Aber wir haben heute sicher mit denen, die gespielt haben, nicht richtig gelegen. Aber ich bin derjenige, der das entschieden hat, und ich übernehme die volle Verantwortung.“

In dieser Aussage trennt Kovac zwischen der Qualität des Kaders und der konkreten Zusammenstellung des Abends. Die Spieler nimmt er aus der Schusslinie, die Entscheidung über die Elf schreibt er sich selbst zu. Er spricht ausdrücklich von der Besetzung dieses einen Spiels und nicht von einer grundsätzlichen Abkehr von Rotation.

Was sich aus den Aussagen ablesen lässt

Zu den Ursachen im Detail hat Kovac nach den vorliegenden Informationen nichts gesagt. Welche Rolle die fünf Wechsel in der Startelf spielten, bleibt daher seine Einschätzung. Von außen lässt sich das auf Basis der Pressekonferenz nicht abschließend beurteilen. Belegt sind drei Punkte:

  • Kovac nennt seine Aufstellung als Grund für die schwache erste Stunde.
  • Nach dem Vierfachwechsel kontrollierte der BVB laut Kovac das Spiel.
  • Er räumt ein, dass dieser Wechsel zu spät kam.

Offen ist, ob ein früherer Eingriff den Spielverlauf verändert hätte. Dazu äußerte sich Kovac nicht, er stellte lediglich fest, dass es zu spät war.

Die Folgen für die nächsten Wochen

Dass ein Trainer öffentlich Fehler einräumt, ist im Profifußball nicht selbstverständlich. Kovac schützt mit seiner Aussage die Spieler, die auf dem Platz standen, denn er übernimmt die Verantwortung für die Auswahl selbst. Gleichzeitig macht er sich angreifbar. Die Frage nach der richtigen Besetzung wird ihn nun begleiten, wenn der BVB das nächste Mal rotiert.

Für Dortmund zählt jetzt, wie die Mannschaft in den kommenden Partien auftritt. Die Schlussphase gegen Bodö/Glimt zeigt nach Kovacs Darstellung, dass mehr möglich ist, als die Mannschaft in der ersten Stunde zeigte. Ob und wie der Trainer seine Aufstellung für die nächsten Spiele ändert, ist bislang nicht bekannt.

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Quelle: fussballtransfers.com

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