RB Leipzig hat Eintracht Frankfurt am 5. Spieltag der Bundesliga mit 6:0 geschlagen. Das Ergebnis klingt nach einem Debakel, und für Frankfurt war es auch eines. Die Zahlen zeigen aber ein ungewöhnliches Bild: Die Gäste hatten mehr Ballbesitz, mehr Pässe und mehr Ecken. Leipzig hatte die Tore.
Schon in der 1. Minute stand es 1:0, zur Pause 4:0. Christopher Nkunku erzielte einen Dreierpack und prägte die Partie, die um 18:30 Uhr angepfiffen wurde. Wir ordnen ein, wie es zu diesem Ergebnis kam und was die Statistik über die Effizienz beider Teams verrät.

Leipzig trifft früh und vor der Pause dreifach
Die Partie war praktisch nach fünf Minuten entschieden. In der 1. Minute traf Ezechiel Banzuzi, die Vorlage kam von Neil El Aynaoui. In der 5. Minute bediente Antonio Nusa dann Christopher Nkunku, der auf 2:0 stellte. Frankfurt hatte sich noch nicht sortiert, da lag es bereits zwei Tore zurück.
Danach ließ Leipzig es ruhiger angehen, bis kurz vor der Pause die nächsten Treffer fielen. Nkunku schlug in der 41. und in der 44. Minute zu und machte seinen Dreierpack perfekt. Zur Halbzeit stand es 4:0. In der 27. Minute hatte El Aynaoui die einzige Gelbe Karte der Leipziger gesehen.
Frankfurt reagierte zur Pause mit einem Doppelwechsel: Elias Niklas Baum kam für Robin Koch, Younes Ebnoutalib für Keita Kosugi. Der erhoffte Effekt blieb aus. In der 54. Minute erhöhte Nusa nach Vorlage von Banzuzi auf 5:0. Baum sah in der 62. Minute Gelb, Ansgar Knauff in der 76. und Raphael Onyedika Nwadike in der 84. Minute.
Auch Leipzigs Wechsel wirkten. In der 58. Minute kamen Nicolas Seiwald und Benjamin Henrichs für El Aynaoui und Ridle Baku, in der 64. Minute Tidiam Gomis und Max Finkgräfe für Nkunku und Nusa. In der 89. Minute legte Henrichs auf, Gomis traf zum 6:0-Endstand. Beide Joker waren damit direkt an einem Tor beteiligt.

Frankfurt mit mehr Ball, Leipzig mit der Verwertung
Wer nur die Zahlen zum Spielaufbau liest, würde kaum auf 6:0 tippen. Frankfurt kam auf 54 Prozent Ballbesitz, Leipzig auf 46 Prozent. Die Eintracht spielte 484 Pässe bei einer Quote von 86 Prozent, Leipzig 428 Pässe bei 87 Prozent. Bei den Ecken führten die Gäste mit 6:3.
Bei den Abschlüssen lag Leipzig nur knapp vorn:
- Schüsse insgesamt: 20 zu 18 für Leipzig
- Schüsse aufs Tor: 10 zu 9 für Leipzig
- Schüsse daneben: jeweils 5
- Geblockte Schüsse: 5 bei Leipzig, 4 bei Frankfurt
- Fouls: 16 bei Leipzig, 13 bei Frankfurt
- Abseits: 1 bei Leipzig, 2 bei Frankfurt
Den Unterschied machte die Verwertung. Leipzig brachte zehn Schüsse aufs Tor und traf sechsmal. Frankfurt hatte neun Versuche aufs Tor, doch Leipzigs Torhüter kam auf neun Paraden, die Eintracht blieb ohne Treffer. Frankfurts Keeper dagegen wehrte nur vier Schüsse ab. Bei den Karten stand es 1:3 gegen die Gäste, rote Karten gab es keine.

Nkunku mit Dreierpack der Mann des Spiels
Christopher Nkunku ist der Spieler des Spiels. Er traf in der 5., 41. und 44. Minute und legte damit früh den Grundstein und sorgte kurz vor der Pause für die Vorentscheidung. In der 64. Minute wurde er ausgewechselt, da war die Partie längst entschieden.
Eine lobende Erwähnung verdient Antonio Nusa. Er bereitete das 2:0 von Nkunku vor und erzielte selbst das 5:0 in der 54. Minute. Ezechiel Banzuzi traf zum 1:0 und legte Nusas Tor auf, kam also ebenfalls an zwei Treffern direkt heran. Tidiam Gomis und Benjamin Henrichs schließlich bildeten als Einwechselspieler das Duo hinter dem letzten Tor.

Was das 6:0 für Leipzig und Frankfurt bedeutet
Für Leipzig ist das Ergebnis nach fünf Spieltagen ein deutliches Ausrufezeichen. Sechs Tore, vier davon vor der Pause, und das trotz weniger Ballbesitz: Die Mannschaft ist offensiv in der Lage, wenige Chancen konsequent zu nutzen.
Frankfurt muss vor allem die frühen Gegentore aufarbeiten. Zwei Treffer in den ersten fünf Minuten machten den Plan der Gäste früh zunichte, und in der Defensive stimmte an diesem Abend zu wenig. Ein Doppelwechsel zur Pause brachte keine Wende.

Einordnung: Effizienz schlägt Ballbesitz
Dieses Spiel zeigt, wie wenig Ballbesitz und Passzahlen über den Ausgang aussagen. Frankfurt war bei Pässen, Ecken und Ballbesitz vorne und hatte neun Schüsse aufs Tor. Leipzig traf bei zehn Versuchen sechsmal, auch weil Frankfurt in den ersten fünf Minuten und kurz vor der Pause zu leicht Tore zuließ.
Für Leipzig steht ein Offensivauftritt mit Nkunku, Nusa und Banzuzi im Mittelpunkt, dazu ein Torhüter mit neun Paraden. Für Frankfurt bleibt die Aufgabe, aus der Überlegenheit am Ball auch Tore zu machen und die Anfangsphase zu stabilisieren.
Die ganze Analyse im Video
Das Video zeigt die Analyse des 6:0 mit Datengrafiken zu Toren, Statistik und Spieler des Spiels, aufbereitet ohne Spielbilder.
Direkt auf YouTube ansehen: RB Leipzig – Eintracht Frankfurt 6:0: Nkunku-Dreierpack, Frankfurt ohne Ertrag. Grundlage für Text, Grafiken und Video sind die Spieldaten von API-Football, Highlightly und OpenLigaDB.





