Der FC Bayern muss im DFB-Pokal womöglich auf Manuel Neuer verzichten. Ob der 40-jährige Kapitän am Mittwoch (20:45 Uhr) im Spiel gegen den FC Magdeburg zur Verfügung steht, ist nach aktuellem Stand offen. Der Grund ist ein Fußproblem, das den Torhüter schon seit Wochen begleitet und sich zuletzt offenbar wieder bemerkbar gemacht hat.
Danks: „Ich bin mir nicht ganz sicher“
Co-Trainer Aaron Danks gab zum Zustand des Ex-Nationalkeepers einen vorsichtigen Einblick. Er sagte:
„Ich bin mir nicht ganz sicher. Er hatte eine kleine Verschlimmerung am Fuß. Es hängt davon ab, wie viel Zeit es braucht, bis das abklingt. Es könnte im Moment ein bisschen unangenehm für ihn sein, aber ich glaube nicht, dass es zu lange dauern wird.“
Die Aussage lässt zwei Lesarten zu. Einerseits hält sich der Klub bewusst alle Optionen offen, eine Zusage für Mittwoch gibt es nicht. Andererseits ordnet Danks die Beschwerden als kleinen Rückschlag ein und rechnet nicht mit einer längeren Pause. Entscheidend wird sein, wie schnell die Reizung abklingt.
Eine Sehnenreizung mit Vorgeschichte
Neuer hatte in den vergangenen Wochen wegen einer anhaltenden Sehnenreizung im Fuß mehrfach pausieren müssen. Das Problem ist also nicht neu, sondern zieht sich durch den Herbst. Trotzdem stand er zuletzt beim 2:2 gegen den FC Arsenal in der Champions League wieder 90 Minuten auf dem Platz. Das zeigt, dass er grundsätzlich belastbar ist. Die jetzt geschilderte Verschlimmerung zeigt aber auch, dass die Beschwerden nicht vollständig ausgeheilt sind.
Gerade bei einem Spieler in Neuers Alter dürfte das medizinische Team abwägen, ob ein Einsatz im Pokal das Risiko einer längeren Ausfallzeit wert ist. Ob die Münchner so argumentieren, ist offiziell nicht bestätigt. Die Vorsicht in Danks‘ Worten spricht aber dafür, dass die Gesundheit des Torhüters Vorrang hat.
Urbig steht bereit
Sollte Neuer ausfallen, würde Jonas Urbig (23) im Tor stehen. Die Quelle bezeichnet ihn als legitimen Nachfolger des Routiniers. Für den Bayern-Kader ist das eine komfortable Ausgangslage: Mit Urbig steht ein Torhüter bereit, der den Platz einnehmen kann, ohne dass die Planungen für das Pokalspiel grundsätzlich auf den Kopf gestellt werden müssten.
Pokalspiel mit wenig Spielraum
Im DFB-Pokal gibt es keine zweite Chance. Gegen den FC Magdeburg zählt allein das Weiterkommen, und dafür braucht es von der ersten Minute an volle Konzentration. Das gilt unabhängig davon, wer im Tor steht. Der Zeitpunkt der Diagnose ist unglücklich, denn bis zum Anpfiff bleiben nur wenige Tage, um zu klären, ob Neuer wieder schmerzfrei ist.
Einordnung
Die Lage ist weniger dramatisch, als die Schlagzeile klingen mag, aber auch nicht völlig harmlos. Danks‘ Aussagen deuten auf einen kurzfristigen Rückschlag hin, nicht auf eine längere Verletzung. Dennoch verdeutlicht die Entwicklung, wie wichtig die Torhüterfrage für den FC Bayern in dieser Saison werden kann. Neuer ist mit 40 Jahren weiterhin die Nummer eins, doch die wiederkehrenden Fußprobleme machen Urbig zu einer ernsthaften Option. Für das Pokalspiel gilt: Fällt Neuer aus, ist das kein Grund zur Sorge, sondern ein Härtetest für die Nachfolgeplanung. Eine Entscheidung dürfte erst kurz vor dem Spiel fallen.
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Quelle: fussballtransfers.com





