Niclas Füllkrug hat sich im DFB-Pokal eindrucksvoll in Erinnerung gebracht und die Debatte um eine Rückkehr in die Nationalmannschaft neu entfacht. Beim 2:3 von Werder Bremen bei Borussia Dortmund erzielte der 33-Jährige beide Treffer seiner Mannschaft, einen davon per Elfmeter. Am Ende reichte das nicht: Marcel Sabitzer entschied die Partie in der Nachspielzeit mit einem Freistoß für den BVB. Für Bundestrainer Jürgen Klopp bleibt eine knifflige Frage: Braucht das DFB-Team den Stürmer wieder?
Ein Doppelpack, der nicht belohnt wurde
Füllkrug war an diesem Abend die auffälligste Figur im Bremer Spiel. Beide Werder-Tore gingen auf sein Konto, eines davon vom Elfmeterpunkt. Dass Bremen trotzdem ausschied, lag an der Schlussphase: Sabitzer traf in der Nachspielzeit per Freistoß zum 3:2 für den BVB.
Für den Stürmer ist das eine bittere Konstellation. Zwei Tore in einem Pokalspiel gegen einen Gegner dieser Größenordnung sind eine starke persönliche Bilanz, doch am Ende stand die Niederlage. Dennoch dürfte der Auftritt in der Diskussion um die Nationalmannschaft nachwirken, denn die Tore fielen zu einem Zeitpunkt, an dem über Klopps nächsten Kader gesprochen wird.
Seine Botschaft: bereit, aber ohne Forderung
Zu seiner Perspektive im DFB-Team äußerte sich Füllkrug deutlich. Er sagte:
„Wenn mein Land mich braucht, bin ich für mein Land da. Aber ich bettle nicht darum, ich fordere nichts.“
Der Satz verbindet zwei Aussagen. Füllkrug signalisiert grundsätzliche Bereitschaft, stellt aber zugleich klar, dass er keinen Anspruch auf einen Platz im Kader erhebt. Er überlässt die Entscheidung damit ausdrücklich dem Bundestrainer.
Die Ausgangslage im Nationalteam
Füllkrugs Bilanz im Nationaltrikot kann sich sehen lassen: 14 Tore in 24 Länderspielen. Allerdings hat er seit Juni 2025 kein Länderspiel mehr bestritten. Klopp nominierte ihn zudem nicht für den 44er-Kader. Laut Füllkrug hat ihm der Bundestrainer erklärt, dass es ihm um die Zukunft gehe.
Klopp selbst schloss ein Comeback Füllkrugs zuletzt gegenüber 90min nicht aus, zeigt sich nach den vorliegenden Berichten aber vorsichtig. Eine Zusage ist das nicht, eine Absage aber ebenso wenig.
Medien sehen Argumente für eine Nominierung
In der Berichterstattung wird Füllkrugs Form überwiegend als Argument für eine Berufung gewertet. Zwei Tore gegen den BVB sprechen aus Sicht der Medien dafür, ihn zumindest in Klopps Überlegungen einzubeziehen. 90min fragte zudem, ob Füllkrug selbst überhaupt noch an ein DFB-Comeback glaubt. Seine Aussage nach dem Spiel liefert zumindest einen Hinweis: Resignation klingt anders.
Was jetzt auf Klopp zukommt
Am 5. November wird sich zeigen, ob Klopp den Stürmer trotz seines Alters nominiert. Mehrere Punkte spielen dabei eine Rolle:
- Form: Füllkrug hat gegen den BVB beide Bremer Tore erzielt und sich damit nachdrücklich in Erinnerung gebracht.
- Erfahrung: Mit 24 Länderspielen und 14 Toren kennt er die Abläufe im Nationalteam.
- Zukunftsplanung: Klopps Hinweis, es gehe ihm um die Zukunft, wird häufig als Argument gegen einen 33-Jährigen gelesen.
- Pause im Nationalteam: Seit Juni 2025 stand Füllkrug nicht mehr im Einsatz, der Bundestrainer müsste also eine längere Lücke überbrücken.
Einordnung
Füllkrugs Doppelpack ist mehr als eine Randnotiz einer Pokalniederlage. Er liefert Klopp ein sportliches Argument und zeigt zugleich einen Spieler, der sich in der Kommunikation zurückhält: bereit, aber nicht fordernd. Ob das reicht, hängt davon ab, wie der Bundestrainer Form und Perspektive gewichtet. Eine Nominierung ist nicht selbstverständlich, denn Klopp hat seine bisherige Linie mit der Zukunft begründet. Bis zum 5. November bleibt offen, welche Gewichtung er vornimmt.
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Quelle: flashscore.de





