AZ Alkmaar gegen Juventus Turin: Zwei Schüsse, zwei Tore genügen

Redaktion Fussballpuls
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Grafik: Fussballpuls

Juventus Turin gewinnt in der Europa League bei AZ Alkmaar mit 2:1. Die Gäste nutzten ihre beiden Schüsse aufs Tor und lagen nach 37 Minuten mit 2:0 vorn. AZ dominierte danach den Ball und die Schussstatistik, kam aber erst in der 88. Minute zum Anschlusstreffer.

Das Spiel in Kürze

Die Partie verlief anders, als es der Endstand vermuten lässt. AZ hatte mit 56,4 Prozent mehr Ballbesitz und gab 18 Schüsse ab, Juventus nur 9. Entscheidend war die Verwertung: Juventus brachte zwei Schüsse aufs Tor und erzielte daraus zwei Treffer. AZ traf bei drei Schüssen aufs Tor einmal.

Die Gäste spielten mit einer Dreierkette im 3-4-2-1, AZ trat im 4-3-3 an. Die frühe Führung und das zweite Tor kurz vor der Pause gaben Juventus ein Polster, das für den Rest der Partie reichte.

Die entscheidenden Szenen

  • 19. Minute, 0:1: Teun Koopmeiners trifft mit links aus zentraler Position im Strafraum ins linke untere Eck. Randal Kolo Muani bereitet vor.
  • 37. Minute, 0:2: Kolo Muani erzielt selbst das zweite Tor, ebenfalls mit links aus der Mitte des Strafraums ins linke untere Eck. Nick Woltemade legt auf.
  • 88. Minute, 1:2: Mexx Meerdink verkürzt aus kürzester Distanz mit links. Elijah Dijkstra, der nicht zur Startelf zählte, legt vor.

Platzverweise gab es nicht. Kolo Muani war an beiden Juve-Treffern direkt beteiligt, einmal als Vorlagengeber und einmal als Torschütze.

Das Spiel in Zahlen

  • Ballbesitz: AZ 56,4 Prozent, Juventus 43,6 Prozent
  • Schüsse: AZ 18, Juventus 9
  • Schüsse aufs Tor: AZ 3, Juventus 2
  • Paraden: AZ 0, Juventus 2
  • Pässe: AZ 524 von 584 angekommen (rund 90 Prozent), Juventus 377 von 452 (rund 83 Prozent)
  • Ecken: AZ 4, Juventus 2
  • Fouls: AZ 13, Juventus 20
  • Gelbe Karten: AZ 1, Juventus 3
  • Abseits: AZ 3, Juventus 0

Was die Zahlen hergeben

AZ spielte sauberer und kontrollierter. Die Passquote liegt gut sechs Prozentpunkte über der von Juventus, und die Hausherren holten mehr Ecken. Dazu kommt ein klarer Vorsprung bei den Schüssen.

Dieser Vorsprung sagt aber wenig über die Gefahr aus. Nur drei von 18 Abschlüssen kamen auf das Tor, Juventus-Torhüter Guglielmo Vicario musste dabei zwei Paraden zeigen. Unsere Einschätzung: AZ schoss viel, aber häufig aus wenig aussichtsreichen Lagen. Belegen können wir das mit den vorliegenden Zahlen allerdings nicht, denn zur Chancenqualität, den Expected Goals (xG), liegen uns keine Werte vor. Gesichert ist nur das Verhältnis von Schüssen zu Schüssen aufs Tor.

Juventus ließ dem Gegner den Ball und verteidigte mit viel Körpereinsatz. Mit 20 Fouls und drei Gelben Karten gegenüber 13 Fouls und einer Gelben bei AZ spielten die Gäste die deutlich härtere Partie. Das passt zu einem Team, das mit einer Zwei-Tore-Führung im Rücken den Vorsprung verwaltet. Dass AZ erst in der Schlussphase traf, spricht dafür, dass Juventus die Führung über weite Strecken ohne größere Probleme kontrollierte. Auch das ist eine Einschätzung und keine Messgröße.

Einordnung

Für Juventus ist es ein Auswärtssieg in der Europa League, der auf Effizienz beruht: Jeder Schuss aufs Tor war ein Treffer. Für AZ bleibt die Erkenntnis, dass Ballbesitz und Schussvolumen allein nicht reichen, wenn die Abschlüsse zu selten das Tor treffen und die ersten beiden Gegentore so früh fallen. Der späte Treffer durch Meerdink hielt das Ergebnis eng, am Ausgang änderte er nichts mehr.

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