Borussia Dortmund hat Said El Mala laut Medienberichten noch nicht abgehakt. Der BVB-Funktionär Carsten Cramer soll bei einer Podiumsdiskussion nicht ausgeschlossen haben, dass der Klub beim Offensivspieler des 1. FC Köln noch einmal einen Vorstoß unternimmt. Zugleich soll er deutlich gemacht haben, dass Dortmund keine überzogenen Summen zahlen will.

So liest du die Grafik: Jedes Tortenstück ist ein Wert pro 90 Minuten. Die Zahl im Kästchen ist das Perzentil – 90 heißt: besser als 90 Prozent der Feldspieler der Liga. Rot zeigt den Abschluss (Tore, npxG, Schüsse), Grau die Vorbereitung (Assists, Expected Assists, Key Passes), Gelb die Beteiligung am Spiel (xGChain, xGBuildup).
Cramer lässt laut Bericht alles offen
Mehrere Medien zitieren Cramer von der Veranstaltung. Auf El Mala angesprochen, wollte er demnach keine einzelnen Namen kommentieren. Entschieden sei noch nichts: „Es gibt noch keine Entscheidung darüber, wie wir in den nächsten Transferperioden vorgehen werden.“ Dennoch soll er erwähnt haben, dass die Qualität des Kölners „nach wie vor“ bestehe.
Die Quelle fussballtransfers.com liest darin ein mögliches Zeichen dafür, dass sich der BVB weiter mit dem Spieler beschäftigt. Ihr Argument: Cramer wäre sonst wohl nicht so ausführlich auf die Personalie eingegangen. Das ist eine Einschätzung der Quelle und kein bestätigter Fakt. Ob Dortmund tatsächlich erneut aktiv wird, hat der Klub nicht mitgeteilt.
Der Sommer-Anlauf: Was berichtet wird
Laut dem Bericht wollte Dortmund den Offensivspieler schon im Sommer verpflichten. Eine Einigung mit dem 1. FC Köln soll jedoch nicht zustande gekommen sein. Angebote im Bereich von 50 Millionen Euro sollen den Kölner Verantwortlichen nicht gereicht haben, um einem Verkauf zuzustimmen. Der Offensivspieler steht demnach weiterhin im Kölner Dress.
Cramer soll die damalige Offerte aus Dortmunder Sicht als außergewöhnlich eingestuft haben. „Aus unserer Sicht haben wir Köln für El Mala ein riesiges Angebot unterbreitet“, wird er zitiert. Vor etwa fünf Jahren hätte der BVB nach seinen Worten für einen einzelnen Spieler nicht so viel Geld in die Hand genommen. Die genannte Summe stammt aus dem Medienbericht und ist von keinem der beiden Klubs offiziell bestätigt worden.
Cramers Preislinie laut Bericht
Die Linie des Klubs soll Cramer klar formuliert haben: Man werde „keine lächerlichen oder unsinnigen Preise“ zahlen, weil der BVB ein solider und seriöser Verein sein wolle. Außerdem sei Dortmund nach seinen Worten nicht bereit, „für Erfolge finanzielle Risiken einzugehen“.
Diese Haltung könnte bei möglichen neuen Gesprächen zum Problem werden, so die Darstellung von fussballtransfers.com. Demnach soll El Mala seinen Vertrag in Köln verlängert haben, was in diesem Bericht als Grund für einen höheren Preis angeführt wird. Die „Sport Bild“ soll berichtet haben, dass sich die Forderung der Kölner erhöht hat. Eine konkrete Zahl soll das Magazin nicht genannt haben. Die bisher als Schmerzgrenze geltenden 50 Millionen Euro würden deshalb womöglich nicht mehr genügen. Das ist bislang eine Medieneinschätzung. Eine Bestätigung der Vertragsverlängerung oder des gestiegenen Preises durch Köln oder Dortmund liegt in dem Material nicht vor.
Taktik oder Ernst? Laut Bericht offen
Unklar bleibt, wie fest Cramers Aussagen gemeint sind. Sie lassen sich als klare Preisgrenze verstehen. Ebenso könnten sie nach Lesart von fussballtransfers.com ein erster, diskreter Schachzug vor möglichen Verhandlungen sein, mit dem Dortmund die Erwartungen der Kölner dämpfen will. Belegt ist keine der beiden Deutungen.
Was offen bleibt
Gesichert ist nur, was Cramer laut den zitierenden Medien gesagt haben soll: Der BVB hat über sein Vorgehen in den kommenden Transferperioden noch nicht entschieden und will keine unsinnigen Preise zahlen. Alles Weitere ist Interpretation oder Bericht aus zweiter Hand.
- Ob Dortmund im Winter oder im nächsten Sommer erneut ein Angebot abgibt, ist offen.
- Ob Köln mit einer verlängerten Laufzeit mehr verlangen kann, ist laut „Sport Bild“ möglich, aber nicht mit einer Zahl belegt.
- Ob die 50 Millionen Euro aus dem Sommer künftig noch eine Rolle spielen, ist unklar.
Sollte sich die Darstellung bestätigen, dass Köln durch die Verlängerung gestärkt ist, hätte der Klub bei neuen Gesprächen laut Bericht eine bessere Ausgangslage als im Sommer. Ob beide Seiten zueinanderfinden, würde demnach davon abhängen, ob Dortmund seine Preisvorstellung anpasst oder Köln von seiner Forderung abrückt. Bis dahin bleibt es bei Spekulationen und den wenigen öffentlichen Aussagen Cramers.
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Quelle: fussballtransfers.com





