FC Bayern: Ito-Verkauf laut kicker beschlossen

Redaktion Fussballpuls
4 Minuten Lesezeit

Beim FC Bayern zeichnet sich das Ende eines teuren Missverständnisses ab: Laut einem Bericht des ‚kicker‘ hat der Rekordmeister intern den Verkauf von Hiroki Ito beschlossen. Der japanische Nationalspieler war im Sommer 2024 für 23,5 Millionen Euro vom VfB Stuttgart gekommen, konnte die Erwartungen aber nie erfüllen. Mehr als zwei Jahre nach seiner Verpflichtung gilt der Transfer klub-intern inzwischen als Fehlinvestition.

Kaum Einsatzzeiten und viel Verletzungspech

Der 27-jährige Ito, der es auf 29 Länderspiele für Japan gebracht hat, wurde bei Bayern immer wieder von Verletzungen ausgebremst. Zuletzt fiel er nach einem Mittelfussbruch monatelang aus. In der laufenden Saison kam er bislang kaum zum Zug und stand meist nur auf der Bank. Von einem gesetzten Stammspieler ist der Verteidiger, mit dem einst hohe Erwartungen verbunden waren, weit entfernt.

Zeitplan: Winter bevorzugt, Sommer als Alternative

Laut ‚kicker‘ bevorzugt der FC Bayern einen Verkauf im kommenden Winter, also im Januar 2027. Sollte bis dahin kein passendes Angebot vorliegen, soll die Personalie im darauffolgenden Sommer erneut angegangen werden – dann allerdings ein Jahr vor Vertragsende, was für die Bayern-Verantwortlichen finanziell weniger attraktiv wäre. Ito ist noch bis 2028 an den Rekordmeister gebunden.

Boey vor einem ähnlichen Problem

Nicht nur bei Ito, auch bei Rechtsverteidiger Sacha Boey zeichnet sich eine Trennung ab. Der 26 Jahre alte Franzose war im Januar 2024 für 30 Millionen Euro von Galatasaray gekommen und darf den Verein laut Berichten jederzeit verlassen. Wie bei Ito gestaltet sich die Suche nach einem passenden Abnehmer jedoch schwierig – beide Profis gelten aktuell als schwer vermittelbar.

Eberls erster grosser Transfer als Belastung

Besonders pikant: Ito war der erste grosse Transfer, den Sportvorstand Max Eberl nach seinem Amtsantritt eingetütet hatte. Anders als bei anderen Verkaufskandidaten, deren Verpflichtung noch auf die Vorgänger-Ära zurückgeht, trifft der mögliche Abgang damit auch Eberls eigene Transferbilanz. Berichten zufolge ruft der Klub für Ito rund 20 Millionen Euro auf – bislang ohne konkretes Angebot eines interessierten Vereins.

Ersatzbedarf in der Abwehr programmiert

Sollte es dem FC Bayern gelingen, Ito und Boey noch in der kommenden Wechselperiode abzugeben, entsteht in der Defensive eine personelle Lücke. Angesichts der Mehrfachbelastung durch Bundesliga, Pokal und Champions League müsste der Klub in diesem Fall zeitnah für Ersatz sorgen, um im Abwehrbereich nicht auszudünnen.

Einordnung: Offiziell bestätigt ist der Verkauf nicht, es handelt sich um einen Bericht des ‚kicker‘, der von fussballtransfers.com aufgegriffen wurde. Dass sich der FC Bayern von Ito trennen will, passt aber ins Bild: Der Verteidiger hat seinen Marktwert durch die vielen Ausfälle spürbar verloren, gleichzeitig drückt der Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung. Ob sich im Winter tatsächlich ein Käufer findet, der die Bayern-Preisvorstellung von rund 20 Millionen Euro akzeptiert, bleibt abzuwarten – zumal schon länger bekannt ist, dass sich ein Verkauf als schwierig erweist.

Quelle: kicker (via fussballtransfers.com)

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