Der FC Bayern beschäftigt sich nach Aussage von Präsident Herbert Hainer derzeit nicht mit Erling Haaland. Das sagte Hainer laut fussballtransfers.com bei ‚Bild-TV‘. Ein Wechsel des Norwegers von Manchester City nach München ist damit nach Darstellung des Präsidenten aktuell kein Thema. Auf einen Zeitraum in einigen Jahren bezogen sagte Hainer, man würde sich die Situation dann wieder anschauen. Neu an der Sache ist also vor allem die Aussage des Präsidenten selbst. Schon zuvor war über Haaland und den FC Bayern im Zusammenhang mit der Lage bei Manchester City berichtet worden.
Hainer: Offensive bestens aufgestellt
Auf die Personalie angesprochen, verwies Hainer auf die vorhandenen Optionen im Angriff. „Wir haben mit Michael Olise, Harry Kane und Luis Díaz einen exzellenten Sturm. Wir haben im letzten Jahr über 100 Tore erzielt und sind in der Offensive bestens aufgestellt“, sagte der Präsident laut dem Bericht.
Das „Wir“ in dieser Aussage meint den gesamten FC Bayern. Die Tore gehen also nicht allein auf das Konto der drei genannten Spieler, sondern auf die Mannschaft insgesamt. Hainer ordnet die Torausbeute selbst als Beleg dafür ein, dass der Klub im Angriff gut aufgestellt sei. Aus seinen Worten lässt sich ableiten, dass der Klub nach seiner Darstellung keinen akuten Handlungsbedarf im Angriff sieht. Eine Bewertung der Zahlen durch den Verein oder unabhängige Stellen enthält der Bericht nicht.
Blick in die ferne Zukunft: Was Hainer sagt
Hainer machte laut fussballtransfers.com zugleich deutlich, dass diese Einschätzung nicht für alle Zeiten gelten müsse. Kane und Díaz könnten aufgrund ihres Alters nicht ewig auf Topniveau spielen. Zu einem möglichen Zeitraum in einigen Jahren sagte er: „Wenn wir jetzt über einen Zeitraum in einigen Jahren sprechen, würden wir uns die Situation wieder anschauen.“
Das ist weder eine Ankündigung noch ein Hinweis auf Verhandlungen. Konkrete Pläne des FC Bayern für Haaland lassen sich daraus nicht ablesen. Hainer sagt lediglich, dass man die Lage später neu bewerten würde, wenn sich die Situation im Angriff verändert hat. Ob Haaland zu diesem Zeitpunkt überhaupt ein Thema wäre, lässt er offen.
Manchester City unter Druck: Was fussballtransfers.com berichtet
Der Hintergrund der Debatte ist die Lage bei Manchester City. Laut fussballtransfers.com sollen dem Klub wegen zahlreicher Vorwürfe von Verstößen gegen das Financial Fairplay Sanktionen drohen, die bis zum Zwangsabstieg reichen könnten. Ob und wie der Klub bestraft wird, ist nach diesem Stand offen. Ein Urteil nennt der Bericht nicht, und wir haben auch keines bestätigt gefunden.
Das Portal spielt außerdem ein Szenario durch: Sollte City tatsächlich zwangsabsteigen, könnten demnach fast alle Stars des Klubs auf dem Transfermarkt zu haben sein. Haaland könnte dann laut dieser Einschätzung früher auf den Markt kommen, als noch vor einigen Wochen gedacht. Das ist die Einschätzung des Portals und kein bestätigter Sachverhalt. Wer in einem solchen Fall wechseln würde und wohin, ist völlig offen. Einen Bezug zum FC Bayern stellt Hainer in den berichteten Aussagen nicht her.
Zu den Vorwürfen gegen City hielt sich Hainer nach dem Bericht ausdrücklich zurück: „Ich kenne die Details nicht und habe kein Insider-Wissen. Deswegen möchte ich nicht darüber spekulieren. Fakt ist: Wenn es so war, müssen Konsequenzen gezogen werden“, stellte er klar. Er äußert sich damit nicht zu möglichen Transfers, sondern nur grundsätzlich zu den Vorwürfen gegen den englischen Klub.
Was sich aus den Aussagen ablesen lässt
- Hainer sagt, der FC Bayern befasse sich aktuell nicht mit Haaland.
- Er begründet das mit der Besetzung im Angriff und mit der Torausbeute der Mannschaft im letzten Jahr.
- Für einen Zeitraum in einigen Jahren würde man die Lage laut Hainer neu anschauen.
- Zu den Vorwürfen gegen Manchester City will er nicht spekulieren, fordert aber Konsequenzen, falls sich die Vorwürfe bestätigen.
- Ein Zwangsabstieg und eine Transferflut bei City sind bislang ein Gedankenspiel des Portals und keine bestätigte Entwicklung.
Einordnung
Hainers Aussagen sind keine Überraschung. Ein Präsident wird sich kaum öffentlich zu einem Spieler eines anderen Klubs bekennen, schon gar nicht, solange dessen Zukunft von einem laufenden Verfahren abhängen könnte. Bemerkenswert ist eher, dass er für einen späteren Zeitraum nichts zusagt und nichts verneint. Er verweist dabei auf das Alter von Kane und Díaz und nicht auf eine konkrete Planung.
Ob die Vorwürfe gegen Manchester City den Transfermarkt in absehbarer Zeit tatsächlich verändern, ist derzeit nicht absehbar. Erst ein Urteil in dem Verfahren würde daran etwas ändern, und selbst dann bliebe offen, welche Folgen es für einzelne Spieler hätte. Bis dahin bleibt ein Haaland-Wechsel nach München ein Gedankenspiel, das der Klub nach Hainers Worten aktuell nicht verfolgt. Berichte über mögliche Verschiebungen auf dem Transfermarkt sollten Fans daher als Spekulation lesen und nicht als konkrete Pläne des FC Bayern.
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Quelle: fussballtransfers.com





