Bericht: Bayern soll Wirtz geprüft haben – Rückkehr denkbar?

Redaktion Fussballpuls
6 Minuten Lesezeit

Der FC Bayern soll sich laut einem Bericht des englischen Portals Teamtalk weiter mit Florian Wirtz beschäftigen. Der Nationalspieler des FC Liverpool soll sich demnach eine Rückkehr in die Bundesliga vorstellen können, falls die Münchner einen konkreten Vorstoß wagen. Bestätigt ist nichts, und ein Wechsel ist nach aktuellem Stand alles andere als nah.

Wirtz in Liverpool: Zwischen Hoffnung und Erwartungsdruck

Am Mittwochabend gewann der FC Liverpool in der Champions League beim Linzer ASK mit 6:3. Wirtz soll dabei laut Spielbericht einen Treffer vorbereitet und eine weitere Großchance kreiert haben. Das war ein ordentlicher Auftritt, mehr aber auch nicht. Der Offensivspieler wird in England sehr genau beobachtet, denn Liverpool hat ihn im Sommer 2025 für eine Ablöse von rund 125 Millionen Euro von Bayer Leverkusen geholt. An dieser Summe wird jede Leistung gemessen, und bislang bleibt Wirtz nach Einschätzung vieler Beobachter hinter dem zurück, was man sich von ihm erhofft hatte.

Ob mit dem Auftritt in Linz schon der Knoten geplatzt ist, bleibt fraglich. Von Wirtz werden konstant gute Leistungen in der Premier League und regelmäßige Scorerpunkte erwartet. Solange das ausbleibt, dürften auch die Spekulationen über einen möglichen Abschied von der Anfield Road nicht abreißen.

Was Teamtalk über ein angebliches Bayern-Interesse berichtet

Laut Teamtalk verfolgen die Verantwortlichen des FC Bayern die Situation des Spielmachers weiterhin aufmerksam. An der Säbener Straße soll man dem Bericht zufolge das Gefühl haben, dass sich Wirtz eine Rückkehr in die Bundesliga durchaus vorstellen könnte, wenn die Bayern einen konkreten Vorstoß wagen. Eine Aussage von Wirtz selbst dazu liegt nicht vor. Es handelt sich um eine Einschätzung, die das englische Portal den Münchnern zuschreibt.

Die anhaltenden Schwierigkeiten des Offensivspielers in Liverpool sollen angeblich sogar Diskussionen in der Chefetage der Münchner ausgelöst haben. Die Personalie soll demnach einem Check unterzogen worden sein. Geprüft worden sein soll, ob ein Transfer mit Blick auf Kaderzusammenstellung, Gehaltsstruktur und finanziellen Aufwand überhaupt infrage käme.

Ob dieser Check schon ein Ergebnis hatte oder ob es noch kein abschließendes Urteil gibt, bleibt dem Bericht zufolge offen. Es handelt sich um Berichte und nicht um bestätigte Fakten. Der FC Bayern hat sich nach unserem Kenntnisstand nicht offiziell zu einem konkreten Interesse geäußert.

Rummenigge äußerte sich zuletzt skeptisch zu den Kosten

Karl-Heinz Rummenigge hatte sich bereits Ende des vergangenen Monats zu der Position geäußert, auf der Wirtz spielt. Sinngemäß verwies er darauf, dass Bayern dort bereits mehrere Optionen habe, darunter Jamal Musiala und Serge Gnabry. Es sei fraglich, ob man für das Geld, das Wirtz wahrscheinlich kosten würde, noch einen weiteren Spieler holen müsse. Den Namen Wirtz nannte er dabei im Zusammenhang mit dem Preis, ausgeschlossen hat er einen Transfer damit nicht ausdrücklich.

Diese Aussage lässt vermuten, dass Bayern bei Wirtz vorerst nicht aktiv wird. Sie belegt es aber nicht, denn Äußerungen in der Öffentlichkeit und interne Überlegungen müssen sich nicht decken. Ein Interesse im Hintergrund ließe sich damit nicht ausschließen, ein baldiger Vorstoß erscheint aber unwahrscheinlicher.

Liverpool soll nicht verkaufsbereit sein

Hinzu kommt die Haltung der Engländer. Laut Teamtalk zeigt sich Liverpool aktuell nicht verkaufsbereit. An der Anfield Road soll man weiterhin fest von Wirtz und seinen Fähigkeiten überzeugt sein. Die hohe Investition aus dem Vorjahr soll gesichert werden, weshalb eine Trennung bei den Reds laut Bericht offenbar noch kein Thema ist.

Ohne die Zustimmung des abgebenden Klubs ist ein Transfer ohnehin nicht möglich. Bei einer Ablöse in dieser Größenordnung wäre ein Verkauf unter Wert zudem ein Eingeständnis, auf das kaum ein Verein freiwillig hinarbeitet. Dass Liverpool seine Haltung ändert, würde also vermutlich weitere schwache Auftritte von Wirtz und einen deutlich wachsenden Druck voraussetzen.

Einordnung: Ein Gerücht mit begrenzter Aussicht

Die Meldung zeigt vor allem, wie groß der Druck auf Wirtz in England ist. Dass Bayern ihn beobachten soll, ist nachvollziehbar, denn ein deutscher Nationalspieler mit seinem Talent bleibt für jeden Topklub interessant. Konkrete Schritte sind laut Bericht aber nicht erkennbar.

Gegen einen schnellen Deal sprechen mehrere Punkte:

  • Rummenigges Hinweis auf die vorhandenen Offensivoptionen und die zu erwartenden Kosten
  • die angeblich fehlende Verkaufsbereitschaft des FC Liverpool
  • die erwartbar enorme Ablöse, die auch die Gehaltsstruktur der Münchner belasten würde

Die Geschichte dürfte erst richtig Fahrt aufnehmen, falls Wirtz in Liverpool weiter nicht überzeugt und die Reds ihre Haltung überdenken. Bis dahin bleibt es bei einem Bericht mit begrenzter Aussicht auf Realisierung, den wir als Gerücht einordnen.

Über ein mögliches Bayern-Interesse an Wirtz war bereits vor wenigen Tagen spekuliert worden. Neu ist diesmal vor allem der angebliche interne Check der Münchner, über den Teamtalk berichtet, sowie die Angabe, Liverpool sei nicht verkaufsbereit. Beides stammt allein aus dem Bericht und ist nicht unabhängig bestätigt.

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Quelle: fussballtransfers.com

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