Nations League: Wie Deutschland noch das Viertelfinale erreichen kann

Redaktion Fussballpuls
5 Minuten Lesezeit

Das DFB-Team steht in der Nations-League-Gruppe nach vier Spielen nur auf Platz drei. Nur die ersten beiden Mannschaften erreichen das Viertelfinale, und laut 90min braucht Deutschland dafür wohl zwei Siege aus den verbleibenden Partien in Serbien und gegen die Niederlande.

Bundestrainer Jürgen Klopp gibt seinen Kader für diese beiden Spiele am Donnerstag, 5. November, per Video auf den DFB-Kanälen bekannt. Das hat der DFB am 28. Oktober bestätigt. Bis dahin lohnt sich ein Blick auf die Tabelle und darauf, was sie für die kommenden Wochen bedeutet.

Die Tabelle: Platz drei mit fünf Punkten

Deutschland hat nach vier Spielen fünf Punkte. Die Bilanz lautet ein Sieg, zwei Remis und eine Niederlage. Die Niederlande und Griechenland führen die Gruppe mit jeweils acht Punkten an. Der Rückstand auf die beiden Spitzenteams beträgt damit drei Punkte.

Weil nur die ersten beiden Teams das Viertelfinale erreichen, ist der Spielraum klein. Wer Dritter bleibt, ist raus. Genau in dieser Lage befindet sich das DFB-Team im Moment.

Was zwei Siege bedeuten würden

Die Rechnung lässt sich in wenigen Zeilen aufstellen. Gewinnt Deutschland beide verbleibenden Spiele, steht die Mannschaft am Ende bei elf Punkten. Mit einem Sieg und einem Remis wären es neun Punkte, mit einem Sieg und einer Niederlage acht. Ein Remis in beiden Spielen brächte nur sieben Zähler.

Ob diese Werte für Platz eins oder zwei genügen, hängt von den Ergebnissen der Konkurrenten ab. Das gilt vor allem für die Niederlande und Griechenland, deren Resultate in den anderen Partien Deutschland nicht beeinflussen kann. Die Einschätzung von 90min, dass wohl zwei Siege nötig sind, ist deshalb eine Einordnung des Portals und keine Garantie. Sie zeigt aber, wie wenig Luft nach oben bleibt.

Der Fahrplan bis Mitte November

Der Zeitplan ist eng getaktet:

  • 5. November: Bekanntgabe des Kaders per Video auf den DFB-Kanälen
  • 9. November: Treffen der Mannschaft in Herzogenaurach
  • 13. November: Spiel in Serbien
  • 16. November: Heimspiel in Berlin gegen die Niederlande

Zwischen dem Treffen in Herzogenaurach und dem Spiel in Serbien liegen nur vier Tage. Die Vorbereitungszeit ist also kurz, und die Mannschaft muss schnell zusammenfinden. Drei Tage nach der Partie in Serbien folgt das Duell mit den Niederländern.

Das Duell mit den Niederlanden als Schlüsselspiel

Die Partie am 16. November in Berlin dürfte im Kampf um die vorderen Plätze eine große Rolle spielen. Die Niederlande gehören zu den beiden Teams, die aktuell vor Deutschland liegen. Ein Sieg gegen sie würde Deutschland nicht nur drei Punkte bringen, sondern einem direkten Konkurrenten auch Punkte vorenthalten.

Gerade deshalb ist das Spiel in Serbien so wichtig. Wer dort Punkte liegen lässt, geht mit einem noch größeren Druck in das Heimspiel. Ein Patzer in Serbien würde den Weg ins Viertelfinale sehr schwer machen.

Die Rolle des Kaders

Auch beim Aufgebot gibt es Bewegung. Nach Angaben von 90min könnte es diesmal deutlich kleiner ausfallen als bei Klopps Einstand, als er 44 Spieler nominiert hatte. Demnach wären höchstens 25 Spieler zu erwarten. Bestätigt ist das nicht, denn der DFB hat bislang nur den Termin der Bekanntgabe genannt.

Klopp sagte dazu: „Wir werden nicht zwei verschiedene Spiele mit zwei verschiedenen Mannschaften machen.“ Was das konkret für die Aufstellung heißt, hat er damit nicht gesagt. Ob und wie weit er rotiert, bleibt offen. Daraus lässt sich keine feste Stammformation ableiten.

Seit der ersten Länderspielpause unter dem neuen Bundestrainer wird zudem über Gewinner und Verlierer diskutiert. 90min hat dazu eine Liste veröffentlicht. Wer am 5. November dabei ist und wer nicht, wird erst die Bekanntgabe zeigen.

Was jetzt zählt

Die Lage ist übersichtlich: Deutschland liegt drei Punkte hinter den beiden Spitzenteams und hat noch zwei Spiele. Ein Sieg in Serbien wäre die Grundlage, um im Heimspiel gegen die Niederlande überhaupt noch Druck auf die Spitze auszuüben. Ob am Ende zwei Siege reichen, hängt auch von den Ergebnissen der anderen Teams ab.

Für Klopp geht es damit um mehr als eine Kaderfrage. Er muss in kurzer Zeit eine Mannschaft formen, die Ergebnisse liefert. Wie er diese Aufgabe angeht, wird sich am 5. November zeigen. Bis dahin sind die Angaben von 90min zur Kadergröße nur eine Erwartung, und die Rechnung mit den zwei Siegen bleibt eine Einschätzung des Portals.

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Quelle: 90min.de

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