Paris Saint-Germain hat den FC Barcelona am dritten Spieltag der Ligaphase der UEFA Champions League mit 4:2 geschlagen. Lange war die Partie eng, entschieden wurde sie erst in der Schlussphase: Zwischen der 72. und der 86. Minute fielen vier Tore.
Barcelona hatte mit 53 Prozent mehr Ballbesitz, Paris dafür die klar besseren Abschlüsse. 15 der 22 Schüsse landeten auf dem Tor, bei den Gästen waren es nur 5 von 18. Wir ordnen Spielverlauf und Zahlen ein.

Vier Tore in der Schlussphase drehen das Spiel
Die erste Halbzeit blieb zäh. In der 17. Minute sah João Cancelo für Barcelona die einzige Gelbe Karte des Abends. Früh gab es erste Wechsel: In der 20. Minute kam bei Paris Ferrán Torres für Ousmane Dembélé, Barcelona brachte in der 27. Minute Fermín López für Daniel Olmo Carvajal. In der 38. Minute fiel dann das 1:0: Désiré Doue traf nach Vorlage von João Neves.
Nach der Pause glich Barcelona aus. Xavi Espart traf in der 55. Minute zum 1:1, vorbereitet hatte Fermín López, der zuvor eingewechselt worden war. Danach wechselten beide Trainer: Paris nahm in der 59. Minute Marcos Aoás Corrêa und Khvicha Kvaratskhelia vom Feld, für sie kamen Ilya Zabarnyi und Maghnes Akliouche. Barcelona tauschte in der 60. Minute gleich dreimal: Karim Adeyemi, Pablo Martín Páez Gavira und Rodrigo Hernandez Cascante ersetzten Raphael Dias Belloli, Pedri und Marc Bernal.
In der 72. Minute brachte Lucas Hernández Paris wieder in Führung, Doue legte auf. Es war das 2:1. Lamine Yamal glich in der 79. Minute zum 2:2 aus. Nur zwei Minuten später, in der 81. Minute, traf Vitinha zum 3:2. In der 86. Minute machte Fabián Ruiz nach Vorlage von Achraf Hakimi den 4:2-Endstand perfekt. Alle drei Tore der Pariser nach der 59. Minute fielen damit nach den ersten Wechseln beider Seiten, und Paris legte zweimal binnen weniger Minuten nach, nachdem Barcelona herangekommen war.

Statistik: Paris effizienter, Barcelona mit mehr Ball
Barcelona hatte mit 53 zu 47 Prozent mehr Ballbesitz und spielte 537 Pässe bei einer Quote von 88 Prozent. Paris kam auf 481 Pässe und eine Quote von 85 Prozent. Auch bei den Ecken lagen die Katalanen mit 3 zu 2 vorn. Torgefahr ließ sich daraus aber kaum ableiten.
Bei den Schüssen steht es 22 zu 18 für Paris. Entscheidend ist die Verteilung: Die Gastgeber brachten 15 Schüsse aufs Tor, 3 gingen daneben, 4 wurden geblockt. Barcelona zielte nur 5-mal aufs Tor, 8 Versuche gingen vorbei, 5 wurden geblockt. Die erwarteten Tore (xG) liegen bei 3,77 für Paris und 2,22 für Barcelona.
- Paraden: Joan García hielt für Barcelona zehnmal, bei Paris waren es drei.
- Fouls: 11 für Paris, 10 für Barcelona.
- Abseits: 2 für Paris, 1 für Barcelona.
- Karten: Eine Gelbe für Barcelona, keine für Paris, kein Platzverweis.

Doue überragt, Ruiz und Yamal mit Akzenten
Spieler des Spiels ist Désiré Doue. Der Pariser Offensivspieler erzielte ein Tor und bereitete eines vor, gab vier Schüsse ab, zwei davon aufs Tor, und gewann sechs seiner elf Zweikämpfe. Das alles schaffte er in nur 78 Minuten, bis er für Senny Mayulu ausgewechselt wurde.
Fabián Ruiz erzielte das 4:2 und kam auf fünf Schüsse, drei davon aufs Tor. Von seinen 63 Pässen kamen 57 an, in den Zweikämpfen gewann er drei von fünf. Achraf Hakimi legte das Tor vor und kam auf 69 Pässe, 62 davon erreichten den Mitspieler. João Neves bereitete das 1:0 vor und war mit elf Zweikämpfen, davon fünf gewonnen, mittendrin.
Bei Barcelona fiel Lamine Yamal auf. Er traf zum 2:2, gab vier Schüsse ab und gewann neun von 13 Zweikämpfen. Dazu kamen drei Dribblings und 44 angekommene Pässe bei 56 Versuchen.

Was der Sieg für Paris und Barcelona bedeutet
Paris nimmt aus dem dritten Spieltag der Ligaphase einen Sieg mit. Gerade in der Schlussphase zeigte die Mannschaft von Luis Enrique ihre Durchschlagskraft: 15 Schüsse aufs Tor und vier Treffer sprechen für sich.
Barcelona um Trainer Hansi Flick hatte viel Ball, aber nur fünf Schüsse aufs Tor. Defensiv muss die Mannschaft stabiler werden, wenn sie gegen Gegner mit dieser Abschlussqualität bestehen will.

Einordnung: Kaltschnäuzigkeit schlägt Ballbesitz
Die Daten sprechen für den Pariser Sieg. Bei Schüssen aufs Tor (15 zu 5) und erwarteten Toren (3,77 zu 2,22) war Paris deutlich vorn, auch wenn Barcelona mehr Ballbesitz und die höhere Passquote hatte. Joan García verhinderte mit zehn Paraden eine noch höhere Niederlage.
Die Partie kippte in einer Phase von gut einer Viertelstunde, in der vier Tore fielen. Paris nutzte seine Chancen, Barcelona konnte seine Feldvorteile nicht in Gefahr übersetzen. Das 4:2 spiegelt diese Effizienz wider.
Die ganze Analyse im Video
Das Video zeigt die Analyse von Paris Saint-Germain gegen den FC Barcelona in Datengrafiken: Torfolge, Statistikvergleich und die auffälligsten Spieler des Abends.
Direkt auf YouTube ansehen: Paris Saint-Germain vs FC Barcelona 4:2: Vier Tore in 15 Minuten. Grundlage für Text, Grafiken und Video sind die Spieldaten von API-Football, Highlightly und OpenLigaDB.
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