BVB bei Bayern: Kovac warnt vor Kane und fordert Fokus

Redaktion Fussballpuls
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Borussia Dortmund reist zum Klassiker nach München, und Trainer Niko Kovac macht vorab klar, worauf es ankommt: Der BVB trifft am Samstagabend (31. Oktober) in der Allianz Arena auf den FC Bayern, und als größte Gefahr nennt Kovac Harry Kane. Die Aufgabe sei „sehr schwierig“, sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Kovac ordnete die Partie damit ohne Umschweife ein. Er sprach davon, dass seine Mannschaft höchste Konzentration brauche, und betonte zugleich den eigenen Anspruch des BVB. Das ist die klassische Mischung vor einem Auswärtsspiel beim Rekordmeister: Respekt vor dem Gegner, aber kein Auftreten als Außenseiter, der sich mit einer Niederlage arrangiert.

Kane im Fokus der Dortmunder Planung

Dass Kovac ausgerechnet Kane hervorhebt, überrascht wenig. Der Engländer ist im Angriff der Münchner der zentrale Faktor, und genau auf ihn richtet sich die Aufmerksamkeit der Dortmunder Vorbereitung. Laut Berichten schwärmte der BVB-Trainer auf der Pressekonferenz von dem Stürmer. Details zu einem konkreten Plan, wie Dortmund ihn aus dem Spiel nehmen will, sind öffentlich allerdings nicht bekannt.

Ob Kane tatsächlich von Beginn an spielt, steht bislang nicht fest. Laut Vorberichten soll er nach der Schonung im Pokal wieder in der Startelf stehen, bestätigt ist das aber erst mit der offiziellen Aufstellung kurz vor dem Anpfiff. Sollte er auflaufen, steigt aus Dortmunder Sicht der Druck auf die Abwehr: Gegen einen Angreifer, der Torchancen auf engstem Raum verwerten und zugleich das Spiel ablegen kann, reichen einzelne gute Zweikämpfe nicht. Es braucht eine Defensive, die über 90 Minuten geschlossen verschiebt und die Anspielstationen im Strafraum zustellt.

Bayern mit offenen Personalfragen

Ganz ohne Sorgen gehen die Münchner nach den Vorberichten nicht in die Partie. Demnach fehlen dem FC Bayern mehrere Spieler. Welche Profis am Ende tatsächlich zur Verfügung stehen, wird sich erst kurz vor dem Spiel zeigen, denn der Stand zu einzelnen Einsätzen kann sich bis zum Anpfiff noch ändern. Für den BVB bedeutet das Unsicherheit bei der Spielvorbereitung, weil sich je nach Besetzung Spielkontrolle im Mittelfeld und Abläufe im Aufbau verändern können.

Wichtig bleibt dennoch: Auch ein dezimierter FC Bayern bleibt in der Allianz Arena ein Gegner mit enormer individueller Qualität. Kovac wird deshalb kaum darauf bauen, dass die Ausfälle allein den Ausschlag geben.

Der BVB zwischen Pokal-Erfolg und Kritik

Dortmund kommt mit einem späten 3:2 im Pokal gegen Werder nach München. Der Sieg gibt Selbstvertrauen, zeigte aber auch, dass die Mannschaft in engen Spielen anfällig bleibt. Kovac steht nach schwankenden Ergebnissen und Kritik an der Spielweise weiter unter Beobachtung. Ein Auftritt in München, der sportlich überzeugt, könnte die Debatte um die Ausrichtung der Mannschaft entschärfen. Eine deutliche Niederlage würde sie dagegen neu entfachen.

Kovac selbst setzt auf Haltung und Fokus. Die Botschaft, die er nach außen trägt, lautet: Der BVB fährt nicht nach München, um Schadensbegrenzung zu betreiben, sondern mit einem klaren Anspruch. Ob sich das in Chancen und Punkten niederschlägt, entscheidet sich auf dem Platz.

Offene Startelf, ein Fixpunkt vorne

Die Aufstellungsprognosen widersprechen sich. Verschiedene Medien nennen unterschiedliche Varianten für die Dortmunder Startelf, eine verlässliche Vorhersage gibt es nicht. Als Fixpunkt im Angriff gilt Serhou Guirassy. Er soll vorne den Anspielpunkt bilden und mit Tempo sowie Abschlussstärke dafür sorgen, dass Dortmund nicht nur verteidigen muss. Gegen eine hochstehende Abwehr kann gerade der Raum im Rücken der Ketten ein Weg zu Torchancen sein. Ob die Bayern tatsächlich so hoch verteidigen, hängt allerdings von ihrer Aufstellung und ihrer Herangehensweise ab.

Die offizielle Aufstellung gibt es erst kurz vor dem Anpfiff am Samstagabend. Erst dann zeigt sich, ob Kovac eher auf Stabilität oder auf mutigeres Anlaufen setzt.

Einordnung

Die Aussagen von Kovac sind weniger Überraschung als Standortbestimmung: Er benennt Kane offen als größte Gefahr, nimmt aber seine Mannschaft nicht aus der Verantwortung. Entscheidend wird sein, ob Dortmund die Konzentration über die gesamte Spielzeit hält, denn die schwankenden Ergebnisse der vergangenen Wochen sprechen dafür, dass Phasen mit Unachtsamkeit teuer werden können. Das späte 3:2 gegen Werder zeigt zwar Moral, aber auch Anfälligkeit. Gegen Bayern wäre Letzteres riskant, gleichgültig, wer am Ende im Angriff der Münchner steht. Wer gewinnen will, braucht eine disziplinierte Defensive und Effizienz vorne, mit Guirassy als möglichem zentralem Ansprechpartner. Für Kovac ist der Klassiker damit mehr als ein weiteres Spiel: Er ist ein Gradmesser dafür, wie weit der BVB unter ihm tatsächlich ist.

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Quelle: absolutfussball.com

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