Borussia Dortmund soll beim 18-jährigen Konstantinos Karetsas auf einen ganz großen Wurf setzen. Laut Sport Bild trauen die Verantwortlichen dem griechischen Nationalspieler intern zu, einen Marktwert von 100 Millionen Euro aufzubauen. Bei einem späteren Verkauf könnte der BVB dann entsprechend hohe Einnahmen erzielen. Offiziell bestätigt ist das nicht.
Was der Bericht über Karetsas sagt
Die Meldung geht auf Sport Bild zurück und wurde unter anderem von fussballtransfers.com aufgegriffen. Demnach sieht man in Dortmund im jungen Griechen ein Talent mit außergewöhnlichem Potenzial. Es handelt sich dem Bericht zufolge um eine interne Einschätzung, nicht um eine öffentliche Ansage des Vereins. Konkrete Zahlen zu einem möglichen Verkaufszeitpunkt oder zu einer Ablöse nennt das Material nicht. Es geht vielmehr um eine langfristige Perspektive: Karetsas soll sich so entwickeln, dass sein Marktwert in einigen Jahren in dreistellige Millionenbereiche vorstößt.
Die mögliche Rückkehr zur alten Transferstrategie
Die erfolgreichsten Jahre des BVB waren eng mit jungen Spielern verbunden, die später zu Weltstars wurden. Namen wie Robert Lewandowski, Ousmane Dembélé, Jude Bellingham und Erling Haaland stehen für dieses Modell: Toptalente holen, entwickeln, sportlich profitieren und später mit Gewinn verkaufen. Genau diese Linie wollen die Schwarz-Gelben laut Bericht wieder tiefer in ihrer DNA verankern. Karetsas soll dabei als Spieler gelten, in dem man intern ein ähnliches Kaliber sieht. Ob sich diese Hoffnung erfüllt, ist offen, denn zwischen einem großen Talent und einem Weltstar liegen meist mehrere Jahre, in denen vieles passieren kann.
Ein Videoanalyst soll Karetsas begleiten
Um den 18-Jährigen bestmöglich weiterzuentwickeln, soll ihm laut Sport Bild Roderick van der Ham zur Seite gestellt werden. Der Videoanalyst soll im Sommer vom FC Liverpool zum BVB gekommen sein und arbeite dem Fachmagazin zufolge sehr eng mit Karetsas zusammen. Das Ziel: Der Nationalspieler soll sich so schnell wie möglich an den gewünschten Spielstil von Trainer Niko Kovac gewöhnen.
Der Ansatz wäre ein Hinweis darauf, dass Dortmund die Entwicklung des Youngsters nicht dem Zufall überlassen möchte. Individuelle Videoarbeit ist im modernen Fußball ein gängiges Mittel, um Abläufe, Laufwege und Entscheidungen im Spiel gezielt zu schulen. Wie genau die Zusammenarbeit im Alltag aussieht, geht aus dem Bericht allerdings nicht hervor.
Dembélé und Bellingham als Vergleichsmarken
Als Maßstab für die angestrebte Größenordnung dienen die großen Verkäufe der Vergangenheit. Laut fussballtransfers.com haben Ousmane Dembélé und Jude Bellingham beim BVB die dreistellige Millionenmarke bei den Verkäufen geknackt:
- Dembélé wechselte für 148 Millionen Euro zum FC Barcelona.
- Bellingham ging für 127 Millionen Euro zu Real Madrid.
Dass die Borussia-Bosse wieder in solchen Sphären verkaufen möchten, ist nachvollziehbar. Die wirklich lukrativen Abgänge wurden über die vergangenen Jahre weniger. Das soll sich nach dem Willen der Verantwortlichen bald ändern, und Karetsas könnte laut Bericht ein Baustein dieser Rechnung sein.
Einordnung: Große Erwartung, viele Unbekannte
Ein Marktwert von 100 Millionen Euro ist für einen 18-Jährigen eine enorme Erwartung. Die Meldung gibt interne Einschätzungen wieder, die Sport Bild öffentlich gemacht haben soll. Eine offizielle Aussage des Vereins liegt dazu nicht vor. Entsprechend sollten Fans die Zahl eher als ambitioniertes Ziel verstehen denn als feste Planung.
Die Rechnung kann aufgehen, wenn Karetsas sportlich überzeugt, sich in Kovacs System durchsetzt und gesund bleibt. Gerade bei jungen Spielern spielen Verletzungen, Formschwankungen und die Anpassung an das Tempo und die Intensität der Bundesliga eine große Rolle. Auch Druck von außen kann hinderlich sein: Wenn früh von dreistelligen Millionensummen die Rede ist, steigen die Erwartungen an den Spieler, noch bevor er sich etabliert hat.
Für den BVB wäre ein solcher Weg dennoch attraktiv. Spieler, die zunächst sportlich helfen und später für sehr viel Geld den Verein verlassen, passen zur Strategie, die den Klub in der Vergangenheit geprägt hat. Ob Karetsas zu dieser Reihe gehört, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.
Für Fans heißt das vor allem: Geduld mit einem Talent, das Zeit zum Wachsen braucht, aber ein sehr hohes Potenzial mitbringen soll. Klar ist bislang nur, dass Sport Bild von diesen Plänen berichtet. Bestätigt wurden sie vom BVB nach aktuellem Stand nicht.
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Quelle: fussballtransfers.com





