Für Serge Gnabry kommt die Muskelverletzung zur Unzeit: Der Offensivspieler fehlt dem FC Bayern „vorerst“, und Bundestrainer Jürgen Klopp gibt am 5. November sein Aufgebot für die Nations-League-Spiele in Belgrad und gegen die Niederlande bekannt. Gnabry galt für diesen Kader als Kandidat. Laut Medienberichten ist er für die Länderspiele inzwischen kaum noch eine Option. Eine offizielle Aussage des Bundestrainers dazu liegt nicht vor.
Was über die Verletzung bekannt ist
Der FC Bayern hat die Diagnose bestätigt: Gnabry hat sich im Klassiker eine Muskelverletzung im hinteren linken Oberschenkel zugezogen. Eine Ausfalldauer nannte der Klub nicht. Er sprach lediglich davon, dass der Spieler „vorerst“ ausfällt. Diese Formulierung lässt viel Raum, denn sie schließt eine kurze Pause ebenso wenig aus wie einen längeren Ausfall.
Fcbinside schreibt, es sei unklar, ob ein Faserriss oder etwas Schwereres vorliegt. Die genaue Diagnose soll noch folgen. Bis dahin sollte man Prognosen zur Ausfallzeit mit Vorsicht lesen. Der Begriff Muskelverletzung ist ein Sammelbegriff und beschreibt zunächst nur, dass der Muskel betroffen ist, nicht wie stark. Verlässliche Angaben zur Pause gibt es erst nach der ausstehenden Untersuchung und der Mitteilung des Klubs.
Die Quellenlage stützt sich nach aktuellem Stand auf Berichte von Sport1, t-online, fcbinside und 90min. Laut 90min zeichnet Sportvorstand Max Eberl ein düsteres Bild der Verletzungslage beim FC Bayern. Wie sich das konkret auf Gnabry bezieht, geht aus den vorliegenden Berichten nicht eindeutig hervor.
Der Termin, der jetzt zählt: die Nominierung am 5. November
Am 5. November nominiert Klopp den Kader für die beiden Nations-League-Spiele in Belgrad und gegen die Niederlande. Für einen Bundestrainer ist die Nominierung immer eine Abwägung zwischen sportlicher Qualität, Form und Fitness. Bei Gnabry fehlt aktuell die Grundlage dafür, denn weder die genaue Art noch die Dauer der Verletzung sind öffentlich bekannt.
Das bringt Klopp in eine unbequeme Lage. Er kann entweder auf die Diagnose warten oder ohne sie planen. Ob der Bundestrainer vor der Bekanntgabe Kontakt mit dem Bayern-Stab aufnimmt, ist nicht bekannt. Fest steht nur: Die Zeit bis zur Nominierung ist kurz, und der Klub hat die entscheidende Information bislang nicht geliefert.
Laut Medienberichten gilt Gnabry für die anstehenden Länderspiele kaum noch als Option. Das ist eine Einschätzung der Berichterstatter und keine Entscheidung des DFB. Sie klingt nachvollziehbar, weil ein Spieler mit einer frischen Verletzung am hinteren Oberschenkel nicht ohne Weiteres kurzfristig für zwei Länderspiele bereitsteht. Sicher ist es aber erst, wenn Klopp seinen Kader vorstellt.
Was jetzt zu erwarten ist
- Diagnose: Die genaue Diagnose soll noch folgen. Erst dann lässt sich die Ausfallzeit seriös einschätzen.
- Nominierung: Klopp gibt sein Aufgebot am 5. November bekannt. Dann zeigt sich, ob Gnabry dabei ist.
- Länderspiele: Die Partien in Belgrad und gegen die Niederlande sind die nächsten Termine der Nationalmannschaft, für die Klopp planen muss.
Einordnung: Eine Frage der Fitness
Die Faktenlage ist dünn, und das sollte man bei der Bewertung im Blick behalten. Gesichert ist: Gnabry hat eine Muskelverletzung im hinteren linken Oberschenkel, er fällt vorerst aus, und der Klub nennt keine Dauer. Alles Weitere ist bislang offen. Ob ein Faserriss vorliegt, ist unklar. Dass er für die Länderspiele kaum noch als Option gilt, beruht auf Medienberichten.
Nüchtern betrachtet spricht einiges dafür, dass Gnabry im November eher nicht zur Verfügung steht. Das ist aber eine Einschätzung und keine Diagnose. Bei Verletzungen in diesem Bereich wird in der Regel Vorsicht walten gelassen, weil ein zu früher Wiedereinstieg das Risiko eines Rückschlags erhöhen kann. Für alle Beteiligten dürfte deshalb die Gesundheit des Spielers Vorrang haben.
Für Klopp bedeutet das: Er muss am 5. November mit einem Kader planen, der auch ohne Gnabry funktionieren kann. Fällt die Diagnose überraschend harmlos aus, bliebe ihm die Möglichkeit, die Lage neu zu bewerten. Für Gnabry selbst wäre die Verletzung vor allem deshalb bitter, weil er als Kandidat für das Aufgebot galt und nun ausgerechnet vor der Nominierung ausfällt. Die entscheidende Information liefert die ausstehende Diagnose des FC Bayern.
Quellen: 90min.de, Sport1, t-online, fcbinside
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Quelle: 90min.de





