Der FC Bayern hat am 7. Spieltag der Bundesliga beim SC Freiburg mit 3:1 gewonnen. Dayot Upamecano und Serge Gnabry stellten vor der Pause auf 2:0, nach einem Eigentor von Tom Bischof in der 82. Minute wurde es noch einmal knapp. Michael Olise entschied die Partie in der Nachspielzeit der 90. Minute.
Auf dem Papier wirkt das Duell ausgeglichen, denn beide Teams kamen auf 17 Torschüsse. Die Daten zeigen aber, wo der Unterschied lag: Die Münchner brachten deutlich mehr Versuche aufs Tor und erspielten sich die klar besseren Chancen.

Bayern legt vor, Freiburg kommt per Eigentor heran
Die Gäste gingen in der 16. Minute in Führung. Upamecano traf, Olise legte vor. Kurz vor der Pause, in der 42. Minute, erhöhte Gnabry auf 2:0, die Vorlage kam von Nathaniel Brown. Damit hatten Olise und Brown je einen Anteil an den beiden Treffern der ersten Halbzeit.
Freiburg musste früh auf der Hut sein: Lucas Höler sah in der 25. Minute die Gelbe Karte, Jan-Niklas Beste folgte in der 55. Minute. Nach der Pause wechselten die Gastgeber mehrfach. In der 57. Minute kam Igor Matanović für Höler, in der 58. Minute ersetzte Rihito Yamamoto Patrick Osterhage. Später kamen Cyriaque Irié für Beste (64. Minute) sowie Vincenzo Grifo und Maximilian Rosenfelder (beide 77. Minute).
Bayern wechselte in der 61. Minute doppelt: Sacha Boey kam für Josip Stanišić, Ismael Saibari für Gnabry. Auch Jonathan Tah wurde in der 65. Minute verwarnt. In der 82. Minute fiel dann der Anschluss: Bischof traf ins eigene Tor, es stand 2:1. Freiburg blieb dran, doch in der Nachspielzeit der 90. Minute traf Olise zum 3:1-Endstand. Maximilian Eggestein sah zuvor in der 85. Minute noch Gelb, womit Freiburg auf drei Verwarnungen kam, Bayern auf eine.

Gleich viele Schüsse, aber mehr Qualität bei Bayern
Beide Mannschaften schlossen 17-mal ab. Der Unterschied zeigt sich in der Verwertung dieser Versuche:
- Schüsse aufs Tor: Bayern 9, Freiburg 5
- Geblockte Schüsse: Freiburg 7, Bayern 1
- Erwartete Tore (xG): Bayern 2,44, Freiburg 1,07
- Ballbesitz: Bayern 56 Prozent, Freiburg 44 Prozent
- Pässe: Bayern 524 (Quote 84 Prozent), Freiburg 405 (Quote 82 Prozent)
- Ecken: Bayern 6, Freiburg 5
- Fouls: Bayern 11, Freiburg 9
- Paraden: Freiburg 6, Bayern 5
Sieben der 17 Freiburger Abschlüsse wurden geblockt, bei Bayern war es nur einer. Die Münchner kamen damit deutlich häufiger zu freien Schüssen. Ihr xG-Wert von 2,44 liegt klar über dem der Gastgeber mit 1,07. Mit drei erzielten Toren übertraf Bayern diesen Wert sogar leicht.
Bayern hatte zudem mehr vom Ball und spielte rund 120 Pässe mehr, bei einer minimal besseren Passquote. Die Zahlen bei Ecken und Passquote liegen eng beieinander, die Partie wurde bei den Schüssen aufs Tor und der Chancenqualität entschieden.

Olise beteiligt sich an zwei Toren, Saibari und Matanović mit vielen Schüssen
Spieler des Spiels ist laut Daten Michael Olise. Er erzielte das 3:1, bereitete das 1:0 von Upamecano vor und gab drei Schüsse ab, zwei davon aufs Tor. Außerdem gewann er sieben seiner zwölf Zweikämpfe und stand über die vollen 90 Minuten auf dem Platz.
Gnabry traf in 61 Minuten zum 2:0 und kam auf drei Schüsse, einen davon aufs Tor. Upamecano erzielte nicht nur das erste Tor, er gewann auch sieben von 15 Zweikämpfen und spielte 63 Pässe, von denen 58 ankamen. Brown gab beim 2:0 die Vorlage und brachte in 73 Minuten alle zwei Schüsse aufs Tor.
Auffällig war auch Ismael Saibari: In nur 29 Minuten kam der Einwechselspieler auf vier Schüsse, zwei davon aufs Tor, und gewann alle drei Zweikämpfe. Auf Freiburger Seite stach Igor Matanović hervor. Er gab in 33 Minuten vier Schüsse ab, zwei davon aufs Tor, und gewann sieben von elf Zweikämpfen.

Bayern übernimmt die Spitze, Freiburg auf Platz drei
Mit dem Sieg steht der FC Bayern nach sieben Spielen mit 17 Punkten und einer Tordifferenz von plus 19 auf Platz eins und hat die Tabellenführung von Borussia Dortmund übernommen. Dortmund hat ebenfalls 17 Punkte, aber nur eine Tordifferenz von plus 8.
Freiburg steht mit 13 Punkten und plus 7 Toren auf Rang drei. Bayer 04 Leverkusen hat ebenfalls 13 Punkte, aber nur plus 4 Tore, und liegt damit dahinter. Dicht dran sind RB Leipzig mit 12 Punkten (plus 9) und Werder Bremen, ebenfalls mit 12 Punkten (plus 1).

Einordnung: Chancenqualität entscheidet
Dass es an Schüssen keinen Unterschied gab, täuscht über den Spielverlauf hinweg. Bayern brachte neun Versuche aufs Tor, ließ nur einen Schuss blocken und erspielte sich einen xG-Wert von 2,44. Freiburg kam auf 1,07 und scheiterte häufig schon am Block. Der Sieg der Münchner ist damit auch über die Daten gut zu begründen.
Für die Tabelle bedeutet das: Bayern übernimmt die Spitze vor Dortmund. Beide haben 17 Punkte, doch die Tordifferenz von plus 19 gegenüber plus 8 verschafft den Münchnern den Vorsprung. Freiburg hat als Dritter dank der besseren Tordifferenz Leverkusen hinter sich. Wie schnell sich das in dieser engen Spitzengruppe ändern kann, zeigen die Abstände dahinter.
Die ganze Analyse im Video
Das Video analysiert Freiburg gegen Bayern mit Datengrafiken zu Toren, Statistik, Spielerwerten und Tabelle. Spielbilder gibt es nicht.
Direkt auf YouTube ansehen: SC Freiburg vs. FC Bayern 1:3: Olise-Tor in Minute 90 besiegelt es. Grundlage für Text, Grafiken und Video sind die Spieldaten von API-Football, Highlightly und OpenLigaDB.
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