Der SC Freiburg empfängt am Sonntag, 8. November 2026, Union Berlin. Auf dem Papier ist das eine klare Sache: Gastgeber Dritter, Gast Sechzehnter. Offen ist, ob Freiburg nach einem dichten Spielplan genug Kraft für einen Sieg hat und ob Union nach drei Ligaremis in Folge seine Stabilität in Punkte umwandeln kann.
Ausgangslage in der Bundesliga
Freiburg hat nach acht Spieltagen 16 Punkte und eine Bilanz von fünf Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen. Die Tordifferenz beträgt +8, das bedeutet Platz drei. Union steht mit sieben Punkten aus acht Spielen auf Rang 16. Die Bilanz lautet ein Sieg, vier Unentschieden und drei Niederlagen, die Tordifferenz liegt bei -12.
- Freiburg: Platz 3, 16 Punkte, Tordifferenz +8
- Union Berlin: Platz 16, 7 Punkte, Tordifferenz -12
Neun Punkte Abstand sind nach acht Spielen groß. Die Tordifferenz der Berliner geht allerdings stark auf eine einzelne Partie zurück: ein 0:7 auf fremdem Platz. Ohne dieses Spiel liegt der Wert bei -5.
Formcheck: Dichter Kalender gegen ruhigere Wochen
Freiburg hat zuletzt innerhalb von rund zwei Wochen fünf Pflichtspiele bestritten. In der UEFA Conference League verlor das Team am 22. Oktober gegen AS Monaco 0:3. Am 25. Oktober folgte in der Bundesliga ein 1:3 gegen den FC Bayern. Danach gab es drei Siege: im DFB-Pokal am 28. Oktober 3:2 gegen den VfL Wolfsburg, am 31. Oktober in der Liga 2:1 beim FC Augsburg und am Donnerstag, 5. November, in der Conference League 1:0 gegen Trabzonspor. Nur drei Tage später steht nun das nächste Spiel an.
Union ist in der Liga seit vier Spielen ungeschlagen, das Team gewann jedoch nur eines davon. Auf das 1:0 gegen den SV Elversberg am 10. Oktober folgten ein 0:0 gegen Borussia Dortmund, ein 1:1 gegen den FC Augsburg und am 1. November ein 1:1 gegen den 1. FC Köln. Im DFB-Pokal unterlag Union am 27. Oktober ebenfalls dem 1. FC Köln mit 0:5. Zuletzt hatten die Berliner eine Woche Pause, Freiburg nur drei Tage.
Das sagen die Daten
Expected Goals (xG), also die Qualität der Torchancen, zeichnen ein ähnliches Bild wie die Tabelle. Alle folgenden Werte stammen aus der Bundesliga. Freiburg erspielt im Schnitt 1,74 xG pro Spiel und lässt 1,22 xG zu. Bei Union lauten die Werte 1,04 erspielt und 1,90 zugelassen. Die Berliner geben also im Schnitt deutlich bessere Chancen ab, als sie selbst herausspielen.
In den jeweils letzten fünf Ligaspielen sieht das so aus:
- Freiburg: 7,69 xG erspielt, 8,26 xG zugelassen bei 8:9 Toren
- Union: 4,11 xG erspielt, 8,14 xG zugelassen bei 3:9 Toren
Bei Freiburg fällt auf, dass die Defensivwerte schwanken. Dem 1:3 gegen Bayern (1,01 zu 2,93 xG) steht ein 2:1 mit nur 0,32 xG zugelassen gegenüber. Union hat in den drei Remisspielen jeweils nicht mehr als 1,92 xG zugelassen und gegen Dortmund nur 0,24. Die Offensive blieb dabei in allen fünf Partien unter 1,2 xG, am Tiefpunkt waren es 0,34 xG beim 0:7.
Worauf es ankommt
Unsere Einschätzung: Die Daten sprechen für Freiburg, weil das Team deutlich mehr Chancen herausspielt und weniger zulässt als der Gegner. Union hat zuletzt gezeigt, dass es defensiv kompakt auftreten kann. Dafür spricht, dass die vier ungeschlagenen Ligaspiele in der Chancenqualität gegen sich zwischen 0,24 und 1,92 xG lagen.
Der Knackpunkt ist das Tempo. Freiburg hat in der Liga zuletzt teils hohe Werte zugelassen, etwa 2,18 xG beim 2:2 und 1,64 xG bei der 1:2-Niederlage. Wenn die Gastgeber nach der Europapokal-Woche nicht frisch wirken, kann Union ein enges Spiel entstehen lassen. Dafür müsste das Team aber mehr Torgefahr entwickeln als bisher, denn mit einem Schnitt von gut einem xG pro Spiel ist der Weg zu einem Auswärtssieg weit. Das spricht eher für ein Spiel, in dem Freiburg den Ball und die Chancen hat und Union auf Konter und Standards setzt.
Anstoß und Ort
Die Partie im Europa-Park Stadion wird am Sonntag, 8. November 2026, um 17:30 Uhr angepfiffen.





