Der FC Bayern verfolgt weiterhin die Personalie Tomás Araújo. Laut dem „Bild“-Podcast „Bayern Insider“ ist ein Wechsel des 24 Jahre alten Innenverteidigers von Benfica Lissabon zum deutschen Rekordmeister aktuell zwar kein heißes Thema, der Portugiese stehe aber weiter auf der Liste der Münchner. „Bild“-Reporter Christian Falk ist sich sicher: „Den werden wir noch ein paar Mal öfter hören.“
Ein alter Bekannter auf der Liste
Neu ist der Name beim FC Bayern nicht. Schon in diesem Sommer soll der Rekordmeister ein Auge auf den sechsfachen portugiesischen Nationalspieler geworfen haben. Araújos Vertrag bei Benfica läuft noch bis 2031, seine Ausstiegsklausel beträgt 80 Millionen Euro. Eine Summe, die nach Einschätzung von „Bayern Insider“ in erster Linie der Abschreckung dient und einen schnellen Zugriff der Konkurrenz verhindern soll, statt einen realistischen Verhandlungsrahmen vorzugeben.
Konkret wird es nur bei einem Abgang
Entscheidend ist laut dem Podcast eine Bedingung: Konkrete Bemühungen um Araújo hätte der FC Bayern bislang nur für den Fall in die Wege geleitet, dass Hiroki Ito (27) oder Min-jae Kim (29) die Innenverteidigung verlassen. Genau dazu kam es in diesem Sommer nicht. Beide Profis stehen aber weiterhin auf dem Prüfstand, sodass sich die Ausgangslage im Winter oder im kommenden Sommer ändern könnte.
Itos schwieriges Kapitel in München
Laut „Bayern Insider“ verdichten sich bei Hiroki Ito die Anzeichen für eine mögliche Trennung. Der Japaner war im Sommer 2024 für 23,5 Millionen Euro per Ausstiegsklausel vom VfB Stuttgart gekommen, konnte die Erwartungen wegen immer wiederkehrender Verletzungen aber nie dauerhaft erfüllen. In der laufenden Saison 2026/27 kam er bislang nur zu einem einzigen Kurzeinsatz. Berichten zufolge soll der FC Bayern eine Trennung im Winter anstreben; findet sich im Januar kein Abnehmer, gilt auch ein Abschied im kommenden Sommer als Option. Mit Rechtsverteidiger Sacha Boey soll laut übereinstimmenden Medienberichten ein weiterer Defensivspieler in ähnlicher Lage sein – auch für ihn sucht der Verein einen Abnehmer, bislang allerdings ohne konkretes Angebot.
Kims Zukunft zwischen Verlängerung und Verkauf
Offener ist der Fall Min-jae Kim. Der Südkoreaner ist zuletzt in der internen Hackordnung hinter Dayot Upamecano und Jonathan Tah zurückgefallen, gilt für Trainer Vincent Kompany aber weiterhin als wichtige Option. Gleich mehrere Premier-League-Klubs sollen an ihm interessiert sein, allen voran Aston Villa, das schon länger um eine Verpflichtung wirbt. Kim selbst soll bislang wenig Neigung zeigen, München zu verlassen. Eine Ablösesumme im Bereich von 25 bis 30 Millionen Euro gilt als Richtwert, sollte sich der Verein doch für einen Verkauf entscheiden. Eine Grundsatzentscheidung über seine Rolle und Zukunft soll intern erst in den kommenden Monaten fallen.
Einordnung
Der FC Bayern betreibt bei Araújo derzeit vor allem eines: vorausschauende Marktbeobachtung. Ein Angebot ist nicht in Sicht, solange weder Ito noch Kim den Verein tatsächlich verlassen. Gleichzeitig zeigt die Personalie, wie sehr die Münchner Kaderplanung in der Innenverteidigung von offenen Fragen abhängt, die sich erst im Laufe der Saison klären dürften. Sollte Ito im Winter tatsächlich gehen und Kim sich für einen Wechsel entscheiden, dürfte Araújo schnell vom Beobachtungs- in den Verhandlungsmodus rücken. Bis dahin bleibt er das, was er schon seit Monaten ist: ein Name, der bei Bayern immer wieder auftaucht, ohne dass sich daraus unmittelbarer Handlungsdruck ergibt.
Quelle: fussballtransfers.com





