Niclas Füllkrug soll vor der Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft stehen. Laut Sky hat Bundestrainer Jürgen Klopp den 33-Jährigen für die anstehenden Länderspiele eingeplant. Dem Pay-TV-Sender zufolge soll Füllkrug im Aufgebot stehen und die Chance bekommen, sich unter Klopp zu beweisen. Offiziell bestätigt ist das nicht: Die Kaderbekanntgabe wird laut dem Bericht für den 5. November erwartet. Bis dahin handelt es sich um eine Meldung, nicht um eine Entscheidung, die der DFB verkündet hätte.

So liest du die Grafik: Jedes Tortenstück ist ein Wert pro 90 Minuten. Die Zahl im Kästchen ist das Perzentil – 90 heißt: besser als 90 Prozent der Feldspieler der Liga. Rot zeigt den Abschluss (Tore, npxG, Schüsse), Grau die Vorbereitung (Assists, Expected Assists, Key Passes), Gelb die Beteiligung am Spiel (xGChain, xGBuildup).
Warum Füllkrug laut Bericht wieder gefragt sein soll
Der Hintergrund ist eine Torflaute. Die vergangenen vier Länderspiele nutzte Klopp nach Angaben der Berichterstattung als Testlauf, um mehreren Kandidaten auf den Zahn zu fühlen. In allen vier Partien blieben die Stürmer ohne Treffer. Das soll sich in den nächsten Spielen ändern: Am 13. November wartet Serbien, am 16. November folgen die Niederlande.
Parallel dazu wurden die Rufe nach Füllkrug immer lauter. Der Grund ist seine starke Form in der Bundesliga. Auch im DFB-Pokal fiel er zuletzt auf: Am 27. Oktober traf er für Werder Bremen gegen Borussia Dortmund doppelt, in der 64. und in der 68. Minute. Zum Sieg reichte das allerdings nicht, Bremen verlor die Partie mit 2:3. Trotzdem unterstreicht der Auftritt, warum Füllkrug als Kandidat für die Nationalelf gehandelt wird.
Laut Sky hat Klopp die Entwicklung genau verfolgt. Die Torquote des wuchtigen Angreifers soll bei der Entscheidung eine große Rolle gespielt haben.
Zweifel wegen des Alters
Ganz unumstritten war Füllkrug nicht. Zuletzt gab es Zweifel wegen seines Alters. Diese äußerte der Bundestrainer nach Angaben der Berichterstattung sogar öffentlich. Die starke Torausbeute hat die Bedenken zunächst aber offenbar ausgeräumt, so heißt es.
Für einen Trainer, der Kandidaten über mehrere Spiele hinweg getestet hat, dürfte am Ende die Frage zählen, wer Tore liefert. Genau das hat im Angriff der Nationalmannschaft zuletzt gefehlt. Füllkrug bringt Wucht im Strafraum und Erfahrung mit, mit 33 Jahren allerdings nicht mehr die Perspektive eines Nachwuchsspielers. Ob Klopp diese Abwägung tatsächlich zugunsten des Bremers getroffen hat, wird sich erst mit der offiziellen Nominierung zeigen.
Ebnoutalib und Havertz sollen ebenfalls dabei sein
Neben Füllkrug sollen laut den Informationen auch Younes Ebnoutalib (23) von Eintracht Frankfurt und Kai Havertz (27) vom FC Arsenal im Aufgebot stehen. Sollte sich das bestätigen, hätte Klopp drei Optionen für die Spitze. Ob es zusätzlich ein vierter Mittelstürmer in den Kader schafft, ist offen.
- Füllkrug (33): soll laut Sky dabei sein, Bundesliga-Form und Torquote sprechen für ihn
- Ebnoutalib (23): soll als junger Angreifer von Eintracht Frankfurt berücksichtigt werden
- Havertz (27): soll als Spieler des FC Arsenal im Aufgebot stehen
Die drei Namen stehen für unterschiedliche Profile: Füllkrug für Torjäger-Qualitäten im Strafraum, Ebnoutalib für die Zukunft, Havertz für Erfahrung auf höchstem Niveau. Wie Klopp die Rollen verteilen würde, ist bislang nicht bekannt.
Kader soll kleiner werden
Klopp will beim Aufgebot laut Bericht zudem aufräumen. Der letzte Kader zählte noch 44 Spieler, das soll künftig nicht mehr der Fall sein. Wer dem Rotstift des Bundestrainers zum Opfer fällt, soll am Donnerstag enthüllt werden. Für Füllkrug könnte ein schlankerer Kader bedeuten, dass jeder Platz im Angriff besonders genau begründet sein muss.
Einordnung
Sollte sich die Sky-Meldung bestätigen, würde Klopp nach der Testphase stärker auf aktuelle Form und Torgefahr setzen. Für Füllkrug wäre es eine Rückkehr, die vor wenigen Wochen angesichts der Alterszweifel nicht sicher schien. Für den Angriff der Nationalmannschaft wäre es der Versuch, die Torflaute aus den vergangenen vier Spielen zu beenden.
Wichtig bleibt: Bisher beruht alles auf Medienberichten. Weder Klopp noch der DFB haben die Personalie offiziell bestätigt. Erst die Kaderbekanntgabe bringt Gewissheit, auch darüber, wie viele Spieler Klopp insgesamt nominiert und wie viele Stürmer darunter sind. Spätestens am 13. November gegen Serbien und am 16. November gegen die Niederlande zeigt sich dann, ob die Rechnung aufgeht.
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Quelle: fussballtransfers.com





