Joshua Kimmich ist wieder im Blickfeld von Bundestrainer Jürgen Klopp. Laut Berichten gilt der Bayern-Profi nach einer Pause von drei Spielen erneut als Kandidat für den DFB-Kader im November. Am 5. November wird die Nominierung bekannt gegeben. Dann zeigt sich, ob und in welcher Rolle der Kapitän zurückkehrt.

So liest du die Grafik: Jedes Tortenstück ist ein Wert pro 90 Minuten. Die Zahl im Kästchen ist das Perzentil – 90 heißt: besser als 90 Prozent der Feldspieler der Liga. Rot zeigt den Abschluss (Tore, npxG, Schüsse), Grau die Vorbereitung (Assists, Expected Assists, Key Passes), Gelb die Beteiligung am Spiel (xGChain, xGBuildup).
Was bisher geschah
Die Personalie Kimmich begleitet Klopps erste Monate als Bundestrainer. Im Herbst wurde der Mittelfeldspieler für die Länderspiele gegen Serbien und Griechenland aus dem Kader gestrichen. Das geschah, obwohl er nach den vorliegenden Informationen gerne dabeigeblieben wäre. Die Entscheidung sorgte für Diskussionen, weil Kimmich lange eine Schlüsselfigur der Nationalmannschaft war. Er war zudem Kapitän und damit auch das Gesicht des Teams.
Seitdem ist nicht nur die sportliche Frage offen, ob Kimmich weiter zum Kern der Mannschaft gehört. Auch die Kapitänsfrage wurde öffentlich diskutiert. Wer führt das Team an, wenn der bisherige Spielführer nicht im Aufgebot steht? Und was bedeutet eine Streichung für die Rolle, die ein Spieler später wieder ausfüllen kann? Bislang liegt dazu keine offizielle Festlegung vor. Genau deshalb wird die kommende Nominierung so aufmerksam verfolgt.
Sammer lobt die Haltung
Nach der Kaderstreichung meldete sich Matthias Sammer zu Wort. Der frühere Nationalspieler lobte Kimmich für dessen Haltung im Umgang mit der Situation. Statt öffentlich nachzutreten, habe der Profi die Entscheidung professionell aufgenommen. Das kam in der Debatte gut an und stärkte das Bild eines Spielers, der sich dem Team verpflichtet fühlt, auch wenn er nicht auf dem Platz steht.
Für Klopp ist das ein nicht unwichtiger Punkt. Ein Trainer, der eine Mannschaft neu formt, braucht Spieler, die Entscheidungen mittragen. Eine Streichung ohne anschließenden Streit lässt die Tür für eine Rückkehr offen. Ob der Bundestrainer sie nutzt, ist jedoch eine eigene Frage.
Formkurve bei Bayern: Teil der Debatte
Der sportliche Teil der Diskussion ist weniger eindeutig. Laut einer Analyse schwächelte Kimmich bei Bayern zuletzt. Auch das gehört zur Debatte um seine Nominierung. Ein Nationaltrainer schaut auf Leistung und aktuelle Form, nicht nur auf Verdienste. Wer im Verein nicht überzeugt, hat es schwerer, einen Platz im Aufgebot zu begründen.
Zugleich muss man die Kritik einordnen: Eine schwächere Phase ist bei einem Spieler mit Kimmichs Erfahrung noch kein Beleg für einen dauerhaften Leistungsabfall. Sein Profil im Mittelfeld lässt sich nicht einfach ersetzen. Das zeigt auch eine Stimme aus dem Umfeld des DFB.
Reaktionen: Eine besondere Gabe
Laut ran.de hob eine DFB-Legende Kimmichs besondere Qualität hervor. Sie sagte: „Die spielt sonst keiner so wie er.“ Gemeint ist seine spezielle Spielweise. Ob ihn das für Klopps Konzept unverzichtbar macht, bleibt eine Frage der taktischen Ausrichtung. Das Zitat macht aber deutlich, dass Kimmich in der Fachwelt weiter hohes Ansehen genießt.
Was die Nominierung am 5. November verrät
Am 5. November wird sich zeigen, welche Rolle Klopp dem Kapitän zugedenkt. Drei Szenarien sind denkbar:
- Rückkehr als Kapitän: Klopp hält an Kimmich als Spielführer fest und setzt auf Kontinuität.
- Rückkehr ohne Binde: Kimmich ist wieder dabei, aber die Führungsrolle wird neu verteilt.
- Erneute Streichung: Der Bundestrainer bleibt bei seinem Kurs und setzt weiter auf andere Spieler.
Welches Szenario eintritt, ist offen. Die offene Frage lautet: Wird Kimmich wieder nominiert, und bleibt er Kapitän? Offizielle Aussagen dazu gibt es bislang nicht. Alles, was derzeit kursiert, stützt sich auf Berichte und Einschätzungen.
Einordnung
Die Debatte um Kimmich ist mehr als eine Personalie. Sie zeigt, wie Klopp mit Autorität, Erfahrung und Form im Team umgeht. Die Streichung im Herbst war ein deutliches Signal, dass ein Name allein keinen Kaderplatz sichert. Eine Rückkehr wäre aber kein Widerspruch dazu, sondern eher der Beleg, dass der Bundestrainer Leistung und Haltung fortlaufend neu bewertet.
Für Kimmich spricht seine professionelle Reaktion, die von Sammer gelobte Haltung und die Wertschätzung für seine besondere Spielweise. Gegen ihn spricht die zuletzt schwankende Form im Verein. Entscheidend wird sein, ob Klopp ihn als Führungsfigur oder als einen von mehreren Mittelfeldspielern sieht. Die Nominierung am 5. November liefert die erste klare Antwort.
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Quelle: fussballnationalmannschaft.net





