VfB Stuttgart – Atlético Madrid 1:1: Analyse und Statistik

Redaktion Fussballpuls
7 Minuten Lesezeit

Der VfB Stuttgart und Atlético Madrid trennen sich am dritten Spieltag der Ligaphase der Champions League 1:1. Jamie Leweling bringt die Gastgeber in der 36. Minute in Führung, Julián Álvarez gleicht in der 47. Minute aus. Die Vorlage kommt von Ademola Lookman, der zur Pause ins Spiel gekommen war.

Die Geschichte des Abends schreibt aber vor allem die 64. Minute: Morten Hjulmand sieht die Rote Karte, Atlético muss den Rest der Partie zu zehnt bestreiten. Stuttgart hat mehr Schüsse, mehr Ecken und die höheren erwarteten Tore, kommt gegen die dezimierten Madrilenen aber nicht mehr zum zweiten Treffer.

Endstand VfB Stuttgart 1:1 Atlético Madrid – Ergebnisgrafik
Endstand: VfB Stuttgart – Atlético Madrid. Grafik: Dein Fussballpuls

Leweling trifft, Lookman bereitet den Ausgleich vor

Die erste größere Szene des Spiels ist eine Verwarnung: In der 17. Minute sieht Stuttgarts Maximilian Mittelstädt Gelb. Danach gehört die erste Hälfte dem VfB, und in der 36. Minute belohnt sich die Mannschaft. Jamie Leweling trifft zum 1:0.

Atlético reagiert zur Pause und wechselt in der 45. Minute: Ademola Lookman kommt für Jonathan David. Der Wechsel zahlt sich unmittelbar aus. Nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff, in der 47. Minute, legt Lookman für Julián Álvarez auf, der zum 1:1 ausgleicht.

In der 52. Minute bringt Stuttgart Lorenz Assignon für Josha Vagnoman. Den Wendepunkt des Spiels markiert die 64. Minute, als Atlético-Spieler Morten Hjulmand mit Rot vom Platz muss. Ab da spielen die Gäste in Unterzahl.

Beide Trainer wechseln danach mehrfach. Atlético bringt in der 69. Minute Johnny Cardoso für Alejandro Baena Rodríguez, in der 78. Minute kommen Obed Vargas für Álvarez und Robin Le Normand für Pablo Barrios Rivas, in der 87. Minute Alexander Sørloth für Giuliano Simeone Baldini. Stuttgart ersetzt in der 72. Minute Leweling durch Ermedin Demirović und tauscht in der 87. Minute gleich doppelt: Dženan Pejčinović kommt für Deniz Undav, Leo Sauer für Chris Führich. Ein weiteres Tor fällt trotzdem nicht. In der 85. Minute sieht Atlético-Trainer Diego Simeone noch Gelb.

Torfolge und Schlüsselmomente VfB Stuttgart gegen Atlético Madrid
Torfolge: VfB Stuttgart – Atlético Madrid. Grafik: Dein Fussballpuls

Stuttgart dominiert die Zahlen, Atlético die Effizienz

Die Statistik spricht klar für die Gastgeber. Der VfB kommt auf 54 Prozent Ballbesitz und gibt 18 Schüsse ab, Atlético auf zehn. Aufs Tor gehen fünf Stuttgarter gegen drei Madrider Versuche. Neun Stuttgarter Schüsse gehen daneben, vier werden geblockt. Bei Atlético sind es vier Schüsse daneben und drei geblockte.

Auch im Spielaufbau liegt Stuttgart vorn: 512 Pässe mit einer Quote von 89 Prozent stehen 458 Pässen und 83 Prozent bei Atlético gegenüber. Bei den Ecken heißt es 9:4, die erwarteten Tore liegen bei 1,53 zu 0,9. Stuttgart erspielt sich also mehr und bessere Chancen, als das Ergebnis ausdrückt.

Atlético hält dagegen mit vier Paraden, Stuttgart kommt auf zwei. Bei den Fouls steht es 15 zu 7, bei den Abseitsstellungen 2 zu 0. Gelb sieht auf dem Platz ein Stuttgarter, Atlético kassiert dazu die Rote Karte. Trotz der Überlegenheit bleibt es bei einem einzigen Stuttgarter Treffer.

Statistik VfB Stuttgart gegen Atlético Madrid: Ballbesitz, Schüsse und Schüsse aufs Tor
Statistik: VfB Stuttgart – Atlético Madrid. Grafik: Dein Fussballpuls

Álvarez entscheidet, Leweling überzeugt

Spieler des Spiels ist laut den Daten Julián Álvarez. Der Angreifer gleicht in der 47. Minute aus und gibt in seinen 78 Minuten drei Schüsse ab, einen davon aufs Tor. Von 28 Pässen kommen 26 an, dazu gewinnt er drei von sechs Zweikämpfen und setzt sich in zwei Dribblings durch.

Auf Stuttgarter Seite sticht Jamie Leweling heraus. Er erzielt die Führung, schießt zweimal und trifft einmal das Tor. Alle vier seiner Zweikämpfe gewinnt er, außerdem kommt ein Dribbling durch. 17 seiner 22 Pässe erreichen den Mitspieler. Nach 72 Minuten ist sein Arbeitstag beendet.

Bemerkenswert ist auch der Kurzeinsatz von Ademola Lookman. In 45 Minuten gibt er die Vorlage zum 1:1, schießt einmal und gewinnt drei von fünf Zweikämpfen. Von seinen sieben Pässen kommen fünf an.

Spieler des Spiels Julián Álvarez – Daten aus VfB Stuttgart gegen Atlético Madrid
Spieler des Spiels: VfB Stuttgart – Atlético Madrid. Grafik: Dein Fussballpuls

Was das 1:1 für beide Teams bedeutet

Beide Mannschaften nehmen einen Punkt aus dem dritten Spieltag der Ligaphase mit. Für Stuttgart ist das Ergebnis vor allem eine Frage der Chancenverwertung: 18 Schüsse und 1,53 erwartete Tore brachten nur einen Treffer, und das auch gegen einen Gegner, der ab der 64. Minute nur noch zu zehnt spielt.

Atlético darf den Punkt dagegen als Erfolg verbuchen. Die Mannschaft gleicht unmittelbar nach der Pause aus und verteidigt das Remis ab der 64. Minute in Unterzahl. Wie es für Hjulmand nach der Roten Karte weitergeht, wird sich zeigen.

Was das Ergebnis bedeutet: VfB Stuttgart gegen Atlético Madrid
Ausblick: VfB Stuttgart – Atlético Madrid. Grafik: Dein Fussballpuls

Einordnung: Überlegenheit ohne Ertrag

Stuttgart hat bei Schüssen, Ecken, Pässen und erwarteten Toren die besseren Werte und führt zur Halbzeit verdient. Dass daraus nur ein Punkt wird, liegt an Atléticos schneller Antwort durch Lookman und Álvarez und an der Defensive, die auch nach dem Platzverweis stabil bleibt. Vier Paraden bei fünf Schüssen aufs Tor reichen den Gästen.

Gegen zehn Mann ein zweites Tor zu erzwingen, gelingt dem VfB nicht. Atlético nimmt aus einem Spiel, in dem die Zahlen gegen sie sprechen, trotzdem einen Punkt mit. Die Frage, ob Stuttgart gegen zehn Mann zu wenig daraus gemacht hat, beantwortet die Statistik eindeutig mit Ja.

Die ganze Analyse im Video

Das Video zeigt die Analyse des 1:1 zwischen Stuttgart und Atlético mit Datengrafiken zu Toren, Karten, Teamstatistik und den auffälligsten Spielern.

Direkt auf YouTube ansehen: VfB Stuttgart vs Atlético Madrid 1:1: Lookman-Joker bringt den Ausgleich. Grundlage für Text, Grafiken und Video sind die Spieldaten von API-Football, Highlightly und OpenLigaDB.

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