Niclas Füllkrug (33) schießt sich zurück in die Debatte um die Nationalmannschaft: Beim 2:2 von Werder Bremen gegen den SC Paderborn traf der Stürmer doppelt und erzielte damit in fünf Bundesliga-Spielen in Folge mindestens ein Tor. Nach dem Auftritt wird der Ruf nach einem DFB-Comeback unter Bundestrainer Jürgen Klopp lauter.
Laut 90min fehlen Füllkrug noch zwei weitere Spiele mit Torerfolg, um die Serie von Rudi Völler zu erreichen. Dass Völler zuletzt die Tür für formstarke Bundesliga-Torjäger geöffnet hat, verleiht der Debatte zusätzliches Gewicht.
Zwei Treffer, ein Punkt: Füllkrugs Auftritt gegen Paderborn
Werder und Paderborn trennten sich 2:2. Füllkrug sorgte mit einem Doppelpack dafür, dass seine persönliche Serie hielt. Er lieferte damit genau das, was von einem Mittelstürmer erwartet wird: Tore in einem Spiel, in dem seine Mannschaft sie brauchte.
Fünf Ligaspiele in Folge mit Torerfolg sind für einen Angreifer in seinem Alter bemerkenswert. Die Serie fällt in eine Phase, in der Füllkrug Argumente für eine Rückkehr in die Nationalelf sammelt. Schon vor dem Spiel hatte er sich für ein Comeback unter Klopp angeboten. Mit den beiden Treffern gegen Paderborn untermauert er diesen Anspruch.
Die Lage im DFB-Angriff
Hintergrund der Diskussion ist die Nations League. Dort tat sich die Nationalmannschaft im Angriff zeitweise schwer: Laut 90min blieben Kai Havertz, Burkardt und Woltemade ohne Tor. Das heißt nicht, dass die Mannschaft insgesamt torlos geblieben wäre. Andere Spieler trafen, doch aus Sicht des Portals fehlt es im Zentrum an Durchschlagskraft.
90min-Autor Fabian Küpper argumentiert, Füllkrug sei ein Stürmertyp, den der aktuelle Kader sonst nicht biete. Das Portal fordert entsprechend, er müsse sofort zurück ins DFB-Team. Das ist eine klare Position, aber die Meinung eines Autors und keine Entscheidung des Verbands.
Was Völler sagt
Von besonderem Interesse ist, was Völler zu Füllkrug gesagt hat. Laut 90min äußerte er: „Wenn er solche Tore macht – warum nicht? Kopfballstark ist er ja.“ Das ist keine Zusage, aber auch keine Absage, sondern eine Einschätzung, die an die Bedingung geknüpft ist, dass Füllkrug weiter trifft.
Laut 90min hatte Völler zuvor grundsätzlich die Tür für formstarke Bundesliga-Torjäger geöffnet. Füllkrug passt in dieses Raster, denn er bringt aktuell genau die Form mit, um die es dabei geht.
Klopps Entscheidung im November
Der nächste Termin steht fest: Im November nominiert Klopp den kommenden Kader. Ob Füllkrug dabei ist, ist offen. Bis dahin bleiben ihm noch einige Bundesliga-Spiele, um seine Torreihe auszubauen. Eine öffentliche Aussage des Bundestrainers zu Füllkrug liegt bislang nicht vor. Wie Klopp die Personalie sieht, bleibt daher unklar.
Was für und was gegen eine Nominierung spricht
Für Füllkrug spricht zunächst seine Form: Er trifft seit fünf Ligaspielen, zuletzt doppelt. Hinzu kommt sein Profil, das laut 90min im aktuellen Kader fehlt. Auch Völlers Offenheit lässt sich als Hinweis darauf lesen, dass formstarke Angreifer beim DFB gehört werden.
Auf der anderen Seite stehen Einschränkungen. Fünf Spiele sind eine Momentaufnahme und kein Beleg dafür, dass er der Nationalmannschaft sofort weiterhilft. Zudem ist offen, welche Rolle Klopp einem klassischen Strafraumstürmer in seinem System zudenkt. Und schließlich ist die Forderung von 90min eine Stimme in der Debatte, kein Maßstab für die Kaderplanung.
Fazit
Füllkrug hat mit seinem Doppelpack gegen Paderborn seine Serie verlängert und sich als Thema für die November-Nominierung ins Gespräch gebracht. Ob das reicht, entscheidet Klopp. Eine Berufung wäre nachvollziehbar, vor allem wenn die Torreihe hält. Sicher ist sie nicht.
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Quelle: 90min.de





