Tresoldi soll im Winter unverkäuflich sein – BVB angeblich dran

Redaktion Fussballpuls
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Um Nicolò Tresoldi wird die Spekulation größer: Laut sport.de gilt der Stürmer des FC Brügge im Winter als „unverkäuflich“. Zugleich soll angeblich auch Borussia Dortmund Interesse an dem 22-Jährigen zeigen. Bestätigt ist das nicht, die BVB-Meldung beruht allein auf Berichten. Und noch immer ist offen, ob Tresoldi künftig für Deutschland oder für Italien aufläuft.

Was über das angebliche BVB-Interesse berichtet wird

Die Meldung stammt laut unserer Recherche von sport.de und wurde Ende Oktober 2026 verbreitet. Demnach soll der BVB den Angreifer auf dem Zettel haben. Eine Bestätigung von Dortmund oder von Brügge gibt es nicht. Auch der Artikel selbst war für uns nicht abrufbar, deshalb lassen sich weder der genaue Veröffentlichungstag noch die Belastbarkeit der Angaben im Detail prüfen. Das Etikett „unverkäuflich“ stammt laut sport.de aus der Berichterstattung und ist keine offizielle Aussage des belgischen Klubs.

Klar ist: Brügge hätte guten Grund, an Tresoldi festzuhalten. Der Stürmer steht dort seit 2025 unter Vertrag, sein Kontrakt läuft laut ZDF bis Sommer 2029. Der Marktwert wird mit rund 35 Millionen Euro beziffert. Ein Verkauf mitten in der Saison käme für den Klub daher wohl nur zu einem sehr hohen Preis infrage. Ob es überhaupt ein konkretes Angebot gibt, ist nach dem aktuellen Stand nicht bekannt.

Hattrick bei Inter als Visitenkarte

Zuletzt hatte sich Tresoldi mit einem Auftritt in der Champions League ins Rampenlicht geschossen. Beim 4:3-Sieg von Brügge bei Inter Mailand erzielte er drei Tore. Laut 90min ist er mit 22 Jahren und 54 Tagen der jüngste deutsche Spieler, dem in der Königsklasse ein Dreierpack gelang. Damit übertraf er Karim Adeyemi.

Auch sonst läuft es: In elf Pflichtspielen steht er bei neun Toren. In der vergangenen Saison wurde er Torschützenkönig der belgischen Jupiler Pro League. Seine Laufbahn begann in Deutschland, die Familie zog 2017 wegen des Jobs seiner Mutter nach Hannover. Bei Hannover 96 wurde er Profi und erzielte in 80 Spielen 14 Tore.

Deutschland oder Italien: Die offene Verbandsfrage

Sportlich ist Tresoldi längst im deutschen Fußball verwurzelt. Er hat 35 Einsätze in deutschen Juniorenteams, davon 27 für die U21 und acht für die U19. Dort fehlen ihm laut ZDF noch zwei Tore zum U21-Rekord von Pierre Littbarski, der auf 18 Treffer kam. Die U21-EM im Sommer 2027 will er mit Deutschland spielen und sich erst danach für eine A-Nationalmannschaft entscheiden.

Die italienische Seite ist aber stark. Sein Vater Emanuele, früher Profi in der Serie A, wurde 1994 mit Italien U21-Europameister. Laut 90min bezeichnet die Gazzetta dello Sport die Entscheidung als „50:50“. Der Vater sagte demnach, sein Sohn werde mit dem Herzen entscheiden. Tresoldi selbst ist seit Kindertagen Fan des AC Mailand, was dem Auftritt gegen Inter eine besondere Note gab. In Italien wuchs nach dem Spiel laut 90min die Hoffnung auf einen Verbandswechsel.

Klopp wartet ab, Kritik von Hitzlsperger

Jürgen Klopp sieht viel Entwicklungspotenzial in dem Stürmer. Er will Tresoldis Entscheidung abwarten, statt ihn aktiv zu überzeugen. Zur schwierigen Lage des Spielers sagte Klopp laut ZDF: „Für einen jungen Kerl ist das wahnsinnig schwierig.“ Tresoldi selbst gibt an, mit Klopp und beiden Verbänden gesprochen zu haben. Eine Festlegung gibt es bislang nicht.

Diese Zurückhaltung blieb nicht unwidersprochen. Unter anderem Thomas Hitzlsperger kritisierte den Ansatz, den Spieler nicht stärker zu umwerben. Die Debatte zeigt, wie sensibel die Personalie beim DFB gesehen wird. ZDF-Expertin Fritzy Kromp hält Tresoldi für eine gute Lösung für das DFB-Team. Sie vermutet zudem, dass ein Wechsel in die Bundesliga eine Rolle bei seiner Entscheidung spielen könnte. Ein Verlust an Italien wäre aus ihrer Sicht „unfassbar bitter“.

Einordnung: Das BVB-Gerücht bleibt ein Gerücht

Die Nachrichtenlage ist dünn, die Spekulation dafür umso größer. Gesichert ist, dass Tresoldi in der Form seines Lebens steckt und dass sowohl der DFB als auch der italienische Verband um ihn werben. Der angebliche Dortmunder Vorstoß ist bislang ein Gerücht, das sich laut unserem Stand allein auf sport.de stützt. Ob der BVB oder ein anderer Klub im Winter ernsthaft anklopft und ob Brügge standhaft bleibt, wird sich erst zeigen, wenn die Wechselperiode näher rückt.

Ein Bundesliga-Wechsel könnte die Verbandsfrage zugunsten Deutschlands beeinflussen, ein Automatismus ist das aber nicht, denn Tresoldi will nach eigener Aussage zuerst die U21-EM 2027 abwarten. Für den DFB heißt das: Geduld, auch wenn die Konkurrenz aus Italien nicht schläft. Entscheidend wird sein, ob sich Tresoldi sportlich und emotional für den Weg in der deutschen Auswahl begeistern lässt.

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Quelle: sport.de

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