Der FC Bayern München hat einen neuen Gesellschafter: Die Viessmann Generations Group steigt bei der FC Bayern München AG ein. Der Rekordmeister gab das am Donnerstag, 22. Oktober 2026, in einer offiziellen Mitteilung bekannt. Berichten zufolge soll der Klub dafür 250 Millionen Euro erhalten.
Das letzte freie Anteilspaket
Das Münchner Familienunternehmen übernimmt das letzte Anteilspaket, das der Klub noch zu vergeben hatte. Ursprünglich umfasste es fünf Prozent der AG. Da die Transaktion über eine Kapitalerhöhung läuft, verändert sich die Rechnung allerdings. Der FC Bayern schreibt auf seiner Website: „Da die Transaktion im Zuge einer Kapitalerhöhung erfolgt, ergibt der rechnerische Wert dieser Beteiligung dann knapp 6,7 Prozent.“
Das bedeutet: Viessmann bekommt nominal mehr als die ursprünglich geplanten fünf Prozent, weil durch die Kapitalerhöhung neue Anteile geschaffen werden und sich die Verhältnisse in der AG entsprechend verschieben.
250 Millionen Euro: Was bekannt ist
Die Summe von 250 Millionen Euro stammt aus Medienberichten. Eine Bestätigung des Vereins gibt es in der Mitteilung nach bisherigem Stand nicht. Die Zahl taucht aber nicht zum ersten Mal auf: Schon im Sommer hatten dpa, „Bild“ und der „Münchner Merkur/tz“ berichtet, der FC Bayern plane den Verkauf der restlichen fünf Prozent und könne dafür rund 250 Millionen Euro einnehmen. Damals äußerte sich der Verein auf Anfrage der dpa nicht zu den Berichten.
Laut „Bild“ handelt es sich beim Käufer nicht um den bisherigen Bayern-Sponsor Viessmann Climate Solutions, sondern um die Viessmann Generations Group. Deren Chef Max Viessmann sitzt demnach bereits im Verwaltungsbeirat des Vereins.
So sieht die Aktionärsstruktur aus
An den Mehrheitsverhältnissen ändert sich nichts. Der FC Bayern e. V. behält weiterhin 70 Prozent der Anteile an der FC Bayern München AG. Zu den weiteren Gesellschaftern zählen bereits Audi, Adidas und die Allianz SE. Mit Viessmann kommt nun ein Familienunternehmen aus München dazu, das seinen Sitz in der Heimatstadt des Klubs hat und zugleich über das Sponsoring seit Längerem mit dem Verein verbunden ist.
Die Struktur folgt einem Muster, das der Klub seit Jahren verfolgt: Anteile an der Profifußball-AG gehen an langjährige Partner aus der Wirtschaft. Als Vergleich dient die Allianz, die bei einem früheren Anteilsverkauf 8,33 Prozent für 110 Millionen Euro übernahm. Auch damals folgte auf den Verkauf eine Kapitalerhöhung.
Was der Einstieg für den Verein bedeutet
Für den FC Bayern ist der Deal vor allem finanziell relevant. Eine Summe in dieser Größenordnung stärkt die Handlungsfähigkeit des Klubs, ohne dass der Verein die Kontrolle abgibt. Wofür das Geld konkret eingesetzt werden soll, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor. Auch zu möglichen Bedingungen oder Mitspracherechten des neuen Gesellschafters gibt es bislang keine Angaben.
- Neuer Gesellschafter: Viessmann Generations Group
- Anteil: ursprünglich 5 Prozent, rechnerisch knapp 6,7 Prozent nach der Kapitalerhöhung
- Kaufpreis: laut Berichten 250 Millionen Euro, nicht offiziell bestätigt
- Anteil des Vereins: weiterhin 70 Prozent
Einordnung
Mit dem Einstieg von Viessmann ist die Öffnung der AG für Investoren abgeschlossen: Das letzte verfügbare Paket ist vergeben. Der Verein hat damit seine Linie durchgezogen, nur strategische Partner aus der Region und dem eigenen Umfeld zu beteiligen und die Mehrheit von 70 Prozent beim e. V. zu belassen. Entscheidend wird sein, wie der Klub die Mittel nutzt. Offen bleibt außerdem, ob die Summe von 250 Millionen Euro offiziell bestätigt wird. Klar ist schon jetzt: Der FC Bayern bleibt finanziell auf einer Ebene, die nur wenige europäische Klubs erreichen.
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Quelle: fussballtransfers.com





