Die Torwartfrage beim FC Bayern beschäftigt vor dem Champions-League-Spiel bei Viking Stavanger am Dienstag (21 Uhr) weiter. Auf der Pressekonferenz am Montag sagte Trainer Vincent Kompany, dass Manuel Neuer an diesem Tag nicht trainiert. Eine ausdrückliche Namensnennung für das Tor gab es in der zitierten Passage nicht.
Laut fussballtransfers.com wird deshalb Jonas Urbig in Norwegen spielen. Das ist die Deutung des Portals, eine Bestätigung des Vereins liegt nicht vor.
Kompany: Neuer hat etwas am Fuß gespürt
Kompany begründete den Trainingsverzicht mit einer Beschwerde. Er sagte auf der Pressekonferenz:
„Manuel Neuer trainiert heute nicht, er hat etwas am Fuß gespürt. Daher ist die Frage, wer morgen im Tor stehen wird, ganz schnell beantwortet. In dieser Phase der Saison hat es keinen Sinn, dass wir Risiko eingehen.“
Der Trainer stellt den Ausfall im Training damit als Vorsichtsmaßnahme dar. Über die Art und Schwere der Beschwerde am Fuß ist bislang nichts Näheres bekannt. Ebenso ist offen, wie lange Neuer pausieren könnte und ob er bei den nächsten Spielen wieder zur Verfügung steht. Fest steht nur die Aussage Kompanys, dass der Klub in der aktuellen Phase der Saison kein unnötiges Risiko eingehen möchte.
Was Kompanys Aussage für das Tor bedeutet
Kompany sagte, die Frage nach dem Torhüter sei „ganz schnell beantwortet“. Daraus liest fussballtransfers.com ab, dass Urbig im Tor stehen wird. Offiziell bestätigt ist das nicht. Üblicherweise gibt der Verein die Aufstellung erst kurz vor dem Anpfiff bekannt.
Urbig soll laut dem Bericht zuletzt bei der deutschen Nationalmannschaft überzeugt haben. Sollte er in Stavanger tatsächlich auflaufen, wäre es ein Einsatz in der Champions League, also in der Königsklasse des europäischen Vereinsfußballs.
Der Hintergrund: Neuers Patzer in Augsburg
Die Personalie fällt in eine Phase, in der über die Nummer eins im Bayern-Tor diskutiert wird. Neuer hatte beim 2:2 der Münchner in Augsburg gepatzt. Nach Angaben von fussballtransfers.com wurden in den vergangenen Tagen Stimmen lauter, die eine Wachablösung im Tor des FCB forderten.
Wichtig für die Einordnung: Als Grund für das ausgefallene Training nennt Kompany eine körperliche Beschwerde. Von einer sportlichen Entscheidung wegen der Leistung in Augsburg war in seinen zitierten Worten keine Rede.
Eberl: „Manu ist unsere Nummer eins“
Auch Sportvorstand Max Eberl äußerte sich laut dem Bericht am Montag zur Lage im Tor. Er sagte:
„Manu ist unsere Nummer eins, wird es auch bleiben. Und was dann in Zukunft passiert, das wird man dann sehen.“
Eberl bekennt sich damit zu Neuer als aktuellem Stammtorhüter, lässt die Zukunft aber ausdrücklich offen. Eine Torwartwende hat der Verein nach diesen Worten nicht eingeleitet.
Als wahrscheinlichstes Szenario bezeichnet fussballtransfers.com, dass Urbig zur neuen Saison die Nachfolge als Nummer eins antritt, sobald Neuer seine Karriere beendet. Das ist eine Einschätzung des Portals und keine Aussage des Vereins. Ein Zeitpunkt für ein Karriereende ist nicht bekannt.
Einordnung
Aus den Aussagen vom Montag lassen sich drei Dinge festhalten. Erstens trainiert Neuer wegen einer Beschwerde am Fuß nicht, und der Trainer will kein Risiko eingehen. Zweitens nannte Kompany in der zitierten Passage keinen Namen für das Tor am Dienstag; dass Urbig spielt, ist eine Schlussfolgerung des Berichts. Drittens hält der Verein laut Eberl an Neuer als Nummer eins fest.
Offen bleibt, wie ernst die Beschwerde ist und wann Neuer wieder ins Training einsteigt. Antworten darauf könnten bis zum Spiel in Stavanger folgen. Bis dahin sind Kompanys und Eberls Aussagen die einzigen belegten Informationen.
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Quelle: fussballtransfers.com





