BVB: Cramer lässt Winter-Transfers laut Sport Bild offen

Redaktion Fussballpuls
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Borussia Dortmund lässt sich für den Winter alle Optionen offen, plant laut „Sport Bild“ aber keinen Befreiungsschlag auf dem Transfermarkt. In dem Bericht äußern sich BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer und Sportgeschäftsführer Lars Ricken zur Lage des Klubs. Es geht um mögliche Verstärkungen im Januar und um die Zukunft von vier Leistungsträgern.

Cramer: Wirtschaftlich im Plan

Auf die Frage, ob er ein Budget für den Winter freigibt, wich Cramer laut „Sport Bild“ einer klaren Zusage aus. „Sollte es im Winter Handlungsbedarf geben, sprechen wir darüber“, sagte er im Interview. Der Klub sei aus wirtschaftlicher Sicht absolut im Plan und damit jederzeit handlungsfähig, dies jedoch immer mit einer klaren Devise.

Cramer verwies zudem auf den Kurs der vergangenen Monate. Der BVB befinde sich seit dem vergangenen Winter in einer Phase, in der er sich für die Zukunft aufstelle. Die Kosten seien optimiert worden, gleichzeitig seien die Erlöse gewachsen. Man dürfe sich nicht allein auf Ablösesummen aus England verlassen, davon habe sich der Klub nach eigener Darstellung bereits unabhängiger gemacht.

Wichtig ist dabei, was Cramer nicht sagt: Eine Zusage für ein Winterbudget gibt es laut Interview nicht, aber auch keinen Ausschluss von Transfers. Die Tür bleibt offen, und alles hängt vom Bedarf ab, den der Klub im Verlauf der Saison feststellt.

Kein Überholmanöver auf Kosten der Vernunft

Deutlich wurde Cramer bei der Frage nach dem Abstand zum FC Bayern. Man mache „kein Harakiri, um ein Überholmanöver auf den FC Bayern zu starten“, erklärte er. Ein solches Vorgehen wäre aus seiner Sicht unvernünftig, die Vergangenheit der Klubs habe gezeigt, wie gefährlich das sei. Er sei beruhigt, dass die Sportverantwortlichen das genauso beurteilten. Alle zögen an einem Strang, was der Entwicklung des Vereins guttue.

Damit zeichnet Cramer das Bild eines Vereins, der auf Kontinuität setzt und sich nicht zu riskanten Schritten treiben lassen will. Ein finanzieller Kraftakt, um den Rückstand schnell zu verkürzen, ist nach seinen Worten nicht vorgesehen.

Rechte Seite: Dem Vernehmen nach möglicher Bedarf

Auch wenn Cramer kein Budget beziffert, soll es laut dem Bericht einen konkreten Bereich mit Bedarf geben. Dem Vernehmen nach könnte wegen der dünnen Personalsituation ein neuer Mann für die rechte Seite kommen. Ein Name wird in der Berichterstattung als möglicher Kandidat gehandelt, belegt ist das aber nicht. Es handelt sich bislang um ein Gerücht, eine Bestätigung des BVB gibt es nicht. Zu Konditionen oder dem Stand möglicher Gespräche liegen keine belegten Angaben vor.

Vier Leistungsträger: Gespräche laut Bericht geplant

Parallel sollen in den kommenden Wochen und Monaten laut „Sport Bild“ Verlängerungsgespräche anstehen. Genannt werden Gregor Kobel, Waldemar Anton, Julian Ryerson und Serhou Guirassy. Zu den Vertragslaufzeiten finden sich im Bericht Angaben, die wir nicht unabhängig prüfen konnten. Wir nennen sie deshalb nicht.

Ricken machte die Haltung des Klubs deutlich: „Wir wollen mit diesen Spielern unter den richtigen wirtschaftlichen Bedingungen weiter zusammenarbeiten“, sagte er der „Sport Bild“. Einen Zeitplan nannte er nicht, über den zeitlichen Ablauf gebe man keine Wasserstandsmeldungen ab.

Auffällig ist der Zusatz der wirtschaftlichen Bedingungen. Der BVB signalisiert damit Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit, knüpft sie aber ausdrücklich an Konditionen, die zum eingeschlagenen Kurs passen. Ob und wann es zu Einigungen kommt, ist offen.

Ricken zu Guirassy

Zu Guirassy äußerte sich Ricken ausführlicher. Schon seit dessen Verpflichtung werde über einen möglichen Abschied spekuliert. Nach Rickens Darstellung habe es aber nie ein Gespräch mit dem Spieler oder dessen Beratern gegeben, in dem ein Wechselwunsch Thema gewesen sei. Guirassy wisse, was er am Verein habe, und der BVB wisse, was er an ihm habe. Die Sommer-Neuzugänge zielten zudem darauf ab, den Torjäger stärker in Szene zu setzen. Ricken zeigte sich überzeugt, dass sich das auf dem Platz zunehmend widerspiegeln werde.

Einordnung

Die Aussagen zeigen einen Klub, der Ruhe ausstrahlen will. Cramer schließt Winter-Transfers nicht aus, knüpft sie aber an echten Bedarf und wirtschaftliche Vernunft. Ein großer Einkauf ist damit nicht angekündigt. Denkbar wäre eher eine gezielte Verstärkung, falls sich die Personallage nicht entspannt. Ob das tatsächlich die rechte Seite betrifft, ist offen, denn dazu gibt es bislang nur Berichte aus zweiter Hand.

Wichtiger dürfte die Frage der Personalplanung werden. Mit den vier genannten Spielern will der BVB nach Rickens Aussage weiter zusammenarbeiten, ohne sich unter Druck setzen zu lassen. Dass Ricken einen Wechselwunsch Guirassys klar zurückweist, nimmt Spekulationen vorerst den Wind aus den Segeln.

Für die Fans bedeutet das vor allem: Wer im Januar Spektakel erwartet, wird nach diesen Aussagen eher enttäuscht. Wer Planbarkeit und einen ruhigen Kurs schätzt, findet in den Interviews viele Bausteine dafür. Entscheidend bleibt, wie sich die Personalsituation in den kommenden Wochen entwickelt und ob aus dem Handlungsbedarf, von dem Cramer spricht, tatsächlich konkrete Schritte folgen.

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Quelle: fussballtransfers.com

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