Vincent Kompany steht offenbar vor einer schnellen Rückkehr auf die Bank des FC Bayern München. Das hat Vereinspatron Uli Hoeneß im „Sonntagsstammtisch“ des Bayerischen Rundfunks angedeutet. Der Trainer soll demnach deutlich früher zurückkehren, als bislang erwartet worden war.
Hoeneß nennt einen Zeitraum
Auf die Frage nach dem Comeback antwortete Hoeneß: „In zwei oder drei Wochen. Nach der Länderspielpause wird er wieder auf der Bank sitzen.“ Rechnet man von dieser Aussage aus, könnte Kompany beim Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln am 20. November wieder an der Seitenlinie stehen. Eine offizielle Bestätigung des Klubs dazu gibt es bislang nicht, es handelt sich um die Einschätzung des Ehrenpräsidenten.
Hoeneß machte zugleich deutlich, dass die Rückkehr an Bedingungen geknüpft ist. Entscheidend sei, dass sich der 40-jährige Belgier selbst fit genug fühle und die Ärzte grünes Licht geben.
Was bisher bekannt ist
Kompany war vor rund zwei Wochen auf dem Trainingsgelände des Klubs zusammengebrochen. Nach Berichten war das am Freitag, dem 23. Oktober, nach dem Training. Ein Notarzt wurde gerufen, der Trainer kam in ein Münchner Krankenhaus. Laut Medienberichten bestätigte Sportvorstand Max Eberl später eine Hirnhautreizung. Die Quelle der Hoeneß-Meldung spricht von einer Hirnhautentzündung. Kompany befindet sich seitdem in Behandlung.
Während seiner Abwesenheit springt nach Medienberichten Co-Trainer Aaron Danks ein. Der Klub hatte betont, dass das Trainerteam die Aufgaben übernimmt.
Hoeneß mahnt zur Vorsicht bei der Belastung
Bemerkenswert ist, was Hoeneß über die Arbeitsweise seines Trainers sagt. Kompany habe sich in der jüngeren Vergangenheit etwas übernommen, auf ihn müsse man ein Auge haben. Seine Begründung: „Der arbeitet zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche – das war einfach zu viel.“
Damit deutet der Bayern-Patron an, dass die Pause auch ein Anlass sein könnte, den Arbeitsalltag des Trainers neu zu justieren. Wie das konkret aussehen soll, ließ er offen.
Länderspielpause als Zeitfenster
Die anstehende Länderspielpause gibt dem Trainer ein natürliches Zeitfenster. Viele Nationalspieler sind dann ohnehin nicht im Training, der Betrieb an der Säbener Straße ist reduziert. Für eine behutsame Rückkehr wäre das ein sinnvoller Zeitpunkt. Ob Kompany zunächst nur im Hintergrund mitarbeitet oder direkt wieder das Training leitet, ist nicht bekannt.
Einordnung
Die Aussage von Hoeneß ist ein positives Signal für den FC Bayern und die Fans, sie bleibt aber eine Prognose und kein offizieller Termin. Entscheidend ist allein die medizinische Freigabe. Gerade nach einer Erkrankung, die zum Zusammenbruch geführt hat, wäre Eile kein guter Ratgeber. Dass Hoeneß das Thema Überlastung so offen anspricht, zeigt, dass im Klub bewusst über den Umgang mit dem Trainer nachgedacht wird. Sollte alles nach Plan laufen, wäre das Heimspiel gegen Köln am 20. November der naheliegende Termin für das Comeback.
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Quelle: fussballtransfers.com





