AZ Alkmaar gegen Juventus Turin: Ein Gast mit Chancenplus

Redaktion Fussballpuls
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Grafik: Fussballpuls

Am Donnerstag, 5. November 2026, empfängt AZ Alkmaar in der Europa League Juventus Turin. Die Kernfrage: Kann ein Team, das zuletzt zwei Ligaspiele in Folge verloren hat, einem Gegner standhalten, der in der Serie A deutlich mehr Torchancen kreiert als zulässt? Die Daten sprechen eher für die Gäste, auch wenn die jüngsten Ergebnisse von Juventus durchwachsen sind.

Ausgangslage

Beide Teams sind in der Europa League gefordert, die Partie findet im AFAS Stadion statt. Für Juventus liegen Zahlen aus der heimischen Liga vor. Diese Serie-A-Werte sind ausdrücklich keine Europapokal-Werte: Nach zehn Spielen steht Juventus auf Platz 7 mit 17 Punkten und einer Bilanz von fünf Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Die Tordifferenz beträgt +3.

Das ist ein ordentlicher, aber kein dominanter Saisonstart. Juventus bleibt in der Liga hinter den Erwartungen, die man an den Klub richten kann, hat aber eine positive Bilanz.

Formcheck

AZ Alkmaar hat die letzten fünf Pflichtspiele wie folgt bestritten:

  • Europa League: Sieg gegen Hapoel Be’er (Donnerstag, 15.10.)
  • Eredivisie: 2:2 gegen SC Cambuur (Sonntag, 18.10.)
  • Europa League: 4:0 gegen Ararat-Armenia (Donnerstag, 22.10.)
  • Eredivisie: Niederlage gegen den FC Twente (Sonntag, 25.10.)
  • Eredivisie: Niederlage gegen Ajax Amsterdam (Samstag, 31.10.)

Auffällig ist der Unterschied nach Wettbewerb. In der Europa League gewann AZ beide Spiele, zusammen mit 6:1 Toren. In der Eredivisie gab es dagegen ein Remis und zwei Niederlagen. Das passt zu einer Mannschaft, die auf europäischer Bühne Selbstvertrauen holt, im Ligaalltag aber zuletzt an Stabilität verloren hat.

Juventus kommt mit einem Sieg im Rücken: Am Sonntag, 1. November, gewann das Team in der Serie A mit 2:0 gegen den SSC Neapel. Davor stand eine Niederlage bei Genua am Mittwoch, 28. Oktober, nach dem 2:0 gegen Lecce am Sonntag, 25. Oktober. In der Europa League spielte Juventus am Donnerstag, 22. Oktober, 2:2 gegen Stade Rennais. Am Sonntag, 18. Oktober, setzte es zuvor eine 0:3-Heimniederlage gegen Lazio Rom. Die Serie ist wechselhaft: Sieg, Niederlage, Sieg, Remis, Niederlage, in dieser Reihenfolge rückwärts gelesen.

Das sagen die Daten

Aufschlussreich ist der Blick auf die Expected Goals (xG), also die Qualität der Torchancen. Die Zahlen stammen von Understat und beziehen sich auf die Serie A. Juventus erspielt dort im Schnitt 1,37 xG pro Spiel und lässt nur 0,59 xG pro Spiel zu. Diese Differenz von rund 0,8 pro Partie ist ein klares Zeichen für eine solide Struktur, vor allem in der Defensive.

Die letzten fünf Ligaspiele bestätigen das Bild, zeigen aber auch eine Lücke zwischen Chancen und Resultaten:

  • Erzielte Tore: 5 bei zusammen 5,81 xG
  • Gegentore: 6 bei zusammen 3,48 xG gegen

Juventus kassierte in diesem Zeitraum also deutlich mehr Gegentore, als die zugelassenen Chancen erwarten ließen. Besonders deutlich ist das beim 0:3 gegen Lazio, dem lediglich 0,57 xG gegen gegenüberstanden. Auch bei der Niederlage in Genua war das Chancenverhältnis mit 1,26 zu 1,01 xG nicht schlecht. Unsere Einschätzung: Die jüngsten Rückschläge sind eher ein Effizienz- und Glücksthema als ein Zeichen schwindender Qualität.

Worauf es ankommt

Unsere Einschätzung: Juventus hat auf Basis der Liga-Werte das stabilere Gerüst. Wer im Schnitt nur 0,59 xG zulässt, gibt einem Gegner wenig Raum. Das spricht dafür, dass AZ sich Tore hart erarbeiten muss, auch wenn die Mannschaft in der Europa League zuletzt trefferfreudig war. Ein 4:0 gegen Ararat-Armenia ist allerdings nur begrenzt auf einen Gegner dieser Kategorie übertragbar.

Für AZ spricht, dass die Mannschaft im Europapokal bislang in der Spur ist und im eigenen Stadion antritt. Gegen Juventus zählt aber vor allem, die zwei Liganiederlagen in Folge mental auszublenden. Bei Juventus lohnt der Blick auf die Offensive: Phasen mit viel Ertrag (1,95 xG in einem Auswärtsspiel) wechselten sich mit schwachen ab (0,75 und 0,79 xG in den beiden Heimspielen der letzten fünf). Eine konstant hohe Chancenqualität ist damit nicht gesichert.

Anstoß und Ort

Die Partie wird am Donnerstag, 5. November 2026, um 21:00 Uhr im AFAS Stadion angepfiffen.

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