Im kommenden Transferfenster bereitet sich der FC Bayern München auf eine bedeutende Veränderung seiner Mannschaft vor. Obwohl der Bundesliga-Riese nur gezielte Teamverstärkungen plant, wird auf der Ausgangsseite wohl einiges mehr los sein. Alles in allem könnten die Münchner mit wichtigen Einnahmen winken, denn sieben Verkäufe könnten ihnen bis zu 140 Millionen Euro einbringen.
Die Kandidaten
Zu den potenziellen Säbener-Abgängen zählen mehrere bekannte Gesichter. Im Zentrum der Transfergerüchte stehen folgende Akteure:
Hiroki Ito, der 27-jährige japanische Abwehrspieler, der 2024 von VfB Stuttgart zum FC Bayern wechselte. Aufgrund von Verletzungsproblemen hat Ito es jedoch nicht geschafft, sich fest im Club zu etablieren. Es wird vermutet, dass die Bayern bereit wären, ihn für 20 Millionen Euro abzugeben.
Min-jae Kim, der 29-jährige südkoreanische Innenverteidiger, wechselte einst für 50 Millionen Euro an die Säbener Straße. Obwohl er nicht nach einem Wechsel drängt, könnte der FC Bayern bereit sein, ein Verlustgeschäft zu machen und ihn für 30 bis 40 Millionen Euro abzugeben.
Bryan Zaragoza, der junge Offensive-Mittelfeldspieler, hat trotz seiner Ausleihen zu CA Osasuna, Celta Vigo und aktuell AS Rom nur sieben Einsätze im Bayern-Trikot vorzuweisen. Die Giallorossi sind kaum daran interessiert, ihre Kaufoption über 13 Millionen Euro zu nutzen. Doch der Bundesligist bleibt optimistisch, im Sommer eine ähnliche Summe für den Spanier zu erzielen.
Weitere mögliche Abgänge
Sacha Boey ist ein weiterer möglicher Abgang. Der 25-jährige Rechtsverteidiger spielt derzeit auf Leihbasis für Galatasaray in der Türkei. Der türkische Meister möchte ihn jedoch permanent verpflichten, was durch die Kaufoption über 15 Millionen Euro möglich wäre.
Auch Daniel Peretz, der 25-jährige Torhüter, könnte den Verein verlassen. Obwohl sein Wechsel zum FC Southampton aufgrund eines Spionage-Eklats vorzeitig endete, könnte er dennoch für acht Millionen Euro den Verein wechseln, sofern die Kaufoption aktiviert wird.
Ein weiterer Torhüter, der möglicherweise die Säbener Straße verlässt, ist Alexander Nübel. Bei den Bayern verdient er ein stattliches Jahresgehalt von bis zu elf Millionen Euro, was eine dauerhafte Verpflichtung durch den VfB Stuttgart oder interessierte Premier League-Klubs finanziell schwierig macht. Daher könnte sich der FC Bayern sogar eine Vertragsauflösung vorstellen, hofft aber immer noch, eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro für ihn zu bekommen.
João Palhinha könnte der FC Bayern auch an den Mann bringen. Der 30-jährige Abräumer konnte bei den Bayern nicht die erhoffte Wirkung erzielen, ist aber als Leihspieler von Tottenham Hotspur wieder stark aufgetreten. Für ihn, der 2024 für 50 Millionen Euro unter Vertrag genommen wurde, hofft man noch rund 30 Millionen Euro zu erlösen.
Was kommt als nächstes?
Neben den genannten Spielern könnte der FC Bayern auch andere Spieler zu Geld machen, beispielsweise die Rückkehrer Maurice Krattenmacher, Noel Aseko und Arijon Ibrahimovic. Gerade Aseko und Ibrahimovic erhalten aber voraussichtlich zunächst die Möglichkeit, sich in der Vorbereitung zu beweisen.
Auch um Alphonso Davies ranken sich Abschiedsgerüchte, die bisher jedoch unbestätigt sind. Es ist klar, dass weitere Millionen-Einnahmen es Sportvorstand Max Eberl ermöglichen würden, teure Transferziele zu realisieren. Jetzt bleibt abzuwarten, wie die geplanten Verkäufe ausgehen und welchen Einfluss sie auf die zukünftige Teamzusammensetzung und -strategie haben werden.

