FC Porto schlägt SSC Neapel 4:1 – drei Tore in der Schlussphase

Redaktion Fussballpuls
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Der FC Porto hat SSC Neapel in der Champions League mit 4:1 besiegt. Lange war die Partie offen: Nach dem 1:1 zur Pause lag Porto bis zur 71. Minute nur knapp vorn. Drei Treffer in den letzten 20 Minuten machten aus dem engen Spiel einen deutlichen Sieg.

Das Spiel in Kürze

Porto ging früh in Führung, Neapel glich kurz vor der Pause aus. Im zweiten Durchgang erzielten die Gastgeber die Tore zum 2:1 und 3:1. In der Schlussphase verloren die Italiener Rafa Marín durch Rot, und Porto legte per Elfmeter das 4:1 nach.

Die Statistik zeigt ein ausgeglichenes Spiel, in dem Porto vor dem Tor mehr Wirkung hatte. Neapel brachte 6 von 11 Schüssen aufs Tor und kam trotzdem nur zu einem Treffer.

Die entscheidenden Szenen

  • 11. Minute, 1:0: Jan Bednarek köpft nach einer Flanke von Gabri Veiga aus der Mitte des Strafraums ins linke untere Eck.
  • 43. Minute, 1:1: Scott McTominay trifft mit rechts aus zentraler Position im Strafraum in die obere Tormitte.
  • 71. Minute, 2:1: Gabri Veiga schließt mit links aus dem Zentrum des Strafraums ab. Vorlage von Santiago Giménez, der nicht in der Startelf stand.
  • 80. Minute, 3:1: Jakub Kiwior köpft nach einer Flanke von Hwang In-Beom ins linke untere Eck. Auch Hwang gehörte nicht zur Startelf.
  • 88. Minute, Rot: Rafa Marín sieht für Neapel die Rote Karte.
  • 90. Minute, 4:1: Samu Aghehowa verwandelt einen Elfmeter flach ins rechte untere Eck.

Auffällig ist, wie Porto traf. Zwei der vier Tore fielen per Kopf, erzielt von den beiden Innenverteidigern Bednarek und Kiwior, die beide in der Startelf standen. Beide Male flankte ein Mitspieler, die Abschlüsse kamen aus zentraler Position im Strafraum. Außerdem standen bei den Treffern zum 2:1 und 3:1 jeweils Spieler auf dem Platz, die erst später ins Spiel kamen. Als Vorlagengeber waren sie direkt beteiligt.

Das Spiel in Zahlen

  • Ballbesitz: Porto 51,6 Prozent, Neapel 48,4 Prozent
  • Schüsse: 19 zu 11
  • Schüsse aufs Tor: 8 zu 6
  • Paraden der Torhüter: Porto 5, Neapel 4
  • Pässe: 445 von 519 angekommen bei Porto (rund 86 Prozent), 400 von 484 bei Neapel (rund 83 Prozent)
  • Ecken: 6 zu 5
  • Abseits: 4 zu 3
  • Fouls: Porto 8, Neapel 11
  • Gelbe Karten: Porto 1, Neapel 4
  • Rote Karten: Porto 0, Neapel 1

Bei Ballbesitz und Passquote liegen beide Teams nah beieinander, Porto hat leichte Vorteile. Deutlicher fällt der Unterschied bei den Torschüssen aus: Porto gab fast doppelt so viele Schüsse ab wie Neapel. Von den acht Schüssen aufs Tor, die Porto abgab, wurden vier abgewehrt und vier landeten im Netz. Neapel kam auf sechs Schüsse aufs Tor, nur einer führte zum Treffer.

Einordnung

Unsere Einschätzung: Das 4:1 spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wider. Bis zur 80. Minute stand es 3:1, und Neapel hatte in der Schussbilanz keinen großen Rückstand auf Porto. Den letzten Treffer erzielte Porto per Elfmeter in Unterzahl-Phase des Gegners, kurz nach der Roten Karte. Das erklärt zumindest einen Teil des deutlichen Resultats.

Zugleich spricht die Zahl der Karten für eine Partie, in der Neapel zunehmend hinterherlief. Die Italiener sahen vier Gelbe und eine Rote Karte, Porto nur eine Gelbe. Ob Neapel dadurch in den entscheidenden Minuten an Zugriff verlor, geben die Zahlen allein nicht her. Sicher ist: Porto nutzte seine Phase zwischen der 71. und 90. Minute konsequent und traf in diesem Zeitraum dreimal.

Für Neapel bleibt trotz der Niederlage ein Lichtblick: Mit McTominay traf ein Spieler der Startelf, und die Offensive kam zu sechs Schüssen aufs Tor. Gegen einen Gegner, der seine Chancen so effizient verwertet, reichte das nicht.

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