Klopp nennt vor Serbien keinen Kapitän, aber ein Kriterium

Redaktion Fussballpuls
5 Minuten Lesezeit

Jürgen Klopp hat auf der Pressekonferenz vor dem Länderspiel gegen Serbien noch keinen Kapitän bekanntgegeben. Er hat aber ein Kriterium genannt, nach dem die Entscheidung fallen soll. Das Spiel findet am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 20:45 Uhr statt. Die Pressekonferenz war am Mittwoch, 30. September.

Was Klopp laut Bericht angekündigt hat

Laut fussballtransfers.com sagte der neue Bundestrainer: „Die Mannschaft wird morgen von demjenigen aufs Feld geführt, der die meisten Länderspiele hat.“ Einen Namen nannte Klopp demnach nicht. Auch zur Startelf wollte er sich noch nicht äußern. Der Bericht schreibt, er habe sich dabei nicht in die Karten schauen lassen.

Aus der Aussage lässt sich eine klare Regel ablesen: Es zählt die Zahl der Länderspiele. Nicht genannt sind in dem Bericht die Gründe für diese Wahl. Dort steht auch nicht, ob Klopp die Regel nur für dieses eine Spiel meint oder darüber hinaus. Das gilt ebenso für die Frage, wie er sie anwendet, wenn der Spieler mit den meisten Einsätzen nicht in der Startelf steht. Zu diesen Punkten liegt uns keine Aussage vor.

Diese Kandidaten nennt fussballtransfers.com

Das Medium leitet aus der Regel drei mögliche Namen ab und nennt jeweils die Zahl der Länderspiele:

  • Serge Gnabry: 61 Länderspiele
  • Florian Wirtz: 46 Länderspiele
  • David Raum: 39 Länderspiele

Diese Aufstellung stammt von fussballtransfers.com und nicht vom Bundestrainer. Klopp hat keinen der drei Spieler ausdrücklich als Kapitän bezeichnet. Die Länderspielzahlen haben wir nicht mit einer zweiten Quelle abgeglichen. Uns liegt auch keine vollständige Übersicht darüber vor, wie viele Länderspiele alle Spieler im Aufgebot haben. Ob die Liste vollständig ist, können wir deshalb nicht bestätigen. Sie ist als Einschätzung des Mediums zu lesen und nicht als Ansage des DFB.

Kimmich nicht mehr beim Team

Der etatmäßige Kapitän Joshua Kimmich kommt laut fussballtransfers.com auf 116 Länderspiele. Er ist demnach bereits vom DFB-Team abgereist. Damit fehlt der Spieler, der die Binde sonst trägt, und das Amt muss für das Spiel gegen Serbien anders besetzt werden. Warum Kimmich abgereist ist, geht aus dem Bericht nicht hervor. Es ist ebenfalls offen, ob er bei seiner Rückkehr wieder Kapitän ist. Dazu hat sich Klopp laut dem vorliegenden Material nicht geäußert.

Ob Klopp seine Regel wegen Kimmichs Abreise so formuliert hat, ist nicht belegt. Der Zusammenhang liegt zeitlich nahe, eine Begründung des Bundestrainers dafür liegt aber nicht vor.

Was jetzt feststeht und was nicht

  • Bekannt: Klopp hat ein Kriterium genannt, nämlich die meisten Länderspiele.
  • Bekannt: Kimmich mit 116 Länderspielen ist laut fussballtransfers.com bereits abgereist.
  • Offen: Der Name des Kapitäns für das Spiel gegen Serbien.
  • Offen: Die Startelf, zu der sich Klopp nicht geäußert hat.
  • Offen: Ob die Kandidatenliste von fussballtransfers.com vollständig ist.

Einordnung für den Spieltag

Die Kapitänsfrage ist vor einem Länderspiel meist ein kleineres Thema als Aufstellung oder Taktik. Sie bekommt hier mehr Gewicht, weil der bisherige Spielführer fehlt und der Bundestrainer sein Vorgehen an eine Zahl bindet. Die Zahl lässt sich nachprüfen, das macht die Entscheidung für Außenstehende nachvollziehbar. Ob sie am Ende auf einen der drei genannten Namen hinausläuft, hängt von der Zusammensetzung des Kaders und der Aufstellung ab. Beides hat Klopp bisher nicht offengelegt.

Wer am Donnerstagabend die Binde trägt, wird sich zeigen, wenn die Mannschaft für das Spiel aufläuft. Die Aufstellung wird in der Regel kurz vor dem Anpfiff veröffentlicht. Dann lässt sich prüfen, ob die von fussballtransfers.com abgeleiteten Namen zutreffen. Bis dahin bleibt es bei Klopps Regel und den Zahlen, die das Medium dazu nennt.

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Quelle: fussballtransfers.com

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