Der FC Bayern München fühlt sich finanziell für jeden Transfer gerüstet. Klub-Boss Jan-Christian Dreesen machte in der Sport Bild deutlich, dass selbst Verpflichtungen von mehr als 100 Millionen Euro kein Problem wären – sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Gleichzeitig arbeitet der Rekordmeister an Vertragsverlängerungen mit Harry Kane und Michael Olise.
Rückenwind vor dem Topspiel gegen den BVB
Der Zeitpunkt der Aussagen ist brisant: Am Samstag (18:30 Uhr) trifft der FC Bayern in der Bundesliga auf Borussia Dortmund. Während sich der BVB am Dienstagabend im DFB-Pokal nur mit Mühe gegen Werder Bremen durchsetzte (3:2), reisen die Münchner mit viel Selbstvertrauen in das Duell. Der Ballon-d’Or-Gewinn von Starstürmer Harry Kane (33) sorgt für zusätzlichen Auftrieb im Umfeld des Klubs.
Neuer Anteilseigner bringt frisches Geld
Hinzu kommt eine wirtschaftliche Stärkung: Mit Vliessmann hat der FC Bayern einen neuen Anteilseigner, der laut kolportierten Angaben rund 250 Millionen Euro investiert. Dreesen ordnete die Partnerschaft so ein, dass sie vor allem die langfristige Stärke und Eigenständigkeit des Klubs im internationalen Wettbewerb sichern solle. Zudem eröffne sie Möglichkeiten, den Verein strategisch weiterzuentwickeln.
„Wir können uns jeden Spieler leisten“
Konkret wurde Dreesen beim Thema Transfers. „Wir haben die wirtschaftliche Power, um uns jeden Transfer leisten zu können“, sagte er der Sport Bild. Er schränkte aber ein: Nicht alles, was teuer sei, sei auch gut. Außerdem müsse ein Spieler in die Mannschaft passen. Sinngemäß formulierte er, die Bayern könnten sich jeden Spieler leisten, wollten aber nicht jeden kaufen. Ein Neuzugang müsse vor allem zur Philosophie des Trainers und des Klubs passen. „Nur einen großen Namen zu haben, hilft dir gar nichts“, so der Bayern-Chef.
Die Botschaft ist klar: Geld allein soll keine Transferpolitik bestimmen. Der Klub will Spielraum haben, ihn aber nicht wahllos nutzen.
Kane und Olise: Zwei Themen, zwei Tonlagen
Die wichtigsten Personalien betreffen die beiden Stars der Mannschaft. Kanes Vertrag läuft bis 2027. Hier zeigte sich Dreesen „sehr positiv“. Man habe gute Gespräche geführt und befinde sich aktuell in der Detailarbeit. Eine baldige Einigung scheint damit realistisch, auch wenn es bislang keine offizielle Bestätigung gibt.
Bei Michael Olise (24), dessen Vertrag bis 2029 läuft, klingt es gelassener. Laut Dreesen spreche nichts dagegen, dass der Offensivspieler künftig ebenfalls den Goldenen Ball gewinnen könnte. Der Klub wolle, dass Olise so lange wie möglich in München spielt. „Zu gegebener Zeit“ werde man mit ihm über die Zukunft sprechen. Ein akuter Verhandlungsdruck besteht also nicht.
Einordnung
Dreesens Aussagen sind zugleich Selbstbewusstsein und Signalwirkung. Mit dem frischen Kapital positioniert sich der FC Bayern als finanzstarker Akteur, der im internationalen Vergleich mithalten will, ohne in blinden Aktionismus zu verfallen. Die Betonung der Passung zur Spielidee des Trainers dürfte auch Spekulationen um Großtransfers dämpfen. Sportlich wird das Spiel gegen Dortmund am Samstag ein erster Gradmesser, ob der Rückenwind auch auf dem Platz trägt. Bei Kane dürfte eine Verlängerung nur eine Frage der Zeit sein, bei Olise bleibt der Klub bewusst entspannt.
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Quelle: fussballtransfers.com





