Crystal Palace und die TSG Hoffenheim trennen sich am vierten Spieltag der Ligaphase der Europa League 1:1. Die Gäste gehen früh in Führung, doch die Hausherren retten in der Nachspielzeit noch einen Punkt, und das in Unterzahl.
Alexander Prass trifft in der 7. Minute zum 0:1, Daichi Kamada gleicht kurz vor Schluss aus. Dazwischen liegen eine zähe Partie mit vielen Karten und die Rote Karte für Adam Wharton in der 77. Minute. Die Zahlen zeigen dabei ein enges Spiel, in dem Hoffenheim bei den erwarteten Toren vorne liegt.

Prass trifft früh, Kamada schlägt spät zu
Hoffenheim braucht nur sieben Minuten. Tim Lemperle legt auf, Alexander Prass vollendet zum 0:1. Kurz zuvor hatte Ozan Kabak in der 6. Minute bereits die Gelbe Karte gesehen. Die frühe Führung gibt den Gästen Sicherheit, doch das Spiel wird danach deutlich zerfahrener.
In der 25. Minute verwarnt der Schiedsrichter Wouter Burger, in der 32. Minute folgt Jaydee Canvot auf Seiten von Crystal Palace. Zur Pause bleibt es beim 0:1.
Nach dem Seitenwechsel reagiert Palace in der 55. Minute gleich doppelt: Oscar Mingueza kommt für Anan Khalaili, Eddie Nketiah ersetzt Quinten Timber. Danach nimmt die Zahl der Karten deutlich zu. Adam Wharton sieht in der 58. Minute Gelb, Honest Ahanor in der 60., Yeremy Pino in der 62. und Eddie Nketiah in der 65. Minute. Auf der anderen Seite wird Andrej Kramarić in der 68. Minute verwarnt.
Hoffenheim wechselt in der 70. Minute Adam Daghim für Tim Lemperle ein, in der 76. Minute kommen Bernardo Fernandes da Silva Junior für Alexander Prass und Cajetan Benjamin Lenz für Fisnik Asllani. Palace bringt in der 75. Minute Dario Osorio für Jean-Philippe Mateta und Dwight McNeil für Honest Ahanor.
In der 77. Minute der nächste Einschnitt: Adam Wharton sieht die Rote Karte, Palace spielt fortan zu zehnt. Hoffenheim bringt in der 87. Minute noch Jykese Fields für Wouter Burger, kann die Führung aber nicht über die Zeit retten. In der Nachspielzeit trifft Daichi Kamada zum 1:1.

Die Statistik: Palace am Ball, Hoffenheim gefährlicher
Die Zahlen zeichnen ein ausgeglichenes Bild. Crystal Palace hat mit 55 Prozent etwas mehr Ballbesitz und spielt 509 Pässe bei einer Quote von 82 Prozent. Hoffenheim kommt auf 426 Pässe und eine Passquote von 78 Prozent.
Bei den Abschlüssen liegen die Gäste knapp vorne: 14 Schüsse stehen 13 von Palace gegenüber. Aufs Tor gehen fünf Versuche der Londoner und vier der Hoffenheimer. Je fünf Schüsse gehen daneben, geblockt werden bei Hoffenheim fünf, bei Palace drei. Entsprechend halten die Torhüter drei Schüsse bei Palace und vier bei Hoffenheim.
Die erwarteten Tore sprechen leicht für die Gäste: 1,22 bei Hoffenheim, 0,92 bei Palace. Hoffenheim holt außerdem fünf Ecken, Palace vier.
Auffällig ist die Härte der Partie. Hoffenheim begeht 15 Fouls, Palace 13. Bei Palace häufen sich die Verwarnungen, dazu kommt die Rote Karte für Adam Wharton. Hoffenheim sieht drei Gelbe Karten. Abseits stehen Palace zweimal und Hoffenheim einmal.

Prass und Kamada prägen das Spiel
Im Mittelpunkt steht Alexander Prass. Der Hoffenheimer trifft in der 7. Minute zur Führung und bringt seinen einzigen Torschuss im Tor unter. Dazu kommt er auf 41 Pässe, von denen 33 ankommen, und gewinnt vier seiner sieben Zweikämpfe. Nach 76 Minuten wird er ausgewechselt.
Auch Daichi Kamada verdient Erwähnung. Er spielt durch, gibt zwei Schüsse ab, einer geht aufs Tor, und macht den späten Ausgleich. 36 seiner 37 Pässe kommen an.
Weitere Werte aus den Daten:
- Andrej Kramarić: zwei Schüsse, beide aufs Tor, 48 Pässe und fünf gewonnene von sechs Zweikämpfen.
- Tim Lemperle: eine Vorlage, 12 Zweikämpfe, davon fünf gewonnen, bis zu seiner Auswechslung nach 70 Minuten.
- Jean-Philippe Mateta: drei Schüsse, zwei davon aufs Tor, in 75 Minuten.

Was der Punkt für beide Teams bedeutet
Für Hoffenheim fühlt sich das 1:1 nach einem verpassten Sieg an. Die Mannschaft führt früh, hat mehr Schüsse und die höheren erwarteten Tore, bringt die Führung aber nicht über die Zeit.
Crystal Palace zeigt Moral. Der Ausgleich fällt in Unterzahl, in der Nachspielzeit und nach einem Rückstand, der fast die gesamte Spielzeit Bestand hatte.

Einordnung: Ein Punkt, der Hoffenheim mehr ärgert
Die Daten sprechen leicht für Hoffenheim: mehr Schüsse, mehr Ecken und 1,22 erwartete Tore gegen 0,92. Palace hat mehr vom Ball und die bessere Passquote, kommt aber nicht zu deutlich mehr Gefahr. Ein Remis ist nach den Zahlen ein vertretbares Ergebnis, auch wenn die Gäste die besseren Abschlüsse hatten.
Der Spielverlauf macht den Unterschied. Hoffenheim führt von der 7. Minute an, Palace muss ab der 77. Minute mit einem Mann weniger auskommen und trifft trotzdem. Genau diese Schlussphase entscheidet, wie dieser Punkt bewertet wird.
Die ganze Analyse im Video
Im Video zeigen wir die Partie in Datengrafiken: Tore, Karten, Wechsel, Statistik und die auffälligsten Spieler. Spielbilder gibt es nicht.
Direkt auf YouTube ansehen: Crystal Palace Hoffenheim 1:1: Kamada gleicht in Unterzahl in Minute 90 aus. Grundlage für Text, Grafiken und Video sind die Spieldaten von API-Football, Highlightly und OpenLigaDB.
- Gladbach – Hoffenheim 1:2: Prass entscheidet das Spiel
- RB Leipzig – Manchester City 2:3: Analyse und Statistik
- AEK Athens – Real Madrid 2:3: Analyse und Statistik





