Füllkrug: Völler kann sich DFB-Comeback vorstellen

Redaktion Fussballpuls
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Niclas Füllkrug könnte noch einmal ein Thema für die deutsche Nationalmannschaft werden. Rudi Völler, Sportdirektor des DFB, hat sich im „Sport1-Doppelpass“ offen für eine Rückkehr des 33-jährigen Stürmers gezeigt. Anlass war Füllkrugs Treffer für Werder Bremen beim 2:2 gegen Borussia Dortmund am Freitagabend.

Völlers Aussagen im Doppelpass

Auf die gute Leistung des Angreifers angesprochen, hob Völler zunächst dessen Kopfballstärke hervor. „Kopfbälle kann er, das ist schonmal Fakt. Wenn er solche Tore erzielt – ja, warum nicht?“, sagte er im „Sport1-Doppelpass“. Zugleich erklärte er, dass Jürgen Klopp die kommenden Spiele des Stürmers verfolgen werde.

Damit liefert der Sportdirektor eine neue Wortmeldung zu einem Thema, das Füllkrug seit Längerem begleitet: die Frage, ob er noch einmal das DFB-Trikot tragen wird. Neu ist nicht die Diskussion an sich, sondern dass sich mit Völler eine Person äußert, die im Verband Gewicht hat. Er legt sich allerdings auf nichts fest.

Völler bremst die Erwartungen

Der Sportdirektor ließ es nämlich nicht bei der Offenheit bewenden. Man dürfe nicht vergessen, dass man über die Europameisterschaft in zwei Jahren rede und Füllkrug bis dahin nochmals älter sei. Gleichzeitig verwies er auf eine Eigenschaft, die für den Stürmer spricht: Er habe bewiesen, dass man ihn immer reinschmeißen könne. Damit beschreibt Völler eine Rolle, die für einen Turnierkader nicht unwichtig ist, nämlich die eines Spielers, der auch aus der Reservistenrolle heraus Wirkung entfalten kann.

Am Ende stellte Völler klar, dass seine Worte nicht nur für den Bremer gelten. Für alle Kandidaten gelte: „Gute Leistungen in der Bundesliga helfen.“ Es ist ein Satz, der wenig Spielraum für Interpretationen lässt. Er verspricht niemandem etwas, und er schließt auch niemanden aus.

Einordnung der Völler-Worte

Völlers Äußerungen sind keine Einladung, sondern ein offenes Türchen. Er knüpft eine mögliche Rückkehr klar an anhaltende Leistungen und verweist auf das Alter des Stürmers mit Blick auf die EM. Eine Nominierung ist damit nicht angekündigt, und konkrete Pläne von Klopp lassen sich aus den Aussagen nicht ablesen. Völler sagte lediglich, dass der Trainer die kommenden Spiele verfolgen werde.

Interessant ist der Zeitpunkt. Füllkrug hat mit seinem Tor gegen Dortmund auf sich aufmerksam gemacht, und der Doppelpass bot die passende Bühne, um die Frage nach der Nationalmannschaft zu stellen. Dass der DFB-Sportdirektor den Stürmer nicht von vornherein ausschließt, zeigt, dass der Name im Verband weiterhin eine Rolle spielt. Zugleich ist der Hinweis auf das Alter nicht zu überhören. Bis zur EM in zwei Jahren ist es noch ein weiter Weg, und ein Spieler, der heute 33 ist, müsste über diesen langen Zeitraum konstant überzeugen.

Hinzu kommt, dass Völler mit dem Verweis auf die Bundesliga einen klaren Maßstab setzt. Gemeint sind offenkundig nicht einzelne Highlights, sondern Leistungen über mehrere Wochen und Monate. Ein Kopfballtor, so sehenswert es auch war, ist in dieser Logik zunächst nur ein Hinweis, kein Beweis. Entscheidend wird sein, ob Füllkrug seine Form hält und ob Klopp bei seinen Beobachtungen zu einem ähnlichen Urteil kommt wie sein Sportdirektor.

Was jetzt zählt

Für Füllkrug bedeutet das zunächst vor allem eines: weiter liefern. Die Bundesliga ist nach Völlers Worten die Bühne, auf der über eine Rückkehr entschieden wird, und Werder dürfte ihm dafür genügend Gelegenheiten bieten. Jede Partie in den kommenden Wochen kann zum Argument für oder gegen ihn werden, ohne dass sich vorhersagen ließe, wie stark die einzelnen Auftritte tatsächlich gewichtet werden.

Für den DFB wiederum ist die Aussage eine bequeme Position. Völler hält die Tür offen, ohne sich zu binden, und lässt Klopp alle Freiheiten. Sollte der Stürmer in den nächsten Spielen weiter treffen, wird die Debatte vermutlich neu aufflammen. Bleibt er unauffällig, dürfte das Thema schnell wieder an Bedeutung verlieren. Bis dahin bleibt es bei einer Aussicht, nicht mehr.

Dass die Aussagen bei vielen Fans auf Interesse stoßen dürften, liegt auf der Hand: Füllkrug hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er mit seiner körperlichen Präsenz und seinem Kopfballspiel eine Option sein kann, die im Kader sonst nicht jeder bieten kann. Ob das für die EM in zwei Jahren reicht, lässt sich heute nicht seriös sagen. Völler selbst hat es auch nicht versucht.

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Quelle: fussballtransfers.com

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