BVB-Aufstellung gegen Werder: Schlotterbeck fraglich

Redaktion Fussballpuls
6 Minuten Lesezeit

Dortmund empfängt am Freitagabend (9. Oktober) Werder Bremen zum 5. Spieltag der Bundesliga. Anstoß ist um 20:30 Uhr. Personell gibt es vor allem in der Dreierkette und auf der rechten Seite offene Fragen. Hier ist unsere Prognose für die Aufstellung, dazu ein Blick auf die Ausfälle und auf das, was Bremen vorhat.

Ausfälle und Rückkehrer beim BVB

Langzeitverletzt fehlen Emre Can und Giannis Konstantelias, beide mit einem Kreuzbandriss. Justin Lerma und Filippo Mané fallen laut tips.gg mit Muskelverletzungen aus. Mussa Kaba wird von Yahoo Sports ebenfalls als Ausfall geführt, einen Grund nennt der Bericht nicht. Diese Angabe stammt nur aus einer Quelle und sollte mit Vorsicht gelesen werden.

Zurück im Kader ist Ramy Bensebaini nach der Länderspielreise aus Afrika. Marcel Sabitzer soll laut einem Vorschau-Bericht ebenfalls wieder dabei sein, das ist allerdings nicht gegengeprüft. Mathis Albert kehrte erst am Donnerstag aus den USA zurück, sein Einsatz ist offen.

Zur Lage von Nico Schlotterbeck: Er hatte eine Sprunggelenksverletzung und arbeitete zuletzt individuell. Auf der Pressekonferenz am 7. Oktober sagte Trainer Niko Kovac, der Plan sei, dass der Innenverteidiger am Folgetag wieder mit der Mannschaft trainiert. Über einen Einsatz sollte danach entschieden werden. Einen aktuelleren Stand dazu hatten wir bis zum Redaktionsschluss nicht, ob Schlotterbeck im Kader steht, zeigt sich spätestens mit der offiziellen Aufstellung.

Dazu kommt ein Fragezeichen bei Julian Ryerson. Er hat sich bei der norwegischen Nationalmannschaft einen Schlag zugezogen, sein Einsatz ist fraglich. Karetsas und Svensson sind laut Kovac leicht erkältet, Chukwuemeka hat leichte Muskelprobleme.

Kovac hatte zudem die lange Länderspielpause mit bis zu vier Spielen pro Nationalspieler aus Vereinssicht deutlich kritisiert. Es gehe nicht nur um Verletzungen, sondern auch um fehlenden Rhythmus über zweieinhalb Wochen. Das könnte sich bei einzelnen Nationalspielern bemerkbar machen.

Voraussichtliche Aufstellung von Borussia Dortmund

Vieles spricht für ein 3-4-2-1, wie schon beim 0:1 in Stuttgart am 4. Spieltag (19. September). Dortmund hat seitdem kein weiteres Pflichtspiel bestritten. Die Elf aus Stuttgart dient uns als Grundlage, wir haben sie nicht an der Originalquelle geprüft. Unsere Prognose, mit zwei offenen Positionen:

  • Tor: Kobel
  • Dreierkette: Gadou, Anton und Schlotterbeck oder Bensebaini
  • Rechte Seite: Ryerson oder, falls er ausfällt, Beier
  • Linke Seite: offen
  • Zentrales Mittelfeld: Bellingham, Nmecha
  • Offensiv: Nwaneri, Silva
  • Sturm: Guirassy

Wegen der Länderspielbelastung sind einzelne Wechsel möglich. Die veröffentlichten Prognosen weichen voneinander ab, ein Teil davon dürfte veraltet sein. Wir stützen uns deshalb auf die Aussagen des Trainers und auf die jüngsten Berichte.

Die offenen Fragen

Schlotterbeck oder Bensebaini?

Schlotterbeck möchte nach übereinstimmenden Berichten spielen. Fällt er aus, rückt voraussichtlich Bensebaini in die Dreierkette. Mit Schlotterbeck wäre die Abwehr eingespielter, Bensebaini wäre eine erfahrene Alternative, die frisch von der Länderspielreise zurück ist.

Wer spielt rechts?

Die Besetzung ist laut den Vorschauen dünn, weil Yan Couto nicht mehr zur Verfügung steht. Fällt Ryerson aus, wäre Maximilian Beier als Schienenspieler die wahrscheinlichste Lösung. Svensson wird in einem Bericht ebenfalls im Zusammenhang mit der rechten Seite genannt. Weil er erkältet ist, planen wir ihn dort nicht fest ein.

Wer spielt hinter Guirassy?

Karetsas ist erkältet, Chukwuemeka hat leichte Muskelprobleme. Nwaneri und Silva werden deshalb als Startelf-Optionen genannt. Wir halten dieses Duo für die wahrscheinlichste Variante.

So könnte Werder Bremen spielen

Werder dürfte im 4-2-3-1 antreten. Die Prognose lautet: Hein im Tor; Arthur, Pieper, Friedl und Deman in der Abwehr; Reis und Regeer davor; Dinkçi, Chuki und Grüll hinter Füllkrug. Torwart Karl Hein war mit einer Oberschenkelprellung angeschlagen, Trainer Thioune rechnet aber mit seinem Einsatz. In einer anderen Prognose steht dagegen Schlager im Tor, die Lage bleibt also bis zur Aufstellung offen.

Bremen muss laut Deichstube auf acht Spieler verzichten, darunter Lynen mit Beckenproblemen, Njinmah, Alvero, Stage, Musah, Topp, Agu und Ndiaye. Stage und Musah fehlen wegen Oberschenkelproblemen länger, Topp befindet sich nach einem Kreuzbandriss in der Reha.

Laut Sky setzt Werder auf Pressing gegen den 18-jährigen Gadou, auf Konter und auf Standards. Das passt zu den Zahlen: Vier von acht Saisontoren fielen nach ruhenden Bällen. Gefährlich sind Niclas Füllkrug mit drei Saisontoren und Kopfballstärke, der formstarke Marco Grüll und Kapitän Marco Friedl im Spielaufbau.

Einordnung

Dortmund spielt zu Hause, muss nach der langen Pause aber erst seinen Rhythmus finden. Entscheidend dürfte sein, ob die Dreierkette Bremens Standards und das Pressing auf Gadou kontrolliert. Wer am Ende neben Anton und Gadou verteidigt und wer die rechte Seite besetzt, zeigt sich mit der offiziellen Aufstellung, die in der Regel rund eine Stunde vor Anpfiff veröffentlicht wird.

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Quelle: bvb.de

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