Der SC Freiburg gewinnt am dritten Spieltag der Ligaphase der UEFA Europa Conference League bei Trabzonspor mit 1:0. Das Tor des Abends erzielt Lukas Kübler bereits in der 14. Minute, danach verteidigen die Gäste die Führung über die gesamte restliche Spielzeit.
Die Geschichte des Spiels liegt in der Differenz zwischen Ballbesitz und Abschluss: Trabzonspor hat 61 Prozent des Balls und die höheren erwarteten Tore, bringt aber nur einen Schuss aufs Tor zustande. Freiburg kommt mit deutlich weniger Ballbesitz auf fünf Schüsse aufs Tor und nimmt die drei Punkte mit.

Kübler trifft früh, Trabzonspor findet keine Antwort
Der entscheidende Moment fällt früh. In der 14. Minute trifft Verteidiger Lukas Kübler zum 0:1 für den SC Freiburg. Wer das Tor vorbereitet hat, geht aus den vorliegenden Daten nicht hervor. Mehr Treffer fallen an diesem Abend nicht.
Der Spielverlauf ist danach von Karten und Wechseln geprägt. Bei Trabzonspor sieht Noah Saviolo in der 27. Minute Gelb, Chibuike Nwaiwu folgt in der 53. Minute. Die Gastgeber reagieren in der 58. Minute mit dem ersten Wechsel: Tufan kommt für Batista Mendy. In der 88. Minute ersetzt Bouchouari den Verteidiger Mustafa Eskihellaç. Der Ausgleich gelingt Trabzonspor trotzdem nicht.
Freiburg wechselt in der 61. Minute doppelt: Suzuki kommt für Keisuke Goto, Scherhant für Vincenzo Grifo. In der 73. Minute geht Cyriaque Irié, Beste kommt. In der 87. Minute verlässt der Torschütze Kübler den Platz, für ihn spielt Treu weiter. Zwischen der 68. und der 84. Minute sehen Maximilian Eggestein, Yannick Engelhardt und Jordy Makengo Gelb. Die Schlussphase ist bei den Gästen also von Verwarnungen und frischen Kräften bestimmt, die Führung steht aber nicht mehr ernsthaft zur Disposition.

Ballbesitz für Trabzonspor, Torgefahr für Freiburg
Bei den Kontrollwerten liegt Trabzonspor klar vorn. Die Hausherren haben 61 zu 39 Prozent Ballbesitz, spielen 510 Pässe gegen 318 und kommen auf eine Passquote von 89 Prozent, Freiburg auf 82 Prozent. Auch die erwarteten Tore sprechen für die Gastgeber: 1,33 zu 0,99.
Bei den Abschlüssen kippt das Bild jedoch:
- Schüsse insgesamt: Freiburg 12, Trabzonspor 10
- Schüsse aufs Tor: Freiburg 5, Trabzonspor 1
- Daneben: Freiburg 5, Trabzonspor 6
- Geblockt: Freiburg 2, Trabzonspor 3
- Ecken: Freiburg 4, Trabzonspor 3
- Fouls: Freiburg 17, Trabzonspor 10
- Paraden: Trabzonspor 4, Freiburg 1
Trabzonspor schießt also fast so oft wie Freiburg, trifft das Tor aber nur in einem von zehn Fällen. Sechs Versuche gehen daneben, drei werden geblockt. Freiburg bringt dagegen fast die Hälfte seiner Abschlüsse auf den Kasten. Dass Trabzonspors Torhüter vier Paraden zählt und der Freiburger nur eine, passt zu diesem Bild. Die Gäste verteidigen zudem robust: 17 Fouls stehen zehn auf der anderen Seite gegenüber.

Matanović prägt das Spiel, Kübler entscheidet es
Igor Matanović ist der Spieler des Spiels. Der Stürmer gibt drei Schüsse ab, und alle drei gehen aufs Tor. Dazu kommt seine Arbeit im Duell: Von 19 Zweikämpfen gewinnt er zehn, zusätzlich setzt er sich in zwei Dribblings durch. Von seinen 17 Pässen kommen 14 an. Ein Tor gelingt ihm nicht, aber er sorgt für einen großen Teil der Freiburger Torgefahr.
Das Tor erzielt stattdessen Lukas Kübler. Der Verteidiger kommt zu einem Schuss, und dieser ist zugleich ein Treffer. Außerdem bringt er 19 seiner 21 Pässe an den Mitspieler und gewinnt fünf von zehn Zweikämpfen. Zwei Fouls stehen bei ihm zu Buche.

Was der Auswärtssieg für beide Teams bedeutet
Für den SC Freiburg ist es ein wertvoller Auswärtssieg am dritten Spieltag der Ligaphase. Die Gäste gewinnen, obwohl sie deutlich weniger Ballbesitz haben, und zeigen sich in den entscheidenden Momenten effizient.
Trabzonspor muss die Überlegenheit am Ball besser in Schüsse aufs Tor ummünzen. 61 Prozent Ballbesitz und 510 Pässe bringen wenig, wenn am Ende nur ein Abschluss den Torhüter fordert.

Effizienz schlägt Ballbesitz
Die Zahlen zeichnen ein klares Muster: Trabzonspor kontrolliert den Ball, Freiburg die Gefahrenzonen. Fünf Schüsse aufs Tor gegen einen sind ein deutlicher Unterschied, auch wenn die erwarteten Tore mit 1,33 zu 0,99 knapp für die Hausherren sprechen. Mit Kübler und Matanović stehen zudem zwei Freiburger im Mittelpunkt, die Tor und Torgefahr liefern.
Das 1:0 ist damit ein Ergebnis, das sich aus den Daten gut herleiten lässt. Freiburg hat die klareren Abschlüsse und das Tor, Trabzonspor hat den Ball, aber zu wenig daraus gemacht.
Die ganze Analyse im Video
Das Video zeigt die Analyse von Trabzonspor gegen den SC Freiburg mit Datengrafiken zu Tor, Statistik und Spielern. Spielbilder gibt es nicht.
Direkt auf YouTube ansehen: Trabzonspor SC Freiburg 0:1: Kübler-Tor reicht trotz 61 Prozent Ballbesitz. Grundlage für Text, Grafiken und Video sind die Spieldaten von API-Football, Highlightly und OpenLigaDB.
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