Das DFB-Team gewinnt in der Nations League mit 2:0 gegen Serbien und beschert Jürgen Klopp den ersten Sieg als Bundestrainer, im dritten Anlauf. In der Münchner Allianz Arena vor 68.121 Zuschauern war Deutschland das klar bessere Team. Laut regionalheute.de lagen die Gastgeber bei den Torschüssen mit 32:1 vorn und hatten 73 Prozent Ballbesitz. Trotzdem dauerte es bis zur 39. Minute, ehe Tom Bischof per Abstauber aus kurzer Distanz das 1:0 erzielte. Nach der Pause machte Florian Wirtz in der 61. Minute alles klar.
So kommen unsere Noten zustande
Die Bewertungen sind unsere eigene Einschätzung auf Grundlage der Spielszenen und der veröffentlichten Einzelkritiken von Sportschau, absolutfussball und Stuttgarter Nachrichten. Diese Einzelkritiken weichen teils voneinander ab: Wirtz bekam je nach Quelle eine 1 oder eine 2, Mittelstädt eine 2,5 oder eine 3. Wir bewegen uns mit unseren Noten innerhalb dieser Spanne. Wo uns die Berichte zu wenig hergeben, vergeben wir keine Note.
Die Noten der wichtigsten Spieler
- Jonas Urbig – Note 3: Kaum gefordert, weil Serbien offensiv fast nicht stattfand. Sein Fehlpass in der 55. Minute leitete beinahe den Ausgleich ein und war der größte Makel an einem sonst sicheren Auftritt.
- Malick Thiaw – Note 2: Fehlerfrei im Aufbau und mit vielen Balleroberungen. Er sicherte die Defensive zuverlässig ab.
- Maximilian Mittelstädt – Note 2,5: Er passte vor dem 2:0 mit hohem Tempo von links in den Strafraum und bereitete den Treffer damit vor. Die Quellen bewerten ihn mit 2,5 oder 3, wir liegen am besseren Ende dieser Spanne.
- Tom Bischof – Note 2: Er traf in der 39. Minute zum 1:0 und war in den Zweikämpfen stark. Auch die Quellen sehen ihn bei einer 2.
- Florian Wirtz – Note 1,5: Er erzielte das 2:0 mit einem sehenswerten Abschluss. Zwischen der 1 bei absolutfussball und der 2 anderer Medien ist das unsere Einordnung.
- Nick Woltemade – Note 5: Er hatte Mühe, Bälle festzumachen, und vergab in der 59. Minute aus drei Metern. Der Ball ging über die Latte. Die Note 5 vergab auch absolutfussball.
Ohne Note bleiben Spieler, über deren Auftritt die Berichte zu wenig hergeben: Philipp Treu, Waldemar Anton, Aleksandar Pavlovic und Kapitän Serge Gnabry. Auch die Einwechselspieler bewerten wir nicht, weil ihre Einsatzzeiten nicht sicher belegt sind. Said El Mala brachte als Joker sofort Tempo und Technik, ohne dass wir dafür eine Zahl vergeben wollen. Mika Baur von Celtic debütierte in der 77. Minute und war der 1.000. Debütant der DFB-Geschichte. Derry Scherhant feierte ebenfalls sein Debüt im Nationaltrikot.
Spieler des Spiels: Florian Wirtz
Wirtz entschied die Partie mit seinem Treffer zum 2:0. Das Tor fiel in einer Phase, in der Deutschland nach der Pause noch keine klare Führung hatte. Der Abschluss war sehenswert und kam nach dem schnellen Pass von Mittelstädt aus dem Strafraum heraus. Zudem stand Wirtz über 90 Minuten auf dem Platz und blieb in der Offensive ein ständiger Faktor.
Knapp dahinter liegt Tom Bischof, der den Führungstreffer erzielte und in den Zweikämpfen überzeugte. Er wurde in der 77. Minute ausgewechselt, für ihn kam Debütant Mika Baur. Ein Lob verdienen auch Mittelstädt für seinen Anteil am zweiten Tor und Thiaw für ein fehlerfreies Spiel mit vielen Balleroberungen.
Der Schwachpunkt: Woltemade im Pech
Nick Woltemade erwischte keinen guten Abend. Er hatte Probleme, Bälle im Angriff zu halten, und die Chance aus drei Metern in der 59. Minute gehört zu den Szenen, die ein Stürmer machen muss. Ausgerechnet kurz darauf, in der 61. Minute, fiel das 2:0 auf der anderen Seite des Strafraums, also ohne seine Beteiligung. Für Woltemade bleibt es ein Abend, an dem vieles nicht zusammenpasste.
Auch Torhüter Jonas Urbig leistete sich mit dem Fehlpass in der 55. Minute einen Moment, der gegen einen stärkeren Gegner bestraft werden könnte. Bei seinen übrigen Aktionen wirkte er aber sicher am Ball.
Was hängen bleibt
Das Ergebnis hätte höher ausfallen können. Nach Darstellung der Sportschau-Berichte und der Zahlen von regionalheute.de war Deutschland über weite Strecken überlegen. ZDF-Experte Christoph Kramer sah Deutschland laut Berichten sogar bei einer 5:0-Führung. Die Chancenverwertung ist damit das Thema, das nach diesem Abend bleibt.
Positiv für den Bundestrainer: Mit Baur und Scherhant haben zwei Spieler debütiert, und auch der Auftritt von El Mala machte Eindruck. Offen bleibt, wer im Angriff dauerhaft die Rolle des Zielspielers übernimmt. Woltemade fand gegen Serbien kein Mittel, an diesem Abend war er die schwächste Note im Team.
Einige Details sind in den Berichten nicht eindeutig belegt, etwa die Einwechselzeiten von El Mala und Scherhant oder wer für Gnabry kam. Deshalb gehen sie nicht in unsere Bewertung ein.
Quellen: Sportschau, Sport1, absolutfussball, Stuttgarter Nachrichten, regionalheute.de
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Quelle: sportschau.de





