Der FC Bayern muss nach dem Klassiker gegen Borussia Dortmund (2:2) auf zwei Offensivkräfte verzichten: Ismael Saibari hat sich einen Riss des Syndesmosebands im rechten Sprunggelenk zugezogen und ist bereits erfolgreich operiert worden. Serge Gnabry erlitt eine Muskelverletzung im hinteren linken Oberschenkel. Beide Spieler werden laut Verein „vorerst fehlen“.
Saibari trifft es am härtesten
Für Ismael Saibari (25) ist die Diagnose ein herber Rückschlag. Der Marokkaner kam im Sommer als Neuzugang zum deutschen Rekordmeister und musste im Spitzenspiel gegen den BVB verletzt vom Platz. Laut Vereinsangaben handelt es sich um einen Riss des Syndesmosebands im rechten Sprunggelenk. Der Eingriff ist demnach bereits erfolgt und verlief erfolgreich.
Eine Syndesmoseverletzung gilt im Fußball generell als langwierig, weil das Band das Sprunggelenk stabilisiert und nach einer Operation sorgfältig aufgebaut werden muss. Einen konkreten Zeitraum für die Rückkehr nennt der Klub allerdings nicht. Es bleibt bei der allgemeinen Aussage, dass Saibari vorerst nicht zur Verfügung steht.
Gnabry einmal mehr ausgebremst
Auch Serge Gnabry (31) fehlt vorerst. Der Offensivspieler zog sich eine Muskelverletzung im hinteren linken Oberschenkel zu. Für ihn ist es ein vertrautes und unerfreuliches Muster: In den vergangenen Jahren warfen ihn immer wieder körperliche Probleme zurück. Wie lange er genau ausfällt, hat der FC Bayern bislang nicht mitgeteilt.
Olise bleibt ein Fragezeichen
Zusätzliche Sorgen bereitet der Gesundheitszustand von Michael Olise (24). Auch er musste gegen Dortmund angeschlagen vom Feld. Der Verein hat sich zu seinem Zustand zur Stunde noch nicht geäußert. Ob es sich um eine Kleinigkeit oder eine längere Pause handelt, ist daher offen. Wichtig ist diese Frage auch deshalb, weil Olise in dieser Saison bereits eine prägende Rolle spielte: Im Supercup im August gegen den BVB (2:1) erzielte er laut Berichten den entscheidenden Treffer.
Was das für die Kaderplanung bedeutet
Ein Klassiker mit drei angeschlagenen Offensivspielern ist für jeden Trainer ein Problem. Fällt neben Saibari und Gnabry auch Olise aus, wird die Auswahl auf den offensiven Positionen spürbar kleiner. Der FC Bayern wird dann auf andere Optionen im Kader zurückgreifen müssen. Der nächste Bundesliga-Spieltag steht laut Spielplan für den 7. November in Mainz an. Ob die Ausfälle dort bereits eine Rolle spielen, hängt auch davon ab, was die Münchner zu Olise noch mitteilen.
Hinzu kommt der Umstand, dass das 2:2 gegen den BVB sportlich ohnehin kein Ergebnis war, das die Bayern-Verantwortlichen zufriedenstellen dürfte. Verletzungen in dieser Phase der Saison verschärfen den Druck zusätzlich, denn die Belastung aus Liga, Pokal und Europapokal wird in den kommenden Wochen hoch bleiben.
Einordnung
Die Meldung des FC Bayern ist nüchtern, aber sie hat Gewicht. Saibari wurde nach seinem Wechsel im Sommer gerade erst in die Mannschaft integriert und muss nun nach der Operation eine längere Reha durchlaufen. Bei Gnabry ist die Dauer der Pause offen, eine Muskelverletzung kann je nach Schwere Wochen kosten. Die größte Unbekannte bleibt Olise. Sollte auch er länger fehlen, wäre die Offensive des Rekordmeisters deutlich geschwächt. Bis der Klub mehr Klarheit schafft, bleibt vor allem abzuwarten, wie die sportliche Leitung auf die Ausfälle reagiert. Konkrete Rückkehrtermine nennt Bayern bislang nicht.
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Quelle: fussballtransfers.com





