Der Transfer von Antonio Nusa könnte für den FC Bayern deutlich teurer werden als gedacht. Laut einem aktuellen Bericht der „Bild“ soll RB Leipzig für den norwegischen Flügelstürmer im Sommer eine Ablöse von rund 80 Millionen Euro im Blick haben. Neben den Münchnern soll sich auch der FC Arsenal mit dem 21-Jährigen beschäftigen, dazu weitere Klubs aus England. Bestätigt ist bislang nichts.

So liest du die Grafik: Jedes Tortenstück ist ein Wert pro 90 Minuten. Die Zahl im Kästchen ist das Perzentil – 90 heißt: besser als 90 Prozent der Feldspieler der Liga. Rot zeigt den Abschluss (Tore, npxG, Schüsse), Grau die Vorbereitung (Assists, Expected Assists, Key Passes), Gelb die Beteiligung am Spiel (xGChain, xGBuildup).
Der Interessentenkreis soll weiter wachsen
Nach Angaben der „Bild“ soll sich der Kreis möglicher Interessenten nicht auf Arsenal beschränken. Zusätzlich sollen der FC Liverpool, Tottenham Hotspur, Newcastle United, Aston Villa und Crystal Palace als mögliche Ziele für Nusa im Gespräch sein. Damit stünden laut Bericht insgesamt sieben Klubs auf der Liste, darunter sechs aus der Premier League.
Für den FC Bayern könnte das bedeuten, dass bei einem ernsthaften Vorstoß ein Bieterwettbewerb drohen würde. Klubs aus England gelten generell als finanzstark, und in einem solchen Fall könnte die Konkurrenz die Preise nach oben treiben. Ob sich tatsächlich alle genannten Klubs konkret um den Flügelspieler bemühen, ist allerdings offen. Die „Bild“ spricht von möglichen Zielen, nicht von vorliegenden Angeboten. Wie weit die Überlegungen bei den einzelnen Vereinen tatsächlich gediehen sind, lässt sich aus dem Bericht nicht ablesen.
Leipzig soll verkaufsbereit sein, aber nur zu den eigenen Bedingungen
Die Sachsen sollen laut Bericht grundsätzlich bereit sein, Nusa abzugeben, allerdings nur, wenn die Parameter stimmen. Das würde im Klartext heißen, dass es für interessierte Klubs wohl kein Schnäppchen gäbe. Welche Gründe Leipzig genau für seine Preisvorstellung hat, geht aus dem Bericht nicht hervor. Auch ob der Klub tatsächlich fest bei dieser Summe bleibt oder noch Verhandlungsspielraum sieht, ist nicht bekannt.
Offizielle Aussagen von RB Leipzig zu einem möglichen Verkauf liegen nicht vor. Die genannte Summe ist daher als Einschätzung aus einem Medienbericht zu verstehen und nicht als offizielle Forderung des Vereins. In der Transferbranche sind solche Zahlen häufig auch ein Teil des Verhandlungspokers: Ein hoher kolportierter Preis kann dazu dienen, die eigene Position zu stärken, bevor es überhaupt zu konkreten Gesprächen kommt. Ob das im Fall Nusa eine Rolle spielt, ist allerdings reine Interpretation und nicht belegt.
Winter oder Sommer? Zwei kolportierte Preisschilder
In England wurde zuletzt über einen Wintertransfer für 54 Millionen Euro spekuliert. Die „Bild“ hält einen Nusa-Wechsel im Sommer jedoch für weitaus realistischer als im Winter. Für diesen Zeitpunkt soll Leipzigs aktuelle Einschätzung des Preisschilds bei 80 Millionen Euro liegen.
Zwischen beiden Zahlen liegen 26 Millionen Euro. Das ist ein beträchtlicher Unterschied, der zeigt, wie weit die kolportierten Summen auseinanderliegen. Bei beiden Beträgen handelt es sich um Berichte und Spekulationen, nicht um bestätigte Angebote oder Forderungen. Welche der beiden Zahlen am Ende eine Rolle spielen würde, hängt davon ab, ob es überhaupt zu konkreten Verhandlungen kommt. Auffällig ist zudem, dass die beiden Summen aus unterschiedlichen Quellen stammen sollen: Die niedrigere Zahl wurde laut Material in England diskutiert, die höhere der „Bild“ zufolge in Leipzig verortet.
Was das für den FC Bayern bedeuten könnte
Ob und wie konkret die Münchner bereits Kontakt zu Leipzig aufgenommen haben, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor. Auch offizielle Aussagen von Bayern, Leipzig oder dem Spieler selbst gibt es bislang nicht. Der FC Bayern wird in dem Bericht lediglich als einer von mehreren möglichen Interessenten geführt.
Sollte sich das Interesse der Münchner tatsächlich konkretisieren, müssten die Verantwortlichen abwägen, ob ein Spieler in dieser Preisklasse ins Gefüge passt. Eine Summe im Bereich von 80 Millionen Euro wäre für jeden Klub eine große Investition. Zudem müsste ein solcher Transfer sportlich und wirtschaftlich in die Planungen für die kommende Saison passen. Und sollten sich mehrere Klubs aus der Premier League tatsächlich ernsthaft bemühen, würde das die Ausgangslage für Bayern wohl nicht einfacher machen. All das bleibt jedoch Gedankenspiel, solange keine belastbaren Informationen aus den beteiligten Vereinen vorliegen.
Einordnung
Die Nachricht ist vor allem ein Hinweis darauf, wie sich der Markt für Nusa laut „Bild“ gerade darstellen soll: viele mögliche Interessenten, ein hoher kolportierter Preis und ein Verein, der nur unter bestimmten Bedingungen verkaufen würde. Mehr als das lässt sich aus dem Bericht derzeit nicht ableiten. Wer aus der Meldung bereits einen konkreten Transfer herauslesen möchte, geht deutlich über das hinaus, was die Quelle hergibt.
- Laut „Bild“ sollen insgesamt sieben Klubs als mögliche Abnehmer gelten.
- Für einen Wechsel im Sommer soll Leipzig rund 80 Millionen Euro im Blick haben.
- Für einen Wintertransfer wurde in England über 54 Millionen Euro spekuliert.
- Bestätigte Angebote oder offizielle Stellungnahmen gibt es bislang nicht.
Bislang bleibt alles im Gerüchtestadium. Wie sich die Lage entwickelt, wird sich zeigen, sobald Vereine oder Beteiligte konkret Stellung beziehen oder weitere belastbare Berichte erscheinen. Wir halten euch auf dem Laufenden, falls es neue Informationen zu Nusa und dem FC Bayern gibt.
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Quelle: fussballtransfers.com





