Jürgen Klopp macht sich als Bundestrainer offenbar ein eigenes Bild: Laut fussballnationalmannschaft.net besucht er regelmäßig Bundesliga-Stadien. Dabei soll er auch Kai Havertz beim Champions-League-Spiel zwischen Bayern und Arsenal in Augenschein nehmen, das heute Abend stattfindet. Der Kader für die Länderspiele im November steht noch nicht fest, einen Termin für die Bekanntgabe nennt der DFB bisher nicht.
Klopp soll auf Stadiontour sein
Dass ein Bundestrainer Spiele vor Ort verfolgt, ist nichts Ungewöhnliches. Bei Klopp soll das Vorgehen aber besonders konsequent sein. Dem Bericht zufolge ist er regelmäßig in Bundesliga-Stadien zu Gast, um mögliche Kandidaten live zu sehen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Im Stadion sind Laufwege ohne Ball, der Umgang mit Fehlern, die Reaktion auf Druck und die Körpersprache viel besser zu erkennen als in Zusammenfassungen oder Statistiken.
Welche Spiele Klopp genau besucht hat, geht aus dem Bericht nicht im Einzelnen hervor. Auch die Angaben zum Termin der Besuche sind nicht eindeutig. Fest steht nur: Die Informationen stammen von fussballnationalmannschaft.net, eine Bestätigung des DFB gibt es bislang nicht.
Havertz im Fokus: Bayern gegen Arsenal
Besonders interessant ist der Besuch, der laut Bericht für Havertz geplant sein soll. Das Champions-League-Spiel zwischen Bayern und Arsenal ist ein Duell auf höchstem Niveau. Es gilt damit als guter Prüfstein dafür, wie ein Spieler in einer intensiven Partie auftritt, mit Tempo, Zweikämpfen und hohem Druck.
Für Havertz kommt hinzu, dass er sich laut Bericht zuletzt im Länderspiel gegen die Niederlande verletzt haben soll. Wie schwer die Blessur war und wie weit die Genesung ist, wird im Bericht nicht erklärt. Ein Spieler kann nach einer Verletzung auf dem Papier fit sein und trotzdem noch nicht bei hundert Prozent liegen. Genau das lässt sich im Stadion besser einschätzen als am Bildschirm. Der Auftritt gegen Arsenal wäre für Klopp deshalb auch ein Gradmesser für die körperliche Verfassung.
Die Termine im November
Der Kalender ist dagegen klar. Die Länderspiele im November finden laut dem Bericht am 13. November gegen Serbien und am 16. November gegen die Niederlande statt. Es sind die Spiele, für die Klopp aktuell plant und beobachtet.
Eine lange Kandidatenliste
In der ersten Länderspielphase hatte Klopp insgesamt 44 Spieler in zwei Aufgebote berufen. Das ist eine ungewöhnlich große Zahl und zeigt, wie breit der Bundestrainer zunächst gesichtet hat. Parallel soll er eine Liste mit 57 Kandidaten führen. Darauf stehen laut Bericht unter anderem:
- Deniz Undav
- Kai Havertz
- Nick Woltemade
- Florian Wirtz
- Jamal Musiala
Die Namen zeigen, dass Klopp nicht nur auf Stammkräfte schaut, sondern auch auf Spieler, die sich mit guten Leistungen in den Vordergrund spielen wollen. Wer in den kommenden Wochen auffällt, verbessert vermutlich seine Chancen auf eine Nominierung. Eine feste Regel ist das nicht, sondern eine naheliegende Annahme.
Auch Musiala bleibt ein Thema
Neben Havertz soll sich auch Jamal Musiala im Länderspiel gegen die Niederlande verletzt haben. Auch hier ist offen, wie lange er ausfällt und ob er bis zum November wieder im Rhythmus ist. Zu beiden Spielern liegen keine Aussagen von Klopp vor. Deshalb bleibt es bei den bekannten Fakten, und die Frage der Fitness wird in den nächsten Wochen mit darüber entscheiden, wer im Aufgebot steht.
Wann wird der Kader bekannt?
Der DFB nennt bisher keinen Termin. Erfahrungsgemäß wird das Aufgebot gut eine Woche vor dem ersten Spiel veröffentlicht. Bei einem Spiel am 13. November wäre das etwa Anfang November. Bis dahin bleiben Klopp und seinem Trainerteam noch einige Wochenenden und Europapokal-Abende, um offene Fragen zu klären. Offiziell bestätigt ist dieser Zeitplan nicht, er beruht auf den Abläufen früherer Nominierungen.
Einordnung
Klopps Stadionbesuche passen zu einem Bundestrainer, der sich ein möglichst genaues Bild machen will, bevor er seinen Kader benennt. Der Abend in München ist dafür ein guter Anlass: Ein Topspiel, ein Spieler nach einer Verletzung und ein Bundestrainer auf der Tribüne, sofern der Bericht zutrifft. Was Klopp tatsächlich sieht und wie er es bewertet, wird erst mit der Kaderbekanntgabe sichtbar.
Die offene Frage bleibt, wen er für die Spiele gegen Serbien und die Niederlande nominiert. Bis dahin sind die Angaben aus dem Bericht ein Hinweis auf seine Arbeitsweise, aber keine Vorentscheidung. Wer am Ende fährt, entscheidet allein der Bundestrainer.
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Quelle: fussballnationalmannschaft.net





