Borussia Dortmund zieht mit einem 3:2 gegen Werder Bremen in die nächste Runde des DFB-Pokals ein. Die Entscheidung fällt erst in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit, in der 90.+3 Minute: Marcel Sabitzer, in der 71. Minute eingewechselt, trifft zum Sieg.
Dabei sah es lange nach einem ruhigen Abend für den BVB aus. Nach 17 Minuten führte Dortmund 2:0, dann glich Niclas Füllkrug innerhalb von drei Minuten per Elfmeter und mit einem weiteren Treffer aus. Die Partie der Runde der letzten 32 begann um 20:45 Uhr.

Dortmund legt vor, Füllkrug dreht die Partie offen
Der BVB startet druckvoll. Serhou Guirassy trifft in der 6. Minute, Julian Ryerson legt vor. In der 17. Minute erhöht Carney Chukwuemeka auf 2:0, Vorlagengeber ist Jobe Bellingham. Danach bleibt es bis zur Pause bei diesem Stand. Die Karten fallen in dieser Phase noch spärlich: Amos Pieper sieht für Bremen in der 24. Minute Gelb, Dortmunds Joey Veerman in der 49. Minute.
In der 57. Minute verwarnt der Schiedsrichter auch Arthur Augusto de Matos Soares, in der 59. Minute wechselt Werder gleich vierfach. Unter anderem kommt Füllkrug für Cédric Itten, dazu kommen Senne Lynen, Mitchell Weiser und Ludovit Reis. In der 64. Minute sieht Ryerson Gelb, in der 65. Minute verwandelt Füllkrug einen Elfmeter zum 1:2. Drei Minuten später legt Youri Regeer auf, und Füllkrug trifft zum 2:2.
Dortmund reagiert in der 71. Minute mit drei Wechseln: Sabitzer, Ethan Nwaneri und Daniel Svensson kommen für Veerman, Chukwuemeka und Ryerson. In der 84. Minute ersetzt Fábio Silva Guirassy. Die Einwechslung von Sabitzer zahlt sich aus, als er in der 90.+3 Minute zum 3:2 trifft.

Die Zahlen sprechen eher für Bremen
Dortmund hat mehr vom Ball: 57 zu 43 Prozent Ballbesitz, dazu 609 Pässe bei einer Quote von 86 Prozent. Bremen kommt auf 478 Pässe und eine Passquote von 82 Prozent. Bei den Ecken steht es 4:3 für den BVB.
Bei den Torschüssen herrscht Gleichstand, beide Teams schließen zwölfmal ab. Der Unterschied liegt in der Genauigkeit:
- Bremen bringt sechs Schüsse aufs Tor, Dortmund vier.
- Sechs Schüsse gehen bei beiden Teams daneben, Dortmund hat zusätzlich zwei geblockte Versuche.
- Dortmunds Torhüter hält viermal, sein Gegenüber einmal.
- Bei den Expected Goals liegt Werder mit 1,59 knapp vor dem BVB mit 1,4.
Der BVB foult 14-mal, Bremen neunmal. Beide Mannschaften sehen je zwei Gelbe Karten, Rote Karten gibt es nicht. Das Ergebnis passt damit statistisch eher zu Bremen, Dortmund nutzt aber seine Momente.

Füllkrug in 31 Minuten am auffälligsten
Spieler des Spiels ist Niclas Füllkrug. Der Bremer steht nur 31 Minuten auf dem Platz, schießt aber zweimal aufs Tor und trifft zweimal, darunter den Elfmeter. Bei den Zweikämpfen gewinnt er drei von sieben.
Auf Dortmunder Seite sticht Serhou Guirassy heraus. Er trifft in der 6. Minute, spielt 84 Minuten und gewinnt sieben von neun Zweikämpfen. Von 34 Pässen kommen 27 an. Jobe Bellingham spielt durch und bringt 43 von 50 Pässen an den Mitspieler, dazu kommt die Vorlage zum 2:0.
Bei Bremen legt Youri Regeer das 2:2 auf. Er kommt auf 32 angekommene Pässe bei 36 Versuchen und zwei Torschüsse. Sabitzer hat in seinen 19 Minuten einen Schuss, und der sitzt: Er geht aufs Tor und ist der Siegtreffer.

Dortmund ist weiter, Bremen ist raus
Der BVB steht in der nächsten Runde des DFB-Pokals. Das Weiterkommen hat Dortmund am Ende vor allem seinem späten Treffer zu verdanken.
Bremen scheidet trotz der Aufholjagd nach dem 0:2 aus. Die starke zweite Halbzeit nimmt die Mannschaft dennoch mit.

Ein Zwei-Tore-Vorsprung, der nicht reicht
Dortmund hatte das Spiel nach 17 Minuten im Griff, gab den Vorsprung aber binnen drei Minuten aus der Hand. Mehr Ballbesitz und die bessere Passquote reichten nicht, um Bremen auf Abstand zu halten. Gegen die Aufholjagd musste der BVB am Ende auch auf seinen Torhüter bauen, der viermal parierte.
Bremen zeigt mit sechs Schüssen aufs Tor und dem höheren Expected-Goals-Wert, dass es mit frischen Kräften jeden Gegner ärgern kann. Das Weiterkommen bleibt dem BVB, der Dortmunder Siegtreffer fällt aber erst in der Nachspielzeit. Ein Zwei-Tore-Vorsprung sollte künftig ruhiger verwaltet werden.
Die ganze Analyse im Video
Das Video zeigt die Partie in Datengrafiken: Tore, Statistik und die auffälligsten Spieler. Spielbilder gibt es nicht.
Direkt auf YouTube ansehen: Dortmund Werder Bremen 3:2: Sabitzer-Tor in der 90. nach Füllkrug-Doppelpack. Grundlage für Text, Grafiken und Video sind die Spieldaten von API-Football, Highlightly und OpenLigaDB.
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