Borussia Dortmund und Werder Bremen trennen sich in der Bundesliga 2:2. Dortmund führte nach Treffern von Daniel Svensson in der 80. Minute und Nico Schlotterbeck in der 85. Minute mit zwei Toren. Dann schlug Bremen innerhalb weniger Minuten zurück: Ludovit Reis verkürzte in der 88. Minute, Niclas Füllkrug glich in der Nachspielzeit aus.
Die Zahlen sprechen zunächst klar für den BVB, der 72 Prozent Ballbesitz und 21 Schüsse hatte. Bremen kam nur auf zehn Abschlüsse, nutzte aber seine späten Möglichkeiten und nimmt einen Punkt mit. In der Tabelle steht Dortmund nach dem Spiel dennoch an der Spitze.

Vier Tore in der Schlussphase: Dortmund führt, Bremen schlägt zurück
Lange passierte auf der Anzeigetafel nichts. In den ersten 79 Minuten fiel kein Tor, erst dann kam Bewegung ins Spiel. In der 80. Minute traf Daniel Svensson zum 1:0, die Vorlage kam von Fábio Silva. Der Angreifer war in der 63. Minute für Ethan Nwaneri ins Spiel gekommen und hatte damit 17 Minuten nach seiner Einwechslung seinen Anteil am ersten Treffer.
Auch das 2:0 in der 85. Minute hatte einen Joker als Vorbereiter: Joey Veerman, in der 72. Minute für Jobe Bellingham eingewechselt, legte für Nico Schlotterbeck auf, der den Ball im Tor unterbrachte. Beide dieser Wechsel von Dortmund standen damit direkt in Verbindung mit einem Treffer.
Bremen reagierte prompt. In der 88. Minute verkürzte Ludovit Reis auf 1:2, vorbereitet von Oskar Wójcik. Der Verteidiger war schon in der 19. Minute für Amos Pieper aufs Feld gekommen. In der Nachspielzeit, in der 2. Minute nach der 90., glich Niclas Füllkrug nach Vorlage von Marco Grüll zum 2:2 aus. Zuvor hatte Bremen in der 65. Minute doppelt gewechselt, Mitchell Weiser und Dariusz Stalmach kamen, und in der 81. Minute folgten Paul Erevbenagie und Mick Schmetgens.
Die Schlussphase war auch bei den Karten hektisch. Stalmach sah in der 90. Minute Gelb, Veerman in der 2. Minute der Nachspielzeit und Felix Nmecha in der 4. Minute der Nachspielzeit.

Dortmund dominiert die Zahlen, Bremens Torhüter hält viel
Nach den Statistiken war Dortmund das klar bessere Team. Der BVB hatte 72 Prozent Ballbesitz gegenüber 28 Prozent bei Bremen und spielte 751 Pässe bei einer Quote von 90 Prozent. Bremen kam auf 294 Pässe, von denen 73 Prozent ankamen.
Auch vor dem Tor lag Dortmund weit vorn:
- Schüsse: 21 zu 10
- Aufs Tor: 9 zu 3
- Daneben: 9 zu 4
- Geblockt: je 3
- Ecken: 8 zu 3
- Expected Goals: 2,5 zu 1,0
Bemerkenswert sind die Paraden: Bremens Torhüter wehrte siebenmal ab, Dortmund musste nur einmal eingreifen. Beide Teams foulten je zehnmal, Bremen stand viermal im Abseits, Dortmund einmal. Bei den Gelben Karten liegt der BVB mit zwei zu eins vorn.
Die Expected Goals zeigen, dass Dortmund mehr Torchancen herausspielte, als es das Ergebnis ausdrückt. Bremen erzielte aus weniger Möglichkeiten zwei Tore und lag damit deutlich über dem Wert von 1,0.

Schlotterbeck überzeugt, Reis, Füllkrug und Grüll treffen oder bereiten vor
Der auffälligste Spieler der Daten ist Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger spielte über 90 Minuten durch, erzielte das 2:0 und kam auf vier Schüsse, davon zwei aufs Tor. Dazu spielte er 135 Pässe, von denen 119 ankamen, und gewann sechs seiner zehn Zweikämpfe. Zwei Dribblings stehen ebenfalls in seiner Bilanz.
Bei Bremen fallen mehrere Spieler auf. Ludovit Reis traf in der 88. Minute, hatte drei Schüsse, einen davon aufs Tor, und bestritt zwölf Zweikämpfe, von denen er vier gewann. Niclas Füllkrug gab zwei Schüsse ab, beide gingen aufs Tor, eines davon war das 2:2. Er war in 15 Zweikämpfen gefordert und gewann fünf. Marco Grüll bereitete den Ausgleich vor und gewann neun von 14 Zweikämpfen.
Bei Dortmund fielen außerdem Marcel Sabitzer mit vier Schüssen, zwei davon aufs Tor, und Ethan Nwaneri mit drei Schüssen, zwei davon aufs Tor, auf. Beide wurden vor den Toren ausgewechselt. Sabitzer spielte 72 Minuten, Nwaneri 63.

Dortmund führt die Tabelle an, Bremen steht auf Platz vier
Dortmund führt die Tabelle nach fünf Spielen mit 13 Punkten und einer Tordifferenz von plus 7 an. Bremen steht mit 8 Punkten und einer ausgeglichenen Tordifferenz auf Platz vier.
Die Verfolger sitzen allerdings dicht dahinter. Der FC Bayern München und der SC Freiburg haben jeweils 10 Punkte aus vier Spielen. Beide haben damit ein Spiel weniger als Dortmund. Mit einem Sieg kämen sie auf 13 Punkte und würden gleichziehen. Bayern hat zudem bereits eine Tordifferenz von plus 12. Hinter Bremen folgen der FC Augsburg, Bayer 04 Leverkusen, der 1. FSV Mainz 05 und der SV 07 Elversberg mit je 7 Punkten.

Zwei Punkte verschenkt oder ein Zähler verdient?
Aus Dortmunder Sicht spricht vieles für zwei verlorene Punkte. Der BVB hatte deutlich mehr Ballbesitz, mehr Schüsse, mehr Ecken und höhere Expected Goals, führte nach 85 Minuten mit 2:0 und gab das Spiel in der Schlussphase noch aus der Hand. In der Tabelle steht der BVB trotzdem an der Spitze.
Bremen dagegen verteidigte mit sieben Paraden lange und kam am Ende doch noch zu einem Punkt. Alle vier Tore fielen erst zwischen der 80. Minute und der Nachspielzeit, je zwei für jede Mannschaft. Dass mit Wójcik und Grüll zwei Bremer die beiden späten Treffer vorbereiteten, zeigt, wie viel in der Schlussphase noch möglich war.
Die ganze Analyse im Video
Im Video sehen Sie die Datengrafiken zu Toren, Statistik, Spielern und Tabelle des 2:2 zwischen Dortmund und Bremen, ganz ohne Spielbilder.
Direkt auf YouTube ansehen: Borussia Dortmund Werder Bremen 2:2 – Füllkrug trifft spät, Bremen rettet Punkt. Grundlage für Text, Grafiken und Video sind die Spieldaten von API-Football, Highlightly und OpenLigaDB.
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